Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Medien in Bayern: Ein besonderes Journal für einen besonderen Landstrich

    Medien in Bayern: Ein besonderes Journal für einen besonderen Landstrich

    Dass eine Zeitschrift vom Markt verschwindet, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn aber ein Journal untergeht, das fast 120 Jahre lang durchgehalten hat, dann ist das durchaus eine nähere Betrachtung wert. „Für mich ist das ein schwerer Gang“, sagt der in Kallmünz ansässige Verleger Erich Laßleben, der vor Kurzem das Ende der altehrwürdigen Zeitschrift Die Oberpfalz verkündet…



  • Medien in Bayern: Ein besonderes Journal für einen besonderen Landstrich

    Medien in Bayern: Ein besonderes Journal für einen besonderen Landstrich

    Dass eine Zeitschrift vom Markt verschwindet, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn aber ein Journal untergeht, das fast 120 Jahre lang durchgehalten hat, dann ist das durchaus eine nähere Betrachtung wert. „Für mich ist das ein schwerer Gang“, sagt der in Kallmünz ansässige Verleger Erich Laßleben, der vor Kurzem das Ende der altehrwürdigen Zeitschrift Die Oberpfalz verkündet…

Medien in Bayern: Ein besonderes Journal für einen besonderen Landstrich

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Dass eine Zeitschrift vom Markt verschwindet, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn aber ein Journal untergeht, das fast 120 Jahre lang durchgehalten hat, dann ist das durchaus eine nähere Betrachtung wert. „Für mich ist das ein schwerer Gang“, sagt der in Kallmünz ansässige Verleger Erich Laßleben, der vor Kurzem das Ende der altehrwürdigen Zeitschrift Die Oberpfalz verkündet hat.

Dass ihn dieser Schritt sehr bedrückt, kann man 100-prozentig nachvollziehen, schließlich ist die Zeitschrift eng mit seiner Familie verbunden. Laßlebens Urgroßvater hatte sie im Jahr 1907 gegründet. Im Laufe der Zeit ist sie ein Stück Kulturgut geworden, sie hat viele Leserinnen und Leser erfreut und deren Horizont erweitert. Dass sie jetzt eingestellt wird, stimmt vor allem jene traurig, die noch etwas für Traditionen sowie für Land und Leute übrig haben.  „Wir sind recht betrübt“; „das darf nicht sein“; „alles schwimmt den Bach hinunter!“ So lauteten die Reaktionen auf die Nachricht, dass die Geschichte der Zeitschrift nach 119 Jahren zu Ende geht.

„Die Zeitschrift hat mich mein ganzes Leben begleitet, da wird man direkt schwermütig“, sagt der Verleger, der jeden Abonnenten zumindest vom Namen her kennt. Bei allem Schmerz: Die Oberpfalz erlebte in den vergangenen Jahren einen gravierenden Rückgang an Interessenten. Der Kundenstamm sei durch Todesfälle und altersbedingte Kündigungen immer weniger geworden, wie Laßleben im Editorial der letzten Ausgabe schreibt, und Neuabonnenten habe es nicht mehr gegeben.

Dazu kam, dass es zuletzt auch an Texten mangelte. „Mir gingen schlichtweg die Aufsätze aus“, sagt Laßleben. Alle zwei Monate waren 64 Seiten zu füllen. Für ein weiteres Heft im Januar habe er nur noch zehn Seiten Material zur Verfügung gehabt.  Neues war nicht mehr zu erwarten. Auch die Autoren zollen dem Alter Tribut.

Nicht zuletzt nagte das wachsende Desinteresse an der Substanz der Zeitschrift. Sogar Behörden und Schulen bestellten das Abonnement ab. „Die Schulen interessiert das nicht mehr“, sagt Laßleben. Es ist ein Symptom der heutigen Zeit. Was wohl auch damit zu tun hat, dass jene Lehrkräfte längst ausgestorben sind, die sich früher um die Belange der Heimatgeschichte gekümmert und junge Menschen dafür begeistert haben. Das Fach Heimatkunde war eine tragende Säule des Unterrichts an den Grundschulen und in den Mittelstufenklassen. Bis es aus den Lehrplänen entfernt wurde. Es spricht Bände, dass sogar das Regierungspräsidium der Oberpfalz das Freiexemplar der Zeitschrift abbestellt hat.

Der Wandel vom Haisl zum Dixie-Klo – die Zeitschrift hatte auch Erheiterndes zu bieten

Dabei hat das Heft viel Lehrreiches vermittelt und das Verständnis für Heimat, Denkmalpflege, Brauchtum und Sprache im besten Sinne gefördert. Die Aufsätze kreisten um Erinnerungen, Biografien, Heimatgeschichte. Manche halfen, die Irrationalität der Welt besser zu durchdringen, und sei es mit der Aufarbeitung von Feldpostbriefen aus dem Ersten Weltkrieg. Das Inhaltsverzeichnis der 2025 erschienenen Bände bietet ein Panoptikum der Kultur und der Geschichte der Oberpfalz. Kindheit im Dritten Reich, Kriegsende, Jahrhundertwinter 1929, Bedeutung von Ortsnamen und Dialektwörtern, dazu Erinnerungen an Brände, Katastrophen und Karrieren. Die Aufzählung nähme fast kein Ende, und auch an Lustigem herrschte kein Mangel, allein die Geschichte von Christa Siegel, die den Wandel vom Haisl zum Dixie-Klo beschreibt, ist den Erwerb des letzten Jahresbandes wert.

„Wir spüren halt, dass – bei aller Bedeutung der Technik – die humanistische Bildung langsam wegschmilzt“, sagt Laßleben. Mit dem fehlenden Interesse an Heimat- und Regionalgeschichte geht auch das Wissen um das Schöne und Gute verloren. Wie der Löwe, der stets die Titelseite der Zeitschrift schmückte. Gezeichnet hat ihn der renommierte Zeichner Michael Mathias Prechtl (1926–2003), der in jungen Jahren für den Verlag arbeitete.

Kontinuität zeichnet den Verlag Laßleben seit jeher aus. Noch immer steht jene Presse in der Druckerei, mit der 1907 die erste Ausgabe der Zeitschrift gedruckt wurde. Deren Gründer Johann Baptist Laßleben (1864–1928) kam 1889 als Lehrer nach Kallmünz, wo er später Die Oberpfalz ins Leben rief.

„Laßleben begründete die literarische Entdeckung der Oberpfalz“, würdigte ihn der Historiker Alois Schmid anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Zeitschrift. Die Bände der vergangenen 70 Jahre, die man beim Verlag immer noch kaufen kann, sind eine Fundgrube für Geschichtsinteressierte. Sie belegen, dass die Zeit vergeht, die Themen aber bleiben. Schon anno dazumal grassierte die Angst vor dem Verschwinden des Dialekts und der Schönheiten der Natur. Die Winter aber waren mächtiger als heute. Der große Eisstoß in Regensburg im Jahrhundertwinter von 1929, der in einem der letzten Hefte dokumentiert ist, ist heute nicht mehr vorstellbar.