Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat seine eigentlich für kommende Woche geplante Reise zur UN-Generalversammlung nach New York abgesagt. »Der Bundeskanzler wird kommende Woche entgegen ursprünglicher Planungen nicht nach New York reisen, da seine Präsenz in Berlin erforderlich ist«, erfuhr die ZEIT aus Regierungskreisen.
Die Rede des Kanzlers in der Generaldebatte der UN-Vollversammlung war von den Vereinten Nationen für Mittwoch am späten Nachmittag eingeplant – drei Tage nach den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Diese beiden Wahlen gelten als mitentscheidend für die politische Zukunft des Kanzlers.
Merz steht unter anderem seit dem Wahldebakel der CDU in Sachsen-Anhalt massiv unter Druck. Am Montag tagen die Spitzengremien der CDU, am Mittwoch die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag.
Die Generaldebatte der UN-Vollversammlung findet jedes Jahr im September statt. Merz hatte im vergangenen Jahr bereits auf eine Teilnahme verzichtet. Für Deutschland hatte stattdessen Außenminister Johann Wadephul (CDU) geredet. Das wird aller Voraussicht nach auch in diesem Jahr so sein.
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