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Vor zwei Jahren stürzte Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde (33) schwer auf der Lauberhorn-Abfahrt in Wengen (Schweiz). Seine linke Schulter zerfetzte, sein eigener Ski trennte ihm 80 Prozent der Wadenmuskulatur ab. Auf dem Weg zum Comeback stoppt ihn eine lebensgefährliche Blutvergiftung.
Im Interview mit dem kicker sagt Kilde: „Noch nie hatte ich solche Schmerzen. Ich dachte, ich sterbe. Es gab Tage in all dieser langen Leidenszeit, da wollte ich mir am liebsten meinen Arm abreißen.“ Seine Partnerin, Doppel-Olympiasiegerin Mikaela Shiffrin (30), sprach später von einem „lebensbedrohlichen Moment“.
Der folgenschwere Sturz in Wengen: Kilde fliegt im Januar 2024 in den Fangzaun
Dabei bemerkte Kilde die Blutvergiftung zunächst gar nicht. „Mein Körper ist es gewohnt, mit Widrigkeiten umzugehen. Jeder andere Körper hätte Tage, wenn nicht Wochen zuvor, längst Alarm geschlagen. Und was machte ich? Ich trainierte, weil ich nichts bemerkte. Währenddessen griff diese dämliche Entzündung schon meine Knochen an. Die Bakterien fraßen sich förmlich in meine Knochen.“
Während Kilde von einer Lebensmittelvergiftung ausging, schickte ihn Shiffrin direkt zum Arzt. Kilde schildert den Moment: „Ich bin zu Doc Miller. Er sah sich meine Schulter an. Sie war zu diesem Zeitpunkt schon rot, warm und geschwollen. Besser wurde es auch nicht, als er mir die Röntgenbilder zeigte: ‚Aleks, das ist richtig schlimm!‘“
Und weiter: „Normalerweise sind die Knochen, wie so ein Hundeknochen, gerade und glatt. Meine hingegen waren schon zackig, sie sahen aus wie die Felsspitzen im Grand Canyon. Ich hatte also keine Lebensmittelvergiftung, sondern eine fürchterliche Infektion in meiner ganzen Schulter. Sie haben mir sofort das Antibiotikum intravenös verabreicht.“
Der Norweger nahm drei Monate lang Antibiotikum, „ein nicht enden wollender Albtraum“, sagt er. Erst im November, nach 684 Tagen Pause, feierte er sein Comeback beim Super-G in Copper Mountain (USA).
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Die Einschränkungen der Verletzungen spürt Kilde nach wie vor: „Die Schulter zickt. Die Bewegungsfreiheit ist einfach noch nicht da. Mir fällt es heute schwerer, am Brenner meine Maut mit der Kreditkarte zu bezahlen, als ein Rennen zu fahren.“
Auf den Start in Wengen verzichtete er an diesem Wochenende. „Dieses Jahr ist es einfach noch etwas zu früh“, schrieb er bei Instagram.

