Bei Einsatz auf Golanhöhen
Israelische Soldaten stehlen 250 Ziegen aus Syrien
Die Tiere sollen ungeimpft sein und nicht markiert: Israelische Soldaten haben in einer Nacht-und-Nebel-Aktion Schafe aus Syrien über die Grenze getrieben und sie ins Westjordanland gebracht. Nun arbeitet die Militärpolizei.
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Schafe im Westjordanland
Foto: Ilia Yefimovich / AFP
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Israelische Soldaten haben 250 Ziegen aus Syrien gestohlen. Es handelt sich demnach um Mitglieder einer Infanteriebrigade. Sie waren auf den Golanhöhen im Einsatz, so meldet
es Kanal 12. Von dort brachten sie die ungeimpften und nicht gekennzeichneten Tiere auf Lastwagen zu illegalen Siedlungsaußenposten im palästinensischen Westjordanland.
Israelische Landwirte entdeckten einen Teil der Tiere demnach beim Umherlaufen auf den Golanhöhen und informierten die Armee. Die hat sich zu dem Fall geäußert und erklärt, dass der Kommandant der Truppe gerügt und die Einheit selbst vom Dienst vorerst suspendiert worden sei. Der Vorfall hat sich demnach zu Jahresbeginn in einer nebligen Nacht ereignet, wurde aber erst jetzt öffentlich.
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Fast zeitgleich zu dem ungewöhnlichen Vorfall hatten Israel und Syrien die Politik einer vorsichtigen diplomatischen Annäherung fortgesetzt: Beide Seiten vereinbarten zu Jahresbeginn einen Mechanismus, der es ihnen unter US-Aufsicht ermöglicht, etwa Geheimdienstinformationen auszutauschen und auf eine militärische Deeskalation vor Ort hinzuwirken, wie das US-Außenministerium mitteilte. Demnach sollen auch »diplomatische Kontakte und Handelsmöglichkeiten erleichtert« werden.
»Dieser Mechanismus wird als Plattform dienen, um etwaige Streitigkeiten umgehend zu klären und Missverständnisse zu vermeiden«, hieß es laut State Department in der gemeinsamen Erklärung beider Länder. Die Erklärung war bei Gesprächen in Paris ausgearbeitet worden, an denen auch der syrische Außenminister Asaad al-Shaibani teilgenommen hat.
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Israelische Soldaten auf den Golanhöhen
Foto: Anadolu / Getty Images
Syrien und Israel befinden sich seit 1948 offiziell im Kriegszustand, haben nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Baschar al-Assad im Dezember 2024 aber direkte Gespräche aufgenommen. Seither haben sich Vertreter beider Länder mehrfach getroffen.
Der jahrzehntelange Konflikt zwischen beiden Ländern dreht sich vor allem um die von Israel besetzten Golanhöhen. Im Jom-Kippur-Krieg von 1973 hatte Syrien erfolglos versucht, das von Israel im Sechstagekrieg 1967 eroberte Gebiet zurückzuerlangen – 1974 einigten sich beide Länder mit dem sogenannten Truppenentflechtungsabkommen auf einen Waffenstillstand.
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