Gut anderthalb Jahre nach dem antisemitischen und islamistischen Messerangriff am Berliner Holocaust-Mahnmal ist gegen einen weiteren Mann im Zusammenhang mit dem Anschlag Anklage erhoben worden. Ihm würden Beihilfe zum versuchten Mord und zur gefährlichen Körperverletzung vorgeworfen, teilte der Generalbundesanwalt mit. Demnach soll der Verdächtige mit dem verurteilten Attentäter in Kontakt gestanden und diesen ermutigt haben, sein Vorhaben auszuführen.
Ein Attentäter hatte im Februar 2025 im Stelenfeld des Denkmals für die ermordeten Juden Europas in Berlin-Mitte einen Besucher mit einem Messer angegriffen. Das Opfer überlebte die Tat nur knapp. Im März wurde der Angreifer vom Berliner Kammergericht zu 13 Jahren Haft verurteilt. Dem syrischen Staatsangehörigen war unter anderem versuchter Mord und versuchte Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland zur Last gelegt worden.
Der mutmaßliche Komplize des Attentäters sitzt seit Mai in Untersuchungshaft.
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