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Sie sind die neue Geheimwaffe beim 1. FC Union!
Bei den Eisernen treffen plötzlich ausgerechnet die Joker am laufenden Band. Derzeitige Bilanz: Die letzten sechs Tore der Eisernen wurden allesamt von Einwechselspielern erzielt. In fünf Spielen sammelte Union dadurch neun Punkte. Zuletzt gelang das Dortmund 2018. Das steckt hinter der unheimlichen Serie …
[–>Nach dem Punktgewinn in Stuttgart stellt Aljoscha Kemlein fest: „Wir haben in den letzten drei Wochen die Punkte immer über die Bank geholt. Da sieht man, dass das Kollektiv bei uns auf jeden Fall funktioniert.“
Kurios: In den vorherigen 13 Spielen der laufenden Saison hatte bei Union kein einziger Einwechselspieler getroffen. Ein Kollektiv mit Kampfgeist und Torriecher! Das ist auch der Verdienst von Steffen Baumgart (54). Nicht nur, weil er bei den Einwechslungen die richtigen Entscheidungen trifft. Baumgart schafft es auch, seine Spieler mitzunehmen, statt sie auszusortieren.
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Auffällig: Tim Skarke (29) bekam immer wieder Chancen. Obwohl er erst nach 54 Spielen endlich sein erstes Tor im Union-Dress gegen Leipzig schoss. Mit ihm begann die Joker-Serie. András Schäfer (26) durchlebte vor seinem Tor in Köln eine persönlich-sportliche Krise. Und Marin Ljubicic (23), der in diesem Jahr schon zweimal traf, galt bereits als aussortiert.
Lässt Baumgart zu viel Qualität auf der Bank?
Nein! Baumgarts gelungene Einwechslungen bedeuten nicht, dass er die falsche Startelf gewählt hat. Woo-Yeong Jeong (26) der zum Ausgleich in Stuttgart traf, kam aus einer Verletzung. Auch Schäfer kämpfte immer wieder mit gesundheitlichen Rückschlägen.
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Baumgart über Jeong: „Bei Woo ist es so, dass wir immer daran denken müssen, dass er aus einer Verletzung kommt. Dass sie länger brauchen, dass die Körperlichkeit erst zurückkommen muss. Bei ihm sieht man, dass die Frische und Athletik zurückkommen. Jetzt hat er das zweite Tor in kurzer Zeit geschossen – da können wir zufrieden sein.“
Heißt: Baumgart will seine Spieler nicht überfordern. Achtet genau auf Belastungssteuerung und sorgt damit dafür, dass sie sich nicht erneut verletzen.

