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Deutschlands Damen sind zum 18. Mal Europameister im Hallenhockey. Der Titelverteidiger gewann das Finale in Prag im letzten Spiel von Nationaltorfrau Julia Sonntag mit 5:2 gegen Gastgeber Tschechien.
Philine Drumm (10. Minute) hatte den frühen 0:1-Rückstand durch ein Siebenmetertor von Natalie Hajkova (2.) ausgeglichen. Im Anschluss erzielte die Mannheimerin Charlotte Gerstenhöfer (17./24.) mit ihrem Doppelpack die erstmalige Führung, ehe Charlotte Hendrix (32.) und Kapitänin Fenja Poppe (39.) auf 5:1 erhöhten. Veronika Pribikova (40.) verkürzte noch einmal für die Gastgeberinnen.
[–>Kapitänin Poppe sagt: „Ich bin überglücklich und erleichtert, dass wir das Finale gewonnen haben, nachdem wir durch alle Höhen und Tiefen in diesem EM-Turnier gegangen sind. Gefühlt waren wir schon draußen und sind dann doch ins Halbfinale eingezogen. Jetzt haben wir am Ende gewonnen und gezeigt, wie schnell und wie eng wir als Team zusammengewachsen sind. Deshalb bin ich unfassbar stolz auf die Mannschaft.“
Deutschland ist mit 18 Titeln Rekord-Europameister in der Halle. Für Torfrau Julia Sonntag war es ihr letzter Auftritt im Nationalteam. Die 34-Jährige absolvierte 105 Feld-Länderspiele und wurde zudem 2018 mit dem Hallenteam Weltmeisterin in Berlin.
Sonntag sagt: „Wir stehen jetzt hier mit einem Ergebnis, mit dem wir über den Turnierverlauf nicht gerechnet haben. Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle, nicht nur was Hockey angeht. Dass wir das krönen konnten mit so einem deutlichen Sieg und tollem Hockey, ist toll.“
Im Halbfinale am Samstagabend hatte sich Deutschland mit 3:2 im Penaltyschießen gegen Spanien durchgesetzt. Für die Entscheidung sorgte Gerstenhöfer als insgesamt zehnte Schützin. Zuvor hatte die DHB-Auswahl die Gruppenphase mit 6:0- und 5:3-Siegen gegen Irland und Belgien, einem 5:5 gegen die Schweiz und einer 3:4-Niederlage gegen Österreich als Zweiter beendet.

