CDU-Chef Friedrich Merz hat seine Partei aufgefordert, sich nach den Wahlen im September inhaltlich neu auszurichten. Leitlinie solle größere Generationengerechtigkeit sein, sagte der Bundeskanzler auf einer CDU-Wahlveranstaltung in Langenhagen bei Hannover. Statt »Wohlstand für alle« müsse es künftig heißen: »Wohlstand für alle Generationen«. Dabei betonte der Bundeskanzler ausdrücklich, dass etwa die Waldbrände in Nordrhein-Westfalen Folgen des Klimawandels seien.
Die Partei brauche ein neues Narrativ, eine neue Erzählung, wohin sie eigentlich wolle. »Ich möchte, dass wir in der CDU über diese Frage nach den Landtagswahlen miteinander diskutieren.« Nach seiner Rede vor niedersächsischen CDU-Kommunalpolitikern erhielt Merz stehende Ovationen.
Zuvor war Merz in der eigenen Partei stark in die Kritik geraten. So stellten sich die Ministerpräsidenten Mario Voigt (Thüringen), Sven Schulze (Sachsen-Anhalt) und Michael Kretschmer (Sachsen) Ende Juli gegen die geplante Abschaffung der abschlagsfreien Frührente nach 45 Beitragsjahren. Damit schlossen sie sich der Kritik ihrer Schweriner Amtskollegin Manuela Schwesig (SPD) an. Schwesig hatte bereits im Juni gesagt, die Vorschläge der Rentenkommission könnten »nicht 1:1« übernommen werden.
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