Weiterer Vorfall in Minnesota
ICE-Agenten essen erst beim Mexikaner und nehmen danach offenbar die Mitarbeiter mit
Es gibt immer mehr Berichte über das rigide Vorgehen der US-Abschiebebehörde ICE in Minnesota. Nun ist nach Angaben von Lokalmedien das Personal eines Restaurants Opfer einer besonders hemmungslosen Aktion geworden.
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Ein maskierter ICE-Agent in Minneapolis, Minnesota
Foto: Octavio Jones / AFP
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Beamte der US-Abschiebebehörde ICE sollen am Donnerstag drei Mitarbeiter eines mexikanischen Restaurants in Minnesota festgenommen haben, nur wenige Stunden, nachdem vier Beamte in dem Lokal in der Stadt Willmar gegessen hatten. Das berichten der »Minnesota Star Tribune
« und CBS Minnesota unter Berufung auf Augenzeugenberichte. Das Restaurant habe geschlossen, nachdem die Agenten den Ort zum Mittagessen besucht hätten und später zurückgekehrt seien, um die Eigentümer und einen Tellerwäscher festzunehmen, heißt es in dem CBS-Bericht.
Zum ersten Mal seien die Beamten in dem Lokal gegen 15 Uhr erschienen, heißt es im Bericht der Lokalzeitung. Das Personal sei bereits zu diesem Zeitpunkt verängstigt gewesen, sagte ein Augenzeuge dem Blatt.Gegen 20.30 Uhr sei es dann zur Festnahme gekommen. Die Beamten seien hierfür den Mitarbeitern gefolgt, nachdem diese das Restaurant für die Nacht geschlossen hätten, und hätten sie dann auf der Straße festgenommen.
»Wäre eure Mutter jetzt stolz auf euch?«Der »Minnesota Star« zeigt auf seiner Website zudem ein Video, das unmittelbar nach dem Zugriff aufgenommen zu sein scheint. Offenbar wurde es von Passanten erstellt, die den Festgenommenen zu Hilfe eilten. »Wäre eure Mutter jetzt stolz auf euch?«, fragt eine Frauenstimme in Richtung der Beamten. Ein Mann sagt: »Wie war euer Essen heute?«. Später fragt er in Richtung der Festgenommenen, ob er für diese jemanden benachrichtigen soll.
Dem CBS-Bericht zufolge haben in Willmar zurzeit viele Restaurants geschlossen. Anwohnern zufolge sei dies eine direkte Folge der ICE-Aktionen und -Festnahmen in dem Ort. Andere Lokale hätten etwa Schilder aufgehängt, dass sie Bestellungen derzeit nur online oder telefonisch aufnehmen.
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Minnesota steht derzeit unter starkem Druck der ICE. Nach den tödlichen Schüssen eines ICE-Beamten auf eine Frau in Minneapolis hatte jüngst erneut ein Bundesbeamter einen Schuss abgegeben und einen Mann verletzt. US-Präsident Donald Trump drohte dem US-Bundesstaat in Folge der Proteste gegen das Vorgehen der Beamten mit einem Militäreinsatz. Zuletzt schränkte eine Bundesrichterin Maßnahmen von ICE-Beamten in Minnesota ein.
Der US-Präsident formt die Einwanderungsbehörde zu seiner Kampftruppe. In Minnesota wächst der Protest, doch Donald Trump könnte schon bald Verstärkung schicken. Lesen Sie hier
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