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Alle Dämme brechen in der 94. Minute! Ein letzter Angriff – dann schlägt Ryan Naderi zu. Der Hansa-Star nimmt den Ball über rechts an und jagt ihn unhaltbar ins Kreuzeck. Das Ostseestadion explodiert. 2:1 für Hansa Rostock im Ost-Duell gegen Erzgebirge Aue – entschieden in allerletzter Sekunde.
Es ist der Moment dieses Spiels. Und vielleicht mehr als das. Mit seinem Last-Minute-Tor beschert Ryan Naderi der Kogge drei bedeutungsvolle Punkte zum Rückrundenstart. Vollkommen irre. Schon jetzt ist klar: Dieser Stürmer wird noch schwieriger zu halten sein.
Mitspieler Cedric Harenbrock adelt ihn: „Er ist so ein guter Spieler, er bringt alles mit. Ich bin froh, dass alle Leute sehen, was er kann.“
Die Choreo der Hansa-Fans erstrahlte über alle Sektoren hinweg
Schon vor dem Anpfiff liegt Spannung in der Luft. 26.343 Zuschauer machen das Ost-Duell von der ersten Minute an zum Hexenkessel. Eine riesige Choreografie zum 60. Jahresjubiläum der Kogge zieht sich über die Tribüne des Ostseestadions – ein echter Hingucker, der dem Spiel sofort Brisanz verleiht.
Auf dem Platz geht es früh zur Sache. Bereits in der zweiten Minute wird es knifflig im Strafraum. Ryan Naderi kommt im Duell mit Aues Ryan Malone zu Fall. Schiedsrichter Robert Kampka winkt ab. Zu wenig für einen Elfmeter, das Spiel läuft weiter.
Verletzungsschock und starke Torhüter
In der 12. Minute der erste Rückschlag für die Gäste. Kapitän Erik Majestschak muss verletzt vom Feld. Für ihn kommt Jonah Fabisch – ein früher Wechsel, der Aue trifft.
Kurz darauf zeigt Aue seine Offensivqualitäten. Julian Günther-Schmidt tankt sich in der 15. Minute durch die Rostocker Defensive und kommt gefährlich zum Abschluss. Doch Hansa-Keeper Benjamin Uphoff ist hellwach und pariert stark.
Danach verliert die Partie etwas an Tempo. Der große Schwung aus der Anfangsphase verpufft, das Spiel flacht ab – bis kurz vor der Pause.
[–>Traumangriff bringt Hansa in Führung
Die 44. Minute reißt die Fans wieder von den Sitzen. Schwungvoll, direkt und präzise kombiniert sich Hansa über das ganze Spielfeld. Am Ende steht Mittelfeld-Ass Jonas Dirkner goldrichtig und vollendet den perfekt vorgetragenen Angriff zum 1:0.
Alles sieht nach einer knappen Hansa-Führung zur Pause aus. Doch Sekunden vor dem Halbzeitpfiff schlägt Aue zurück. In der Nachspielzeit kommt Aue-Comebacker Marcel Bär im Strafraum frei zum Kopfball und stellt auf 1:1 (45.+5).
Nach dem Seitenwechsel bleibt es eng. In der 60. Minute hat Aue die nächste große Chance. Mika Clausen scheitert aus zwölf Metern an Benjamin Uphoff. Zuvor hatte FCH-Verteidiger Viktor Bergh den Ball vertändelt – dieses Mal ohne Folgen.
Und dann kommt dieser letzte Angriff. Naderi schlägt in der 94. Minute eiskalt zu und schießt Hansa Rostock mit seinem Treffer in der Schlusssekunde zum 2:1-Sieg gegen Erzgebirge Aue.

