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Categorie: Nieuws

  • Leïla Slimani über Identität: „Wenn man als Kind gedemütigt wird, bricht etwas in einem, für immer“

    Leïla Slimani über Identität: „Wenn man als Kind gedemütigt wird, bricht etwas in einem, für immer“

    Eine Bar im 9. Arrondissement von Paris, neun Uhr früh, Montmartre ist nicht weit. Leïla Slimani hat hier ihre Gewohnheiten, alle kennen sie. Sie bestellt einen Grüntee mit etwas Honig in einem Schälchen dazu. Slimani, 44, ist aus Portugal angereist, wo sie seit ein paar Jahren lebt. Es ist laut in der Bar. Aber das stört sie nicht in ihrem Redefluss, sie spricht druckreif.

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    News-Überblick: Das sind die Nachrichten des Tages

    Markus Söder soll einen Deal über zwei Pandas für den Tierpark Hellabrunn mit China in die Wege geleitet haben, zwei OB-Kandidaten verließen bei einer Podiumsdiskussion um die SEM-Gebiete aus Protest gegen einen AfD-Stadtrat den Saal,  München muss seine Kunstrasenplätze umweltfreundlicher machen und mehr.

  • Strommarkt: Grünes Licht für Gaskraftwerke

    Strommarkt: Grünes Licht für Gaskraftwerke

    Zwei Züge fahren aufeinander zu am deutschen Strommarkt, jedenfalls bisher. Einerseits wächst der Anteil erneuerbarer Energien, Jahr um Jahr. Andererseits ist Deutschland beherzt aus konventionellen Energien ausgestiegen: Die Atomkraftwerke sind schon stillgelegt, die Kohlekraftwerke sollen bis spätestens 2038 folgen. Aber was heißt das in jenen Stunden, in denen mal weder Wind noch Sonne viel Strom erzeugen? Welche Kraftwerke sollen dann einspringen, wenn viele schon abgeschaltet sind?

    Nach langem Ringen gibt es jetzt eine Lösung: eine von der EU abgesegnete „Kraftwerksstrategie“. Demnach kann die Bundesregierung noch 2026 insgesamt zwölf Gigawatt neue Kraftwerksleistung ausschreiben. Um den Bau der Kraftwerke, die 2030 oder 2031 ans Netz gehen sollen, können sich Unternehmen bewerben – wer mit der geringsten Förderung auskommt, erhält den Zuschlag. Auch bestehende Kraftwerke können sich bewerben, wenn sie nicht auf anderem Wege schon gefördert werden. Von diesen zwölf Gigawatt sollen zehn auch einem „Langlaufkriterium“ entsprechen. Sie müssen jederzeit mindestens zehn Stunden am Stück laufen können – das kommt Gaskraftwerken entgegen. Weitere zwei Gigawatt müssen diesem Kriterium nicht entsprechen, werden also technologieoffen ausgeschrieben.

    Die Einigung liegt ziemlich auf der Linie, die schon Habeck vereinbart hatte

    Alle neuen Gaskraftwerke sollen sich auch auf Wasserstoff umrüsten lassen. Das ist wichtig, um die Klimaziele einzuhalten: Deutschland soll ab 2045 klimaneutral wirtschaften, fossiles Erdgas verträgt sich damit nicht. Um die Umstellung auf Wasserstoff vorzubereiten, will der Bund den Weg für eine gezielte Unterstützung solcher Kraftwerke frei machen: Jeweils zwei Gigawatt – das entspricht jeweils rund vier bis fünf Gaskraftwerksblöcken – sollen hier auf Wasserstoff umgestellt oder gleich als Wasserstoff-Kraftwerke errichtet werden. Auch dies soll über Ausschreibungen laufen. Und langfristig soll ein sogenannter Kapazitätsmarkt Kraftwerke dafür entlohnen, dass sie für Engpässe zur Verfügung stehen, auch wenn sie im Rest des Jahres nicht genug Geld verdienen. Die Ausschreibungen sind dafür nur die Vorstufe.

    Mit den zunächst zwölf Gigawatt liegt die Einigung ziemlich auf der Linie dessen, was schon die Vorgängerregierung mit Brüssel vereinbart hatte. Auch Ex-Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte sich mit der Kommission 2023 auf denselben Umfang neuer Kraftwerke verständigt, wenngleich mit einem stärkeren Wasserstoff-Anteil. Auch damals waren der Einigung monatelange Gespräche vorausgegangen. Die EU sieht in dem Unterfangen tendenziell eine Wettbewerbsverzerrung, weil so mit staatlicher Unterstützung zusätzliche Kapazitäten auf den Markt kommen. Umgesetzt wurde diese Vereinbarung allerdings nie: Erst zerbrach die Koalition, dann verloren die Sozialdemokraten die Lust an der Strategie; die Minderheitsregierung hätte dafür Stimmen auch der Union gebraucht.

    Stattdessen verständigten sich Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag darauf, „bis zu 20 Gigawatt an Gaskraftwerksleistung“ bauen zu wollen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) machte daraus später „mindestens 20 Gigawatt“. Nur hatte sie die Rechnung ohne die EU-Kommission gemacht. Die Koalition wiederum dimmte ihr Ziel im November auf zehn Gigawatt runter, von denen acht dem „Langlaufkriterium“ entsprechen sollten – um jetzt doch auf der Linie der einstigen Habeck-Einigung zu enden. „Die Ministerin hat wertvolle Zeit vertändelt“, sagte Grünen-Energiepolitiker Michael Kellner der Süddeutschen Zeitung. „Mit Habecks Kraftwerksstrategie wäre sie schneller gewesen.“ Reiches „Blütenträume“ seien an Brüssel zerschellt.

    Die Ministerin selbst sprach am Donnerstag von einem „entscheidenden Schritt für die Versorgungssicherheit in Deutschland“, der auch der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie nutze und die Klimaziele erreichen helfe. Als Nächstes muss die Einigung nun in einen Gesetzentwurf münden – der dann abermals von der EU-Kommission geprüft wird. Erste Ausschreibung könnten bestenfalls im Sommer 2026 über die Bühne gehen, hieß es in Ministeriumskreisen.

  • Sendling-Westpark: Schwerer Unfall mit Fahrerflucht – Polizei sucht Zeugen

    Sendling-Westpark: Schwerer Unfall mit Fahrerflucht – Polizei sucht Zeugen

    Bei einem schweren Verkehrsunfall mit Fahrerflucht ist am frühen Donnerstagabend eine erwachsene Person in München schwerst verletzt worden. Wie die Polizei am Abend mitteilte, ereignete sich der Unfall im Bereich der Hansastraße 51 um kurz vor 17.30 Uhr.

    Das Unfallopfer wurde dabei auf der Fahrbahn angefahren, der Unfallverursacher entfernte sich danach mitsamt seinem Pkw vom Ort des Geschehens. Das Unfallopfer wurde ins Krankenhaus gebracht und wird intensivmedizinisch betreut. Angaben zum Alter und Geschlecht des Unfallopfers können derzeit nicht gemacht werden, wie die Polizei mitteilte. Unklar ist bislang auch, um welches Auto-Modell es sich bei dem Unfallwagen handelt.

    Die Polizei München bittet Zeugen, die gegen 17.30 Uhr im Bereich der Hansastraße eine Beobachtung gemacht haben, die zur Aufklärung des Unfallhergangs oder zur Identifikation des Unfallverursachers beiträgt, sich unter der Telefonnummer 089 2910 0 zu melden oder direkt an eine Polizeidienststelle zu wenden.

  • Kochschule für Geflüchtete: Wir backen uns die Zukunft

    Kochschule für Geflüchtete: Wir backen uns die Zukunft

    Alltag auf den sandigen Straßen im Viertel Baco Djicoroni in Malis Hauptstadt Bamako: Kinder spielen hier Fußball, Motorrad-Taxifahrer hocken um ein Tee-Stövchen, ein Fischhändler preist seine Ware an – eine Schule für Tortenkunst und feines Gebäck würde man in diesem Umfeld eher nicht erwarten. Der weiß gestrichene Flachbau liegt nur hundert Meter vom Niger entfernt, dessen braune Wassermassen sich träge zwischen Palmen und verfallenen Kolonialvillen dahinschieben. Den Weg zum richtigen Gebäude weist der Schriftzug „GPP Culinary School“, wobei GPP für Groupe Gastronomique Professionnel steht. Wer nun noch den Duftfäden nach süßem Teig, nach Vanille und Butter folgt, landet in einem geräumigen, hellen Saal im ersten Stock.

  • Kolumne „Eigener Herd“: Gesund kochen mit Ingwer

    Kolumne „Eigener Herd“: Gesund kochen mit Ingwer

    Zwischen Veganuary und Völlerei liegt ein genussvoller Mittelweg: Die buddhistische Küche, die  nicht auf radikalen Verzicht setzt, sondern auf  vielfältige Zutaten und kräftige Aromen. Ingwer, die Heilpflanze des Jahres 2026, spielt dabei eine Schlüsselrolle.

  • Deutschland bei der Handball-EM: Nervenstark dem „Anti-Handball“ getrotzt

    Deutschland bei der Handball-EM: Nervenstark dem „Anti-Handball“ getrotzt

    Zwei Minuten vor dem Ende nahm der Hauptdarsteller des Abends die Sache höchstselbst in die Hand: Die renitenten Österreicher hatten sich tatsächlich noch einmal auf drei Tore herangearbeitet, Sebastian Frimmel, mit neun Treffern bester Schütze des Abends und mit reichlich Selbstvertrauen gesegnet, trat zum Strafwurf an die Siebenmeterlinie. Doch Wolff baute seinen knapp zwei Meter großen Körper zur unüberwindlichen Mauer auf und parierte den Strafwurf. Damit war der Widerstand der Österreicher gebrochen, Deutschland feierte mit dem 30:27-Sieg einen gelungenen Einstand in das EM-Turnier, wo das Ziel der DHB-Auswahl mindestens das Erreichen des Halbfinals ist.

    Mit dem Ergebnis war Trainer Alfred Gislason zufrieden, gleichwohl sagten seine Gesichtszüge etwas anderes. Denn die Österreicher, nicht erst seit dem Remis bei der vergangenen EM so etwas wie ein Angstgegner der Deutschen, brachten diese nach einer phasenweise überzeugenden Leistung in der Endphase noch in Bedrängnis. An der Abwehr wollte der Bundestrainer keine Kritik üben, selbige sei „sehr stark“ gewesen, aber der Angriff ließ aus seiner Sicht zu wünschen übrig: „Da haben wir zu viele Fehler gemacht, teilweise das leere Tor nicht getroffen, da müssen wir uns wirklich steigern.“

    Die Österreicher entpuppten sich einmal mehr als der unangenehme Gegner, denen der überragende Wolff vor dem Spiel „Anti-Handball, den keiner sehen will“, attestiert hatte. Eine Einlassung, die beim Gegner die letzten Reste an Motivation aktiviert habe, wie sein Gegenüber Constantin Möstl, der ebenfalls eine sehr starke Leistung bot, vor dem Spiel angemerkt hatte.

    Alfred Gislason

    :Der größte Fan seines Teams

    Mehr als 100 Länderspiele hat Alfred Gislason als Bundestrainer mittlerweile gesammelt. Doch sein Vertrag endet 2027, die Abschiedstour beginnt – dabei macht es ihm mit seinen Spielern gerade besonders viel Spaß.

    Von Carsten Scheele

    Was der deutsche Torhüter damit gemeint hatte, trugen die Österreicher nach dem schnellen 1:4-Rückstand gegen die DHB-Auswahl zur Schau: Trainer Iker Romero, als Aktiver 2005 Weltmeister, nahm Möstl vom Feld und brachte den siebten Feldspieler. Das ist sein bevorzugtes Mittel, um einen scheinbar überlegenen Gegner aus dem Rhythmus zu bringen. Die Österreicher nahmen fortan Tempo aus der Partie und spielten lange Angriffe, was den Gegner Nerven kostet und Geduld erfordert, beides wurde von der deutschen Abwehr allerdings mit zunehmender Spieldauer immer besser aufgebracht. Weil auch die Österreicher eine bissige Abwehr zu stellen wussten, blieb es eine torarme Partie, die beiden Torhüter waren die prägenden Akteure. Der siebten Feldspieler birgt bekanntermaßen das Risiko des verwaisten Tores, doch die deutschen Werfer, einmal auch Wolff, verfehlten zu oft den leeren Kasten des Gegners.

    Auch Gruppengegner Spanien hat Probleme beim Auftaktsieg gegen Serbien

    Trotz der ausgelassenen Chancen setzten sich der Favorit immer weiter ab, was an den beiden großen Pluspunkten dieser jungen deutschen Mannschaft lag: Zum einen bildeten Kapitän Johannes Golla und der Gummersbacher Nationalteam-Novize Tom Kiesler im Innenblock eine herausragende Abwehr, die den zu Spielbeginn phasenweise stockenden Angriff kaschierte. Und dann konnten die Deutschen die Offensive dank ihres breiten Kaders besser ins Spiel bringen, was vor allem am flinken Spielmacher Juri Knorr, der anfangs auf der Bank geblieben war, sowie EM-Debütant Miro Schluroff lag.

    Zur Pause führte das DHB-Team 12:8, blieb nach dem Wechsel erst souverän, verpasste es allerdings, den Österreichern vorzeitig den Zahn zu ziehen. „Wir versäumen es zehn Minuten vor Ende und fünf Toren Vorsprung, das Spiel endgültig zu ziehen“, monierte Gislason in der ARD. Ein Sonderlob spendierte der Isländer dagegen neben seiner Abwehr auch Kapitän Johannes Golla, mit sieben Treffern erfolgreichster Werfer, sowie den Außen Lukas Zerbe (6 Tore) und Lukas Mertens (2). Den Turnier-Flow, der das Team ins Halbfinale tragen soll, gelte es aber noch zu finden: „Es gibt vieles, was wir noch besser machen müssen.“

    Im zweiten Spiel der Gruppe A behielt der zweimalige Europameister Spanien erwartungsgemäß mit 29:27 Toren die Oberhand. Dabei wurde es in einer Partie, die von den Iberern lange kontrolliert wurde, in der Schlussphase nochmals eng, letztlich sicherte der nicht immer überzeugende Magdeburger Torhüter Sergey Hernandez den Spaniern den gelungenen Turniereinstand. Am Samstag trifft Deutschland im zweiten Gruppenspiel auf Serbien.

  • Debatte über Sanktionen So will die EU den Iranern beim Regimesturz helfen

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    Debatte über Sanktionen

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    Aus Limassol auf Zypern berichtet

    Timo Lehmann

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    EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf Zypern: Solidarität mit Protesten

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    Kinothriller »The Housemaid« Die eineinhalb Gesichtsausdrücke der Sydney Sweeney Hollywoods umstrittener Star

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    Hollywoods umstrittener Star spielt im Thriller »The Housemaid« eine Frau in existenzieller Not. Der Film präsentiert eine hanebüchene Handlung und begrenztes Schauspiel – und ist doch auch großartige Unterhaltung.

    Wolfgang Höbel

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    Schauspielerin Sweeney: Manchmal, wenn es dramatisch wird, staunt sie mit geschlossenen Lippen

    Foto: Daniel McFadden / Leonine

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  • Neue Studie In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen Die Wohnungsnot hat bundesweit

    Neue Studie In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen Die Wohnungsnot hat bundesweit

    Neue Studie

    In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen

    Die Wohnungsnot hat bundesweit einen Rekordwert erreicht, und die Lage soll sich erst mal nicht bessern. Zu dem Ergebnis kommt das Pestel-Institut in einer neuen Studie. Vor allem westliche Bundesländer seien betroffen.

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    Berlin: In Lichtenberg entstehen 1548 Sozialwohnungen

    Foto: Jens Kalaene / dpa

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    Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des Pestel-Instituts bereits Ende 2024 einen Rekordstand von bundesweit 1,4 Millionen fehlenden Wohnungen erreicht. Die Lage soll sich in den nächsten Jahren laut einer neuen Studie nicht bessern, erklärte Pestel-Chefökonom Matthias Günther in Berlin. Für die nähere Zukunft erwartet das Institut den Bau von lediglich rund 200.000 neuen Wohnungen pro Jahr, etwa halb so viele wie der angenommene jährliche Bedarf. Der Wohnungsmangel ist der Analyse zufolge zur Wirtschaftsbremse geworden.

    »Die Lösung der sozialen Frage dieser Zeit, wie es die Politik gern formuliert, ist auch die notwendige Voraussetzung für eine wirtschaftliche Belebung des Landes«, sagte Günther. Auftraggeber der Studie war das Bündnis Soziales Wohnen, ein Zusammenschluss des Deutschen Mieterbunds, der IG Bau, der Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau und anderer Organisationen. Am stärksten unter der Entwicklung leiden wegen ihrer begrenzten Einkommen demnach die junge Generation bis 25, ältere Menschen und Menschen mit Behinderung.

    »Wir müssen junge Menschen heute komplett zu den benachteiligten Gruppen zählen«, sagte Günther. Und viele ältere Großstadtbewohner könnten sich nach dem Ende des Arbeitslebens ihre Mietwohnungen nicht mehr leisten. »Die müssen dort wegziehen, weil sie das Wohnen dort nicht mehr bezahlen können.« In den nächsten Jahren werde das Problem nicht kleiner, sondern eher größer, prophezeite der Ökonom.Im Westen ist das Problem größer als im OstenIn absoluten Zahlen liegen die beiden größten und bevölkerungsreichsten Bundesländer an der Spitze: In Nordrhein-Westfalen fehlten Ende 2024 demnach 376.000 Wohnungen, in Bayern 233.000. Den Gesamtbedarf bis 2030 schätzt das Pestel-Institut auf bis zu 2,4 Millionen neue Wohnungen.

    Doch ganz generell ist das Problem laut Pestel im Westen größer als im Osten: »Ostdeutschland sieht vom Wohnungsangebot her in dem Bereich deutlich besser aus, als die meisten westdeutschen Länder«, sagte Günther. Als Grund nannte der Wissenschaftler die starke kommunale und genossenschaftliche Wohnungswirtschaft in den neuen Ländern.Das Bündnis Soziales Wohnen forderte einen Bund-Länder-Pakt für den Wohnungsbau, insbesondere den Bau von mehr Sozialwohnungen. Der Staat müsse immer höhere Leistungen für die Unterstützung bei den Wohnkosten aufbringen, sagte Mieterbunds-Präsidentin Melanie Weber-Moritz. »Und das kombiniert mit den Zwangsumzügen ist für uns eine Situation, die nicht mehr tragbar ist. (…) Wir brauchen mindestens zwei Millionen Sozialwohnungen in den kommenden Jahren.«

    Hauptproblem »nicht die Migration, sondern die Wohnungsnot«Ganze Bevölkerungsgruppen würden mittlerweile von der Wohnung ausgeschlossen und diskriminiert, kritisierte Janina Bessenich, die Bundesgeschäftsführerin der Caritas Behindertenhilfe und Psychiatrie. »Es ist tatsächlich nicht die Migration das Hauptproblem in unserer Gesellschaft, sondern die Wohnungsnot.«

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    Die Berechnungen basieren auf Daten der statistischen Ämter. Zwar steht in Deutschland geschätzt auch eine siebenstellige Zahl von Wohnungen leer. Doch deren Wiedervermietung würde nach Einschätzung des Pestel-Instituts das Wohnungsproblem vornehmlich im Westen nicht lösen, da der Leerstand in jenen ländlichen Regionen am höchsten ist, in denen auch der Bedarf geringer ist.

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