Er gilt als Ex-Terrorist – nun wird er im Kanzleramt empfangen. Wenn Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa von Montag an Berlin besucht und am Dienstag zuerst auf Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und danach auf Kanzler Friedrich Merz (CDU) trifft, soll die Hauptstadt zur Hochsicherheitszone werden. Seit Tagen schon bereiten die Behörden die brisante Visite vor. Eingeladen hatte Merz den neuen Mann an der Spitze der syrischen Regierung bereits im Herbst. Die Bundesregierung sei „offen für eine Vertiefung und einen Neustart mit der neuen syrischen Regierung“, sagt ein Regierungssprecher. Ganz oben auf der Agenda der Regierung: die Zukunft Hunderttausender nach Deutschland geflüchteter Syrer – und ihre Rückkehr oder Abschiebung.
Syrer in Deutschland: Die Bundesregierung plant Abschiebungen im großen Stil

