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Jetzt muss Hannover 96 nachsitzen! Zweieinhalb Wochen hatten die Niedersachen Zeit, sich u.a. mit einem Türkei-Trainingslager auf die Rückrunde in der 2. Liga vorzubereiten. Dabei wurden alte Probleme angesprochen, versucht zu beheben und Neues eingeübt. Dennoch vermasselten die Roten die erste Prüfung mit dem 1:3 in Lautern – Note 5.
Da die Aufstiegs-Konkurrenten Schalke (0:0 gegen Hertha), Elversberg (2:3 gegen Nürnberg), Darmstadt (3:3 gegen Bochum) und Paderborn (0:2 gegen Kiel) ebenfalls patzten, ist die Niederlage mit Blick auf die Tabelle nicht ganz so dramatisch. Der Abstand zum direkten Aufstiegsplatz beträgt „nur“ fünf Punkte. Aber allzu oft sollten solche Ausrutscher nicht mehr passieren. „Wir müssen schnell lernen. Wenn wir nicht lernen, wird es schwierig mit ganz hohen Zielen“, fordert 96-Boss Jörg Schmadtke (61).
Hannover 96: Schmadtke-Forderung an die Verlierer
Was er u.a. meint: Eine Führung wie in Lautern nicht mehr hergeben. Amateurhafte Fouls wie beim Platzverweis von Waniss Taibi (23) vermeiden. „Wir waren gegen Kaiserslautern nicht in der Lage, die Dinge so zu Ende zu spielen und als Sieger vom Platz zu gehen. Und dann kriegst du die unnötige Gelb-Rote Karte, spielst in Unterzahl und dann nimmt das Spiel seinen Lauf“, sagt Schmadtke und ergänzt: „Wir haben mit Kaiserslautern eine Mannschaft zurückgeholt ins Rennen, anstatt sie wegzuschieben.“
[–>Am kommenden Samstag (13 Uhr, Sky) müssen die 96-Profis gegen Düsseldorf eine Reaktion zeigen. Fortuna gewann gerade 1:0 gegen Bielefeld. Hannover ist jetzt seit vier Pflichtspielen in Serie sieglos (zwei Unentschieden und zwei Niederlagen). Das gab es unter Trainer Christian Titz (54) noch nie.
„Nach der 1:0-Führung verändern wir unser Spiel, schlagen lange Bälle und lassen Kaiserslautern ins Spiel reinkommen. Das darf uns nicht passieren und war ein großes Thema in der Winterpause“, verrät Kapitän Enzo Leopold (25) und fügt hinzu: „Der Start ist unfassbar bitter. So haben wir uns das nicht vorgestellt, da gibt es einige Sachen, die wir aufarbeiten müssen.“ Ganz im Sinne Schmadtkes.

