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Dieser Sieg kann ein echter Brustlöser sein! Deutschland siegt bei der Handball-Europameisterschaft im letzten Vorrundenspiel gegen Spanien mit 34:32 und qualifiziert sich doch noch für die Hauptrunde. Nach der Serben-Pleite (27:30) und dem dadurch drohenden Aus eine starke Reaktion. Ein Grund für den Erfolg im maximalen Druck-Spiel: eine nächtliche Krisensitzung der Spieler im Teamhotel! Nach der Niederlage gegen Serbien geigten sich unsere EM-Profis im Radisson in Silkeborg die Meinung.
Linksaußen Lukas Mertens (29/SC Magdeburg): „Wir haben Tacheles geredet. Wir haben uns zusammengesetzt und die Einzelheiten vom Serbien-Spiel besprochen. Das haben wir heute wirklich sehr, sehr gut umgesetzt. Wir haben sowohl im Angriff als auch in der Abwehr eine gute Struktur gehabt. Man hat gesehen, dass mit dem deutschen Handball wieder zu rechnen ist.“
Und weiter: „Einige sind nach dem Serbien-Spiel, ich unter anderem auch, gegen 3 Uhr ins Bett gegangen. Wir haben uns aber noch mal zusammengerauft, und meistens ist es dann so, dass sich im Physioraum noch einige befinden. Und da haben wir halt die Dinge angesprochen, haben Kritik geäußert, haben auch Einzelkritik geäußert. Das gehört zum Sport dazu.“
[–>Ein ehrliches Gespräch unter Teamkollegen, das offenbar half. Gummersbachs Julian Köster (25): „Wir haben insgesamt sehr offen kommuniziert, was auch wichtig war. Das haben wir uns auch vorgenommen nach dem Serbien-Spiel. Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir offen und ehrlich sein. Ich glaube, heute haben wir eine gute Reaktion gezeigt.“
Neben dem mannschaftsinternen Austausch halfen auch Sitzungen mit Bundestrainer Alfred Gíslason (66). Dieser habe laut Kapitän Johannes Golla (28) die richtigen Worte gefunden. Der Isländer selbst sagt: „Ich habe eigentlich nur an ihre Stärken appelliert und dass sie an sich glauben sollen. Egal was passiert, sie sollen das auch genießen, einfach zusammen zu sein in so einem Turnier.“
Handball-EM: Deutschland trifft auf weitere Top-Teams
Die EM-Wende ist gelungen, der Fokus wird auf die Hauptrunde mit Top-Teams wie Dänemark, Frankreich und Norwegen gerichtet. Klar ist aber: Wenn die deutsche Mannschaft die Leistung aus dem Spanien-Spiel konstant abrufen kann, braucht sie sich vor keinem Gegner zu verstecken …

