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Da ist sie wieder!
Nach den US Open in New York war sich Venus Williams (45) nicht sicher, ob sie nochmal außerhalb des amerikanischen Kontinents spielen würde. „Die Reisen sind so weit“, sagte die Tennis-Legende. Nun hat sie den Trip zu den Australian Open in Melbourne doch auf sich genommen. Vom Veranstalter bekam die frühere Nummer 1 eine Wildcard. Am Sonntagvormittag deutscher Zeit (gegen 10 Uhr, Eurosport live) muss sie gegen die Serbin Olga Danilovic (24) ran. Die könnte, wie so viele Spielerinnen, Williams’ Tochter sein.
„Fünf Jahre sind vergangen, seit ich das letzte Mal hier war. Die Zeit ist wie im Flug vergangen“, sagt die siebenmalige Grand-Slam-Siegerin, die 2003 und 2017 die Australian Open gewann. Dass sie die mit Abstand älteste Spielerin in Melbourne ist, erfuhr sie erst aus der Zeitung. Klar, sie hatte in den vergangenen Monaten auch anderes zu tun. Zum Beispiel zu heiraten.
Venus Williams mit ihrem Ehemann Andrea Preti (37)
Venus heiratet vor Weihnachten
Nachdem sie ihrem Freund, dem Schauspieler Andrea Preti (37), im September in Italien das Ja-Wort gab, wiederholte sie das am 20. Dezember in Florida. „Der Tag war ein Fest. Es war einfach unsere Gelegenheit, mit Familie und Freunden zu feiern und bleibende Erinnerungen zu schaffen“, sagte sie. Bei der Australian-Open-Premiere seiner heutigen Frau war er übrigens neun Jahre alt!
Nach den US Open, wo sie in der 1. Runde ausschied, aber im Doppel mit der Kanadierin Leylah Fernandez (23) ins Viertelfinale kam, bestritt sie bis Jahresende kein Match mehr. Erst in den vergangenen Wochen sammelte sie in Auckland und Hobart Spielpraxis, wo sie allerdings jeweils in der ersten Runde gegen Magda Linette (33/Polen) und Tatjana Maria (38) unterlag. „Ich habe in diesen drei Monaten ununterbrochen trainiert. Es gab Phasen, in denen ich extrem beschäftigt war, sodass ich mir hier eine Woche oder dort drei Tage freinehmen musste, aber größtenteils habe ich versucht, wieder in Form zu kommen“, so Williams.
[–>1998 gab sie ihr Debüt in Melbourne und kam als 17-Jährige sofort ins Viertelfinale, wo gegen Lindsay Davenport (49) Schluss war und wo sie in der 2. Runde Schwester Serena (44) besiegte. Wie sieht sie sich heute im Vergleich zu damals? „Ich bin definitiv noch dieselbe Person. Ich war definitiv klar im Kopf und das bin ich immer noch. Es war eine wunderschöne Zeit, denn es gab so vieles, was ich nicht wusste. Aber gerade das Nichtwissen hat etwas Gutes, denn es ermöglicht einem einen unvoreingenommenen Blick“, wird sie beinahe philosophisch.
Und der nächste Kracher steht schon bevor. Gewinnt sie am Sonntag gegen Danilovic, könnte in der 2. Runde Coco Gauff (21) im Generationen-Duell warten. Die beiden bisherigen Begegnungen gewann Gauff 2019 in Wimbledon und 2020 in Melbourne.

