Was wir seit den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt erleben,
erinnert in gewisser Weise an das Jahr 1994. Nur war es damals nicht der rechte
Rand, der für Aufsehen sorgte, sondern die andere Seite des politischen
Spektrums: die Partei des Demokratischen Sozialismus (PDS), Nachfolgerin der
SED und Vorgängerin sowohl der heutigen Linkspartei als auch des Bündnis Sahra
Wagenknecht. Die PDS hatte bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zwar keine 43
Prozent geholt wie zuletzt die AfD. Aber schon die knapp 20 Prozent für die
»SED-Nachfolgepartei« reichten 1994 aus, um das Land in eine viele Monate
währende Krisensitzung um die Grundlagen der Republik und die Verantwortung der
demokratischen Kräfte zu stürzen.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Was lehrt das Magdeburger Modell von 1994 über den Umgang mit populistischen Parteien?
- Warum wäre eine Regierungsbeteiligung der AfD heute folgenreicher als die Duldung der PDS damals?

