Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien

    Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien

    Fast fühlt man sich an den bekannten Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ erinnert, in dem eine judäische Volksfront gegen die Volksfront von Judäa antritt: In Freising hat sich nach den etablierten Freien Wählern vor 14 Jahren zunächst der erfolgreiche Wählerverein „Freisinger Mitte“ gegründet. Anfang 2025 nun folgte eine Gruppierung namens „Freising für alle“. Und erst…



  • Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien

    Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien

    Fast fühlt man sich an den bekannten Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ erinnert, in dem eine judäische Volksfront gegen die Volksfront von Judäa antritt: In Freising hat sich nach den etablierten Freien Wählern vor 14 Jahren zunächst der erfolgreiche Wählerverein „Freisinger Mitte“ gegründet. Anfang 2025 nun folgte eine Gruppierung namens „Freising für alle“. Und erst…

Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien

Kommunalwahl 2026: Flucht aus den Parteien - Fetchub

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Fast fühlt man sich an den bekannten Monty-Python-Film „Das Leben des Brian“ erinnert, in dem eine judäische Volksfront gegen die Volksfront von Judäa antritt: In Freising hat sich nach den etablierten Freien Wählern vor 14 Jahren zunächst der erfolgreiche Wählerverein „Freisinger Mitte“ gegründet. Anfang 2025 nun folgte eine Gruppierung namens „Freising für alle“. Und erst kürzlich gesellte sich der Zusammenschluss „Für Freising“ dazu, der nicht einmal mehr ein Wählerverein sein möchte, sondern nur der Unterstützung einer OB-Kandidatur dient.

Doch weit von Satire entfernt, bestätigt sich in Freising möglicherweise ein Trend zu immer spezifischeren lokalen Identitäten in der Kommunalpolitik. Aus Unzufriedenheit mit etablierten Parteien und dem Wunsch nach einer bürgernäheren Politik entstehen auch andernorts immer neue Wählervereine.  Kleinere Parteien spalten sich weiter auf, einzelne Politiker schaffen sich sogar rein personenbezogene Unterstützerstrukturen.

Aber ist das wirklich neu? Schon in den 1950er-Jahren bildeten sich in Bayern kommunale Wählergemeinschaften als Alternative zu den Parteien. Je kleiner eine Kommune, desto geringer schien die Bedeutung von Weltanschauungen, gefragt war pragmatische, parteilose Politik. Erst 1978 organisierten sich diese Gruppierungen in einem Dachverband, 20 Jahre später wurden für die Landtagswahl die Freien Wähler Bayern gegründet, erst 2009 folgte mit der „Freie Wähler Bundesvereinigung“ auch eine Partei.

In Freising hat die Gründung der Freisinger Mitte (FSM) 2011 ein Beben in der kommunalpolitischen Landschaft ausgelöst, das bis heute nachwirkt. Die FSM stellt nicht nur seit 2012 in Tobias Eschenbacher den Oberbürgermeister, der 2026 allerdings nicht zur Wiederwahl antreten wird. Sie ist mit elf Sitzen größte Fraktion in dem mit neun Parteien und Gruppierungen bereits stark fragmentierten 40-köpfigen Stadtrat. Die CSU dagegen hat sich bis heute nicht von der damaligen Abspaltung erholt.

Die Freisinger Mitte entstand mit einem großen Knall

Denn die Gründung der Freisinger Mitte resultierte aus einem konkreten Konflikt mit der „Staatspartei“ CSU, genauer: deren Festhalten am Bau einer dritten Startbahn für den Münchner Flughafen. Deshalb – und aus Unzufriedenheit mit dem OB-Kandidaten Rudolf Schwaiger – traten am 1. September 2011 acht Stadträte aus der CSU-Fraktion aus, darunter Eschenbacher. Mit einem spektakulären Knall war die Freisinger Mitte geboren. Kurz darauf folgte die Vereinsgründung.  Heute hat die FSM mehr als 200  Mitglieder – und auch im Freisinger Kreistag sitzt eine siebenköpfige Fraktion.

Vergleichsweise ruhig verlief dagegen 2025 die Geburt des Wählervereins „Freising für alle“ aus der Linken, der kein konkreter Konflikt in der Sache zugrunde lag. Stattdessen ging es um grundlegende Probleme mit „der Bundesebene“ und der fehlenden Authentizität der Politiker auf höheren Ebenen, wie Nicolas-Pano Graßy sagt. Er sei als Linken-Stadtrat „immer für die Bundespolitik in Mithaftung genommen und in eine Schublade gesteckt worden“. Dabei habe er lediglich am Ort Politik machen wollen, sei mit diesem eigenständigen Kurs aber nie durchgedrungen.

Nicolas-Pano Graßy hat die Partei Die Linke verlassen, weil er mit deren Bundespolitik nicht mehr konform gehen konnte. Auf lokaler Ebene aber will er sich weiter politisch engagieren.
Nicolas-Pano Graßy hat die Partei Die Linke verlassen, weil er mit deren Bundespolitik nicht mehr konform gehen konnte. Auf lokaler Ebene aber will er sich weiter politisch engagieren. (Foto: Marco Einfeldt)

Sich stattdessen bei den Freien Wählern zu engagieren, sei nicht infrage gekommen. „Die sind auch schon eine Partei“, sagt Graßy. Und die Freisinger Mitte? Bei deren thematischen Schwerpunkten fehle ihm oft der soziale Aspekt: „Das ist keine Politik, wo ich im Ganzen dahinterstehen kann.“

„Freising für alle“ biete dagegen gezielt einen sozialen Fokus auf die Stadtpolitik. Dafür habe er Unterstützer auch aus den Reihen von SPD, CSU, Grünen und Freien Wählern gefunden – „Leute, die sich für eine Partei niemals als Listen-Kandidaten zur Verfügung gestellt hätten“. Natürlich sei die Fragmentierung des Stadtrats ein Problem, räumt Graßy ein. In anderen Ländern sei das jedoch schon lang gang und gäbe.

OB-Wahl in Freising 2026

:Neun Kandidaten und Kandidatinnen wollen auf den Chefsessel

Nachdem Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher (Freisinger Mitte) im März 2026 nicht mehr kandidiert, wird die Wahl in der Domstadt spannend wie schon lange nicht mehr.  Sieben Männer und zwei Frauen haben ihren Hut bereits in den Ring geworfen. Die SZ sagt, wer sie sind.

Von Kerstin Vogel

Generell müssten sich die etablierten Parteien dazu fragen, warum sich so viele Menschen von ihrer Politik abwenden, denkt Graßy. „Das liegt vielleicht eher an den Parteien, als an den Menschen.“ Er selbst könne die durch Umfragen belegte Parteien- und Politikverdrossenheit verstehen. Weil er aber Politik machen wolle, setze er auf den unabhängigen Verein, der nun noch 215 Unterstützerunterschriften sammeln müsse.

Und ist der nächste Schritt dann, nicht einmal mehr einen Wählerverein zu haben, sondern nur noch eine Unterstützergruppe für die Wahl einer bestimmten Person? Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger, Stadträtin der FSM, die mit „Für Freising“ diesen Weg beschreitet, um ihre Kandidatur als Oberbürgermeisterin zu ermöglichen, sieht das nicht so. Eigentlich sei das eher eine Rückbesinnung auf die Anfänge der Freien Wähler, sagt sie. Auch damals sollte geeigneten Personen jenseits von Parteien die Wahl zum Bürgermeister ermöglicht werden. Und in Freising müsse aktuell die beste Besetzung für die Nachfolge von Eschenbacher gefunden werden.

Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger (FSM) möchte sich dem Wettbewerb um das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters stellen.
Bürgermeisterin Birgit Mooser-Niefanger (FSM) möchte sich dem Wettbewerb um das Amt des Freisinger Oberbürgermeisters stellen. (Foto: Marco Einfeldt)

An dieser zentralen Stelle gehe es nicht um einen guten oder schlechten Parteipolitiker, sondern darum, einen Manager oder eine Managerin zu finden, der oder die gut darin sei, Kompromisse im Stadtrat auszuhandeln. Sie traue sich das zu und stelle sich deshalb dem Wettbewerb – sofern ihre Unterstützer die nötigen 215 Unterschriften für die Kandidatur zusammenbringen. Ihre „Partei“ seien damit „gewissermaßen alle Wahlberechtigten“.

Ob die zunehmende Zersplitterung des Stadtrats ein Problem ist? Mooser-Niefanger sieht das differenziert. Eine eigene Liste sei ihr nie in den Sinn gekommen, sagt sie. Und aus ihrer Sicht sei auch eine absolute Mehrheit in einem Gremium wie dem Stadtrat nicht unbedingt erstrebenswert, weil dann viel zu leicht einfach etwas durchgedrückt werde.

Ziel müsse stattdessen sein, dass viele Demokraten gemeinsam um die jeweils beste Lösung ringen. Insofern erlebe man vielleicht sogar eher eine Rückkehr zu den Ursprüngen der Stadtparlamente, als einfach nur honorige, direkt gewählte Vertreter gemeinsam für die Stadt entschieden hätten.