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Los Angeles (Kalifornien) – Auf dieses Buch mussten Fans über drei Jahre lang warten: „Woman Down“ von Bestsellerautorin Colleen Hoover (46). Nach ihrem Romanerfolg „Nur noch einmal und für immer“, der im Oktober 2022 auf Deutsch erschien, zog sie sich etwas aus der Öffentlichkeit zurück.
Über den Grund schrieb Hoover in ihrem Vorwort zu ihrem neuen Romantic-Thriller „Woman Down“ : „Ehrlich gesagt brauchte ich eine Atempause, weil mich das, was ich immer am allerliebsten getan habe, zunehmend belastet hat.“ Im Nachwort wird sie noch deutlicher, schreibt, dass sie nicht wusste, ob sie jemals zum Schreiben zurückfinden würde.
[–>Hoover weiter: „Natürlich fließen fast unweigerlich auch persönliche Erfahrungen in meine Texte ein, weshalb bestimmte Themen auf euch womöglich wirken, als wären sie direkt aus meinem Leben gegriffen. Bitte macht euch bewusst, dass dieses Buch – selbst wenn es hier und da kleine Parallelen gibt – weder mein eigenes Leben noch meine Moralvorstellungen und genauso wenig meine Haltung gegenüber Kolleginnen, Kollegen oder der Book Community widerspiegelt.“
Doch trotz dieses Hinweises stolpert man beim Lesen des 416 Seiten starken Thrillers immer wieder über offensichtliche Verweise auf eine wahre Begebenheit: 2024 reichte Hollywoodstar Blake Lively (38) eine Beschwerde bei der kalifornischen Zivilrechtsbehörde ein. Sie warf ihrem Schauspielkollegen Justin Baldoni (41) sexuelle Belästigung während des Drehs zu „Nur noch ein einziges Mal“ (2024) vor. Ein Kinofilm, der ebenfalls auf einem Bestseller von Colleen Hoover beruht.
Blake Lively (38) als Lily Bloom und Justin Baldoni (41) als Ryle Kincaid in der Kinoromanze „Nur noch ein einziges Mal“
Colleen Hoover erntete Shitstorm
Weiter beschuldigte Lively Baldoni, eine Rufschädigungskampagne gegen sie gestartet zu haben. Baldoni bestritt die Vorwürfe. Daraufhin verklagte Lively ihren Kollegen und dessen Produktionsfirma vor einem Bundesgericht in New York.
Als Reaktion folgte eine Gegenklage von Baldoni, der Lively unter anderem wegen Verleumdung und Vertragsbruch auf umgerechnet über 342 Millionen Euro verklagte. Ein Prozess ist aktuell für März 2026 angesetzt.
Auch Hoover erntete einen Shitstorm für die Verfilmung. Kritiker warfen ihr unter anderem vor, ernste Themen wie Missbrauch zu verharmlosen oder emotional zu nutzen, was auf Plattformen wie TikTok zu hitzigen Debatten führte.
Am heutigen Dienstag erscheint weltweit der neue Thriller „Woman Down“ von Colleen Hoover
Doch inwiefern hat das alles mit der Handlung von „Woman Down“ zu tun? Zunächst einmal sollte man wissen, dass Colleens bereits veröffentlichte Kurzgeschichte „Saint“ als Grundlage diente. Hoover änderte Namen, Handlungsstränge sowie Orte und baute diverse Handlungsstränge neu zusammen.
Darum geht es: Der Shitstorm um die Verfilmung ihres Romans „A Terrible Thing“ stürzte Bestsellerautorin Petra Rose in eine Schreibkrise. Sie hat erlebt, wie es sich anfühlt, wenn sich das Internet gegen einen wendet. Petra mietet eine abgelegene Hütte, um endlich ihren nächsten Thriller zu schreiben. Dann taucht plötzlich der mysteriöse Sergeant Nathaniel Saint vor ihrer Tür auf.
Colleen Hoover (damals 43) 2023 vor ihrem vorläufigen Rückzug aus dem Rampenlicht
Colleen Hoover verarbeitet Schreibblockade
Im Buch verarbeitet Hoover nicht nur ihren Shitstorm zur Lively-Verfilmung, sondern auch ihre Schreibblockade. So lässt sie etwa ihre Hauptprotagonistin Petra sagen: „In dem Moment, in dem mein Name zum ersten Mal auch in den Medien auftauchte, die normalerweise nicht über Bücher und Autoren berichten, ist bei mir mental eine Falle zugeschnappt, die eine lähmende Schreibblockade ausgelöst hat. Ironie des Schicksals, oder? Der große Traum von Erfolg und Popularität erfüllt sich und wird genau dadurch zum Albtraum.“
Hoovers Fans werden genau solche Anspielungen lieben und auch den spannenden Schlüsselroman „Woman Down“ weltweit an die Buchcharts-Spitzen katapultieren.

