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Das Top-Spiel der 2. Liga wurde zum Skandal-Spiel! Zwischen Polizei und Berliner Ultras gab es vor dem Spiel Hertha gegen Schalke schlimme Auseinandersetzungen.
Die Polizei erklärte später, Beamte seien am Eingang der Ostkurve beleidigt, mit Absperrgittern beworfen und mit Schlagwerkzeugen attackiert worden. Deshalb sei unter anderem der Einsatz von Pfefferspray notwenig gewesen.
Am Ende gab es mehr als 50 Verletzte. 21 Einsatzkräfte und 31 sogenannte „Fans“. Die Gewerkschaft der Polizei erklärte: „Es ist abscheulich, wie der eigentlich erfreuliche Anlass eines Fußball-Topspiels zu einem derartigen Gewaltexzess ausartet…“
[–>Der nächste Skandal folgte gleich am nächsten Tag. Da erklärten Präsidium und Geschäftsführung von Hertha BSC: „In den vergangenen Monaten ist aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholt der Eindruck entstanden, dass Einsatzkonzepte und polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ und…nicht mehr durchgängig deeskalierend wahrgenommen worden sind. Diese Wahrnehmung teilt auch Hertha BSC.“
Das kann man nicht falsch verstehen! Die Hertha-Bosse stellen sich eindeutig hinter ihre gewaltbereiten Ultras! Und gegen die Polizei! Ein einmaliger Vorgang im deutschen Profi-Fußball!
Dialogfloskeln statt Aufklärung
Es wird zwar wieder einmal die Bereitschaft zum Dialog bekräftigt (zum wievielten Mal eigentlich?), aber noch bevor die Ausschreitungen geprüft und abschließend bewertet worden sind, nehmen die Hertha-Bosse Partei für ihre Ultras.
Hertha-Fans formten aus Protest ein Banner mit der Aufschrift „All cops are bastards“
Diese verließen schließlich ihre Kurve, sodass aus einem ausverkauften Spitzenspiel eine bedrückende Veranstaltung wurde. Zurück ließen sie ein riesiges Banner mit der Aufschrift ACAB, was für „All cops are bastards“ steht. Das geht kaum spontan, das lässt die Vermutung aufkommen, dass die Eskalation gesucht wurde.
Spätestens seit der Wahl des inzwischen verstorbenen Kay Bernstein – dem ehemaligen Capo der Ultragruppe Harlekins Berlin – zum Präsidenten 2022, gilt Hertha BSC als Ultra-beeinflusst, wenn nicht gar als Ultra-geführt. Auch bei anderen Traditionsklubs erscheint der Umgang mit gewaltbereiten Chaoten als zu lasch. Trotzdem können sich die Innenminister der Länder nicht dazu durchringen, die Vereine an den Polizeikosten zu beteiligen.
Am Ende ihrer Erklärung wünschen die Hertha-Bosse „allen Verletzten eine schnelle Genesung“. Wenigstens da scheinen sie die Polizeibeamten mit einzubeziehen.

