Niedersachsens Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku (SPD), hat sein Ehrenamt mit sofortiger Wirkung niedergelegt. In einer Mitteilung der Staatskanzlei nannte er als Grund gravierende Anfeindungen, Morddrohungen und Falschbehauptungen im Zusammenhang mit der Rolle seiner Schwiegermutter bei der Gewalttat von Stade.
Bei der Tat, bei der ein 45-jähriger Mann Ende Juni sechs Beschäftigte der Jugendhilfe in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschossen haben soll, soll Kurkus Schwiegermutter Ermittlerangaben zufolge den Fluchtwagen gefahren haben. Hintergrund der Tat soll ein Sorgerechtsstreit gewesen sein. Es wird weiterhin ermittelt, welche Rolle Kurkus Schwiegermutter spielte und ob sie an der Tat beteiligt war.
Kurku sagte zu seinem Rücktritt, er gehe diesen Schritt nach sorgfältiger Abwägung und zum Schutz des Amtes. Er könne es unter den gegebenen Bedingungen nicht mehr im erforderlichen Maße ausüben.
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