Zehn Tage vor der Wahl des Berliner Abgeordnetenhauses zeichnet sich laut einer Umfrage kein klarer Favorit ab. In einer von der ARD beauftragten Umfrage des Instituts Infratest dimap steht die Linke mit 21 Prozent knapp vor der CDU, die auf 20 Prozent kommt. Gegenüber der vorherigen Infratest-Umfrage verbesserte sich die Linke um zwei Prozentpunkte und konnte die CDU überholen. In mehreren Umfragen anderer Institute lag die Linke bereits in den vergangenen Wochen auf Platz eins, teils mit noch größerem Vorsprung auf die CDU.
Auf Linke und CDU folgen in der neuen Umfrage die AfD (18 Prozent) und die Grünen (16 Prozent). Die derzeit mitregierende SPD käme mit zwölf Prozent auf den letzten Platz der dann im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien, da sowohl BSW als auch FDP die Fünf-Prozent-Hürde verfehlen würden.
Gegenüber dem Ergebnis der 2023 nachgeholten jüngsten Abgeordnetenhauswahl würde sich die AfD demnach verdoppeln und die Linke neun Prozentpunkte dazugewinnen. Die größten Wahlverlierer wären CDU und SPD, die acht beziehungsweise sechs Prozentpunkte verlieren würden. Die FDP verpasste bereits damals den Einzug ins Abgeordnetenhaus.
| Institut | CDU | SPD | Grüne | FDP | Linke | AfD | BSW |
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Schwarz-Rot-Grün und Linksbündnis sind gleich populär
Eine Zweierkoalition wie das aktuell in Berlin regierende schwarz-rote Bündnis wäre laut der Umfrage ausgeschlossen. Möglich wäre demnach entweder ein Bündnis aus Linken, Grünen und SPD oder aus CDU, Grünen und SPD. Die Popularität beider Bündnisse ist der Umfrage zufolge gleich: Jeweils 42 Prozent der Befragten sprachen sich demnach für einen von der Linken oder von der CDU geführten Senat aus.
Auch bei den persönlichen Umfragewerten liegen die Favoriten knapp beieinander. Mit der Arbeit der Linken-Spitzenkandidatin Elif Eralp sind demnach 20 Prozent zufrieden, mit dem CDU-Kandidaten Stefan Evers 18 Prozent. SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach kommt demnach auf 16 Prozent Zufriedenheit, Grünen-Kandidat Werner Graf auf zehn und AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker auf neun Prozent.
Für die Umfrage wurden zwischen Montag und Mittwoch 1.527 Menschen befragt. Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am 20. September statt, zeitgleich zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

