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Düsseldorf (NRW) – Ein US-Stahlriese greift nach einem deutschen Traditionsunternehmen: Worthington Steel will Klöckner & Co übernehmen und dafür satte 2,1 Milliarden Euro investieren!
Der Stahlverarbeiter aus den USA legte den Aktionären des traditionsreichen Düsseldorfer Stahlhändlers Klöckner & Co ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot vor. Elf Euro je Aktie bietet Worthington, wie beide Unternehmen nach der Unterzeichnung einer Zusammenschlussvereinbarung mitteilten. Damit wird Klöckner mit 2,4 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) bewertet. Vorstand und Aufsichtsrat des deutschen Unternehmens unterstützen die Offerte.
Kurs der Aktie steigt stark
Die gute Nachricht: Für die Beschäftigten gibt es zunächst Entwarnung. Im Zuge der Übernahme sind keine Entlassungen oder Standortschließungen geplant. Auch alle Betriebsvereinbarungen sollen bestehen bleiben.
Guido Kerkhoff (53), Chef von Klöckner & Co, spricht sich für die Übernahme aus
An der Börse sorgte die Ankündigung der Übernahme für einen Kurssprung. Die Aktie von Klöckner & Co legte um knapp 30 Prozent zu und stieg in der Spitze bis auf 11,16 Euro. Damit erreichte sie den höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren.
Das sagt der Chef der Traditionsfirma
Guido Kerkhoff (53), der Boss von Klöckner & Co, sieht in dem Deal große Chancen: „Der Zusammenschluss würde einen entscheidenden Schritt bei der Fokussierung auf höherwertige Produkte und Services markieren.“ Und: „Worthington Steel ist der ideale Partner, um unseren Erfolg und unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.“
Teil der Vereinbarung ist, dass der Sitz der Firma für das europäische Geschäft in Düsseldorf bleibt. Das Unternehmen soll weiterhin vom bestehenden Vorstand geführt werden. Worthington strebt den Abschluss der Übernahme für das zweite Halbjahr 2026 an.
Eine Fabrik von Worthington Steel in Ohios Hauptstadt Columbus
US-Konzern erzielte Milliarden-Umsatz
Worthington Steel ist ein börsennotierter Stahlverarbeiter. Das 1955 gegründete Unternehmen mit Sitz in Columbus im US-Bundesstaat Ohio beschäftigt rund 6000 Mitarbeiter an 37 Standorten, erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 3,8 Milliarden Dollar.
Klöckner & Co (gegründet 1906) zählt ebenfalls rund 6000 Beschäftigte, verteilt auf 110 Standorte und mehr als 90.000 Kunden – hauptsächlich in Europa und Nordamerika. 2024 setzte der Konzern etwa 6,6 Milliarden Euro um.

