Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.

Kultur- und Freizeittipps des Moderators und Autors Achim Bogdahn: Auf die höchsten Berge und durch die schönste Stadt

Kultur- und Freizeittipps des Moderators und Autors Achim Bogdahn: Auf die höchsten Berge und durch die schönste Stadt - Fetchub

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Wer den Radiosender Bayern 2 hört, kennt seine warme Stimme. Seit 30 Jahren moderiert der studierte Theologe dort Sendungen wie „Zündfunk“, „Eins zu Eins. Der Talk“ und immer montags bis freitags um 12 Uhr „Das Tagesgespräch“. Seit drei Jahren kann man den studierten Theologen immer öfter auch sehen: Denn er hat ein Buch veröffentlicht, mit dem er auf einer nicht enden wollenden Lesereise unterwegs ist. In „Unter den Wolken“ beschreibt er, wie er auf die höchsten Berge aller 16 deutschen Bundesländer gewandert ist. Auf die Zugspitze in Bayern, auf den Hasselbrack in Hamburg und auf den höchsten Berg Bremens („Die Erhebung im Friedehorstpark“, 32,5 Meter hoch). Achim Bogdahn hat sie alle bestiegen und zwar jeweils mit lokaler prominenter Unterstützung: Mit Felix Neureuther, Judith Holofernes, Mehmet Scholl und anderen. Diese Woche hat er mal wieder Lesungen in München, draußen am Fischbrunnen am Münchner Marienplatz und  „dahoam“ in Giesing, der Heimat seiner großen Liebe, des TSV 1860 München (Bogdahn trägt nach jahrelangem Ringen mit den Behörden ganz offiziell den Künstlernamen „Sechzig“ in seinem Personalausweis).

Montag: Großmeister der Satire

Der großartige österreichische Schauspieler und Kabarettist Josef Hader tritt zusammen mit Gerhard Polt in der neuen Lach- und Schieß auf.
Der großartige österreichische Schauspieler und Kabarettist Josef Hader tritt zusammen mit Gerhard Polt in der neuen Lach- und Schieß auf. (Foto: Wolfgang Paterno)

Montag ist Montagsclub-Zeit. Seit Jahr und Tag moderiere ich mit meiner wunderbaren Kollegin Bärbel Wossagk immer montags ab 19 Uhr den Zündfunk-Montagsclub. Da lassen das Wochenende Revue passieren, senden Beiträge über Kultur, Szene und Politik, und reden über die Niederlagen des von mir so geliebten TSV 1860 München (merke: Das Licht am Ende des Tunnels ist bei den Löwen meistens ein entgegenkommender Zug). Danach gehen wir oft noch was trinken. Weil der Bayerische Rundfunk kürzlich vom Funkhaus am Hauptbahnhof nach Freimann umgezogen ist, versuchen wir es mal mit der Bar des Metropoltheaters, die so unwiderstehlich nach den Fifties aussieht. Heute Abend würden übrigens auch Gerhard Polt und Josef Hader zusammen auftreten, im Fat Cat, in der dorthin umgezogenen Lach- und Schieß. Die beiden Allerbesten! Unglaublich! Aber wie soll man da an Karten kommen?

Dienstag: Geschichten am Fischbrunnen

Seit mehr als drei Jahren ist Achim Bogdahn nun schon auf Lesereise mit seinem Buch „Unter den Wolken“. Er liest auch im Freien, wie hier auf dem Münchner Marienplatz.
Seit mehr als drei Jahren ist Achim Bogdahn nun schon auf Lesereise mit seinem Buch „Unter den Wolken“. Er liest auch im Freien, wie hier auf dem Münchner Marienplatz. (Foto: Robert Haas)

Heute setze ich mich nach meiner Talkaufzeichnung beim BR mit meinem orangefarbenen Campingstuhl von 16 bis 18 Uhr am Marienplatz neben den Fischbrunnen und schaue mal, was passiert. Ich möchte wissen, ob jemand diese Rubrik aufmerksam liest und mich besuchen kommt und Lust hat, mit mir zu plaudern. Vielleicht bringt er/sie/es in einer Thermoskanne einen Tee oder einen Kaffee vorbei, ich würde mich sehr freuen. Eventuell wasche ich meinen Geldbeutel im Fischbrunnen, irgend so ein kurioser Faschingsbrauch aus dem Mittelalter, um angeblich reich zu werden. Ob’s funktioniert? Möglicherweise sehe ich unseren Oberbürgermeister Dieter Reiter vorbeihuschen oder seinen Gegenkandidaten von der CSU, den mit der Brille. Um 17 Uhr werden sich viele Touristen versammeln und erwartungsfroh nach oben auf den Rathausturm stieren, völlig vergebens, denn das Glockenspiel hat erst ab März seine Zusatzvorstellung nachmittags. Wie gesagt: Ich freue mich über Besuch.

Mittwoch: Lese-Marathon

Seit mehr als drei Jahren bin ich nun auf Lesereise mit meinem Buch „Unter den Wolken“ unterwegs, und es hört nicht auf. Ich habe mittlerweile 173 Lesungen hinter mir, war dreimal im Münchner Volkstheater zu Gast, habe in Kinos gelesen, in der Bücherei in Buxtehude, in der südlichsten Buchhandlung Deutschlands, auf Literaturfestivals wie der BamLit in Bamberg, in Spielbanken, einem Möbelhaus in Kelheim, auf einem Ausflugsdampfer auf dem Chiemsee, im Bürgerhaus in Blavand/Dänemark, in einem Freibad, demnächst geht es auf Lesereise durch Finnland (allerdings auf Deutsch, nicht auf Finnisch, zum Glück!). Mein Ehrgeiz ist es, am Ende auf 250 Lesungen zu kommen. Heute Abend also nun meine 174ste Lesung, ich bin mal wieder in München zu Gast, in Giesing, im Casino der Stadtwerke München auf dem ehemaligen Gelände der Ami-Kaserne am McGraw Graben (Roßtalerweg 2–4, 19.30 Uhr).

Donnerstag: Musikalischer Held

Edwyn Collins, einst Sänger der schottischen Band  Orange Juice , heute gehandicapt durch zwei Schlaganfälle, spielt heute in Wien sein Abschiedskonzert (Aufnahme von 2010).
Edwyn Collins, einst Sänger der schottischen Band Orange Juice, heute gehandicapt durch zwei Schlaganfälle, spielt heute in Wien sein Abschiedskonzert (Aufnahme von 2010). (Foto: Cooperative Music PR/dpa)

Heute bitte alle nach Wien fahren. Dort spielt einer meiner ganz großen musikalischen Helden sein Abschiedskonzert: Edwyn Collins, einst Sänger der schottischen Band Orange Juice, leider gehandicapt durch zwei Schlaganfälle. Wem Wien zu weit ist: Einfach bei dem großartigen Plattenladen Westend Vinyl in der Kazmairstraße 58 eine gebrauchte Platte kaufen und das analoge Hören zelebrieren (heute von 17 bis 20 Uhr geöffnet). Und im Import Export spielt die Nürnberger Shoegaze Band Hi Mum, für alle, die laute Gitarren lieben.

Freitag: Kinofilme im Keller

Eine windschiefe Treppe führt in den Keller und man landet in einer düsteren Zweitwelt, einer Kellergruft, in der schräge, coole Filme laufen: Das Werkstattkino in der Fraunhoferstraße.
Eine windschiefe Treppe führt in den Keller und man landet in einer düsteren Zweitwelt, einer Kellergruft, in der schräge, coole Filme laufen: Das Werkstattkino in der Fraunhoferstraße. (Foto: Catherina Hess)

Einer der unglaublichsten und tollsten Orte Münchens ist das Werkstattkino in der Fraunhoferstraße. Man muss durch eine Einfahrt in einen Hinterhof, dann eine windschiefe Treppe runter in den Keller und landet in einer düsteren Zweitwelt, einer Kellergruft, in der schräge, coole Filme laufen. Ich werde nie vergessen, wie ich mich als Schüler optimal auf eine Prüfung in „English Conversation“ vorbereiten wollte. Der einzige Film, der in München an diesem Abend im englischsprachigen Original ohne Untertitel lief, war „The Texas Chainsaw Massacre“ im Werkstattkino. Arglos ging ich hin, weil ich damals nicht wusste, dass das Wort „Chainsaw“ „Kettensäge“ bedeutet. Es wurde gejagt, gesägt, geschrien, gemordet, gemetzelt, gefoltert, und nur sehr wenig geredet. Ich habe am nächsten Tag trotzdem eine Zwei in der Prüfung bekommen. Seitdem ist mir dieses Kellerkino fest ans Herz gewachsen. Es gibt keine Reservierung und keine Werbung. Einfach hin, egal was läuft.

Samstag: Im Fußballfieber

Der TSV 1860 München spielt heute daheim im Grünwalder Stadion gegen Alemannia Aachen (14 Uhr).
Der TSV 1860 München spielt heute daheim im Grünwalder Stadion gegen Alemannia Aachen (14 Uhr). (Foto: IMAGO/Michael Titgemeyer)

Heute ist ein Feiertag. Mein TSV spielt daheim im Grünwalder Stadion gegen Alemannia Aachen (14 Uhr). Wie immer sind die Hoffnungen und Erwartungen riesengroß.  Und kaum haben die Löwen zwei- oder dreimal hintereinander gewonnen, redet halb Giesing schon über die Frage, wo wir die Tickets für unser Champions-League-Spiel gegen Real Madrid herbekommen sollen, dabei sind wir seit vielen Jahren einbetoniert in der Dritten Liga. Das Wichtigste bei 1860 sind aber eh die Fans und: das Stadion! Das Sechzger-Stadion ist aus meiner Sicht neben dem Eiffelturm und dem Kolosseum in Rom das wichtigste Gebäude der Welt. Wer braucht die Pyramiden von Gizeh, wenn man das Stadion von Giesing hat? Ich kann jedem nur wärmstens empfehlen, vor dem Spiel ein bisschen im Viertel spazieren zu gehen, zum Candidplatz, wo es die neuesten Sticker gibt, zum Grünspitz, ins Giesinger Bräu oder ins Schaumamoi, einem ehemaligen Trambahnfahrerwartehäuschen jetzt mit eigenem Bier. Überall Menschenmengen, Euphorie und die bedingungslose Liebe zu den Underdogs.

Sonntag: Ikonischer Fotograf

Der Fotograf Helmut hat auch Polaroid-Kameras genutzt, insbesondere während der Shootings für Modeaufträge. Eine spannende Auswahl ist derzeit im Kunstfoyer München zu sehen (Bild: Italien Vogue. Monte Carlo 2003).
Der Fotograf Helmut hat auch Polaroid-Kameras genutzt, insbesondere während der Shootings für Modeaufträge. Eine spannende Auswahl ist derzeit im Kunstfoyer München zu sehen (Bild: Italien Vogue. Monte Carlo 2003). (Foto: Helmut Newton Foundation)

Immer wieder toll: das Kunstfoyer. Immer geschmackssicher kuratiert, immer Eintritt frei. Dort gab es schon großartige Fotoausstellungen wie die vom leider kürzlich verstorbenen Briten Martin Parr oder von Magnum-Fotografen. Jetzt ist Helmut Newton mit seinen Polaroids zu sehen und da sollte man das Newtonsche Trägheitsgesetz überwinden, sich aufraffen und hingehen. Und abends empfehle ich sehr den Besuch des Volkstheaters, mit der Inszenierung von „Appropriate“, geschrieben vom amerikanischen Pulitzer-Preisträger Brenden Jacobs-Jenkins, ein Erbstreit-Spektakel mit der großartigen Tiroler Schauspielentdeckung Marlene Markt.

Achim Bogdahn.
Achim Bogdahn. (Foto: privat)

Achim Bogdahn ist Radiomoderator beim Bayerischen Rundfunk, moderiert auf Bayern 2 den „Zündfunk“, „Das Tagesgespräch“ und „Eins zu Eins. Der Talk“. Vor drei Jahren hat er das Buch „Unter den Wolken. Meine Deutschlandreise auf die höchsten Berge aller deutschen Bundesländer“ geschrieben, erschienen bei Heyne und btb), das zum „Spiegel“-Bestseller wurde und mit dem er seitdem auf Lesereise unterwegs ist. Mit seiner Band „Isar 12“ hat er ein Album bei Trikont veröffentlicht, als Schauspieler hat er unter anderem im Kinofilm „Trautmann“ von Marcus H. Rosenmüller und im ZDF-Krimi „München Mord“ mitgespielt.