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Nächste Runde im Zoff zwischen Tesla-Boss Elon Musk und Podcasterin Ashley St. Clair. Nach dem Sorgerecht für den gemeinsamen Sohn Romulus (1) und angeblichen Kürzungen beim Unterhalt geht es dieses Mal um KI-generierte Fotos. Der Vorwurf von St. Clair: Das KI-Tool Grok, das in Musks Plattform X implementiert ist, soll sexuell explizite Bilder von ihr gefakt haben.
Die Klage wurde am Donnerstag in New York eingereicht und richtet sich gegen xAI, die Muttergesellschaft von X und Grok. Auslöser: Mit der KI kann man hochgeladene Fotos mit entsprechenden Befehlen empfindlich manipulieren – etwa eine Person entkleiden oder sie in sexuell eindeutigen Posen darstellen. Die erstellten KI-Bilder können anschließend über X verbreitet werden.
Ashley St. Clair liegt mit Elon Musk ordentlich im Clinch
X-User sollen St. Clair mithilfe von KI ausgezogen haben
Im Falle von St. Clair lautet der Vorwurf: „Nutzer von X gruben Fotos von St. Clair aus, auf denen sie im Alter von 14 Jahren vollständig bekleidet war, und forderten Grok auf, sie auszuziehen und ihr einen Bikini anzuziehen. Grok kam dem nach.“ Grok habe St. Clair, die Jüdin ist, auf Aufforderung von Usern außerdem „in einem String-Bikini mit Hakenkreuzen“ gezeigt. Als sich St. Clair bei xAI über die Fake-Fotos beschwert habe, habe das Unternehmen „Vergeltungsmaßnahmen gegen sie ergriffen“ und „eine Vielzahl weiterer Bilder von ihr generiert“.
„Durch die Herstellung nicht einvernehmlicher, sexuell expliziter Bilder von Mädchen und Frauen stellt xAI eine öffentliche Belästigung dar und bietet ein Produkt an, das nicht angemessen sicher ist“, sagte St. Clairs Anwältin Carrie Goldberg gegenüber „BBC News“.
Elon Musk versteht die Aufregung nicht
Scharfe Kritik an Grok kommt nicht nur von St. Clair, sondern weltweit von Usern, Betroffenen und Datenschützern – doch die Empörung prallt an Elon Musk weitgehend ab. „Mir sind keine von Grok generierten Nacktbilder von Minderjährigen bekannt. Buchstäblich null“, schrieb er am Mittwoch auf X. Das Safety-Team von X wurde letzte Woche deutlicher. Man habe eine „Null-Toleranz-Politik“ gegenüber illegalen Inhalten wie Deepfakes von Minderjährigen oder nicht einvernehmlicher Nacktheit.
Der Zugriff auf die Bild-Funktionen von Grok ist zudem inzwischen eingeschränkt, sodass nur noch zahlende X-Nutzer diese Funktionen verwenden. Die von X unabhängige, eigenständige Grok-App lieferte zunächst jedoch weiter sexualisierte Bilder.

