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Die Formel 1 nimmt an Fahrt auf.
Vom 26. bis 30. Januar werden die elf Rennställe beim ersten Saisontest in Barcelona (Spanien) ihre neuen Boliden auf Herz und Nieren prüfen. Doch schon jetzt steigt die Betriebstemperatur der Königsklasse des Motorsports an. Mal wieder im Fokus: Red Bull und Mercedes-Boss Toto Wolff (54).
Der Teamchef und Miteigentümer der Silberpfeile hatte dem Brause-Konzern in der Vergangenheit attestiert, dass dieser in der kommenden Saison Probleme bekommen könnte. Ab 2026 greift ein neues Reglement in der Formel 1. Neben diversen Änderungen im Aerodynamik-Bereich werden die Boliden künftig mit einem zur Hälfte elektrischen Motor an den Start gehen. Red Bull tritt dabei erstmals (in Kooperation mit Ford) mit einer eigenen Antriebseinheit an.
Mercedes-Boss Wolff: „Entwicklung eines Motors ist wie der Mount Evererst“
Wolff über das zweifelsfrei ambitionierte Projekt von RB: „Das ist wie der Mount Everest, den man besteigen muss, denn unsere Motorenabteilungen sind über viele Jahrzehnte gewachsen.“ Er fügte aber an: „Gleichzeitig darf man in diesem Sport niemals jemanden unterschätzen, der die finanziellen Mittel hat, etwas von Grund auf neu aufzubauen – mit neuen Ideen, vielleicht mit einer anderen Denkweise – und am Ende mit einem Produkt herauszukommen, das eine Überraschung sein kann. Die Chancen stehen gegen sie, aber es könnte sein, dass es aus irgendeinem Grund funktioniert und fliegt.“
Versöhnliche Worte, die bei Red Bull scheinbar trotzdem nicht allzu gut ankamen. Insbesondere bei einem Ex-Angestellten von Wolff: Ben Hodgkinson (51). Der Brite arbeitete über 20 Jahre in der Motorenabteilung des deutschen Rennstalls, bevor er 2022 von RB abgeworben wurde.
Ben Hodgkinson arbeitet seit 2022 für Red Bull
Angesprochen auf die Aussagen seines ehemaligen Chefs sagte Hodgkinson: „Es gab über 14 000 Besteigungen des Mount Everests. Das scheint also eine machbare Aufgabe zu sein und ist kein guter Vergleich von Toto.“ Von dem Gerücht, dass Mercedes den besten Motor entwickelt haben soll, hält Hodgkinson nichts: „Niemand weiß, wie gut die Konkurrenz ist. Ich kann mir vorstellen, dass sie das Gerücht im Verlauf der vergangenen Saison selbst gestreut haben, um von ihrer mittelmäßigen Saison abzulenken.“
Hodgkinson erwartet einen harten Konkurrenzkampf. Der Brite: „Natürlich war die Entwicklung des Motors eine riesige Aufgabe. Wir mussten 700 Leute rekrutieren und mehrere Fabriken aufbauen. Trotzdem sind wir zuversichtlich und haben Vertrauen in unsere geleistete Arbeit.“
Wer am Ende das Rennen machen könnte, wird sich erstmals bei den Testfahrten abzeichnen.

