Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Was Trumps Politik für den US-Tourismus bedeutet

    Herbert Bopp will erst einmal nicht wieder in die USA reisen. “Wir gehörten jahrzehntelang zu denen, die liebend gerne das Nachbarland im Süden besuchten”, schreibt der gebürtige Deutsche, der seit vielen Jahren in Kanada lebt, in seinem Blog. Seit Trumps “Attacken” sei er aus Protest nicht mehr in den USA gewesen. “Er will Kanada zum 51. Bundesstaat…



  • Neue Hürden: Brexit erschwert das Reisen

    Seinen britischen Pass wollte John Francis nicht mehr haben, nachdem der Brexit am 1. Februar 2020 endgültig vollzogen war. Stattdessen beantragte er die deutsche Staatsbürgerschaft – und konnte so auch weiterhin als EU-Bürger auf Reisen gehen. John Francis vermittelt mit seinem Unternehmen Britain.de von der deutschen Kleinstadt Obertshausen aus Ferienhäuser in England, Schottland und Wales. Der…



  • Wie Touristenorte Urlauber zur Kasse bitten

    Susanne Meier lässt sich von dem hohen Preis nicht abschrecken: Die 39-Jährige ist bereits zweimal in Bhutan gewesen, dem Land mit der weltweit höchsten Übernachtungssteuer für Touristen. Derzeit werden dort pro Person und Tag 100 US-Dollar fällig – zusätzlich zu den auch sonst nicht gerade günstigen Preisen für Unterkunft und Verpflegung. “Die Menschen dort wollen…



  • Fake-Reviews führen Reisende in die Irre

    Geradezu überschwänglich fällt das Lob des Mannes aus, der sich “Dan” nennt: “Die Zimmer sind ein absoluter Traum: geräumig, stilvoll eingerichtet und bis ins Detail durchdacht”, schreibt er in der Google-Kommentarspalte des Flamingo-Hotels in Timmendorfer Strand an der deutschen Ostseeküste. “Besonders hervorheben möchten wir die Sauberkeit und den herrlichen Ausblick – einfach wundervoll!”. “Anja” dagegen…



  • Was Trumps Politik für den US-Tourismus bedeutet

    Herbert Bopp will erst einmal nicht wieder in die USA reisen. “Wir gehörten jahrzehntelang zu denen, die liebend gerne das Nachbarland im Süden besuchten”, schreibt der gebürtige Deutsche, der seit vielen Jahren in Kanada lebt, in seinem Blog. Seit Trumps “Attacken” sei er aus Protest nicht mehr in den USA gewesen. “Er will Kanada zum 51. Bundesstaat…



  • Neue Hürden: Brexit erschwert das Reisen

    Seinen britischen Pass wollte John Francis nicht mehr haben, nachdem der Brexit am 1. Februar 2020 endgültig vollzogen war. Stattdessen beantragte er die deutsche Staatsbürgerschaft – und konnte so auch weiterhin als EU-Bürger auf Reisen gehen. John Francis vermittelt mit seinem Unternehmen Britain.de von der deutschen Kleinstadt Obertshausen aus Ferienhäuser in England, Schottland und Wales. Der…



  • Wie Touristenorte Urlauber zur Kasse bitten

    Susanne Meier lässt sich von dem hohen Preis nicht abschrecken: Die 39-Jährige ist bereits zweimal in Bhutan gewesen, dem Land mit der weltweit höchsten Übernachtungssteuer für Touristen. Derzeit werden dort pro Person und Tag 100 US-Dollar fällig – zusätzlich zu den auch sonst nicht gerade günstigen Preisen für Unterkunft und Verpflegung. “Die Menschen dort wollen…



  • Fake-Reviews führen Reisende in die Irre

    Geradezu überschwänglich fällt das Lob des Mannes aus, der sich “Dan” nennt: “Die Zimmer sind ein absoluter Traum: geräumig, stilvoll eingerichtet und bis ins Detail durchdacht”, schreibt er in der Google-Kommentarspalte des Flamingo-Hotels in Timmendorfer Strand an der deutschen Ostseeküste. “Besonders hervorheben möchten wir die Sauberkeit und den herrlichen Ausblick – einfach wundervoll!”. “Anja” dagegen…

Auteur: admin

  • Was Trumps Politik für den US-Tourismus bedeutet

    Herbert Bopp will erst einmal nicht wieder in die USA reisen. “Wir gehörten jahrzehntelang zu denen, die liebend gerne das Nachbarland im Süden besuchten”, schreibt der gebürtige Deutsche, der seit vielen Jahren in Kanada lebt, in seinem Blog. Seit Trumps “Attacken” sei er aus Protest nicht mehr in den USA gewesen. “Er will Kanada zum 51. Bundesstaat machen, beleidigt unseren Premierminister und macht sich lächerlich über alles, was nach Ahornsirup riecht”, so Bopp. “So jemanden sollen wir mit unseren feinen kanadischen Dollars unterstützen? Ganz sicher nicht.”

    Ein Einzelfall ist der 76-Jährige damit nicht. Daten der kanadischen Statistikbehörde zufolge lag die Zahl der Kanadier, die von einem USA-Trip zurückkehrten, im Februar um 23 Prozent unter dem Wert desselben Vorjahresmonats. Der Unternehmerverband der US-Tourismusbranche, die US Travel Association, sah sich schon vor Wochen genötigt, angesichts des sich zuspitzenden Konflikts auf die Bedeutung der kanadischen Reisenden für die US-Wirtschaft hinzuweisen. “Kanada ist das wichtigste Herkunftsland der internationalen Besucher in den Vereinigten Staaten”, heißt es in der Pressemitteilung. 20,4 Millionen Reisende aus dem Nachbarland hätten im vergangenen Jahr während ihres Aufenthalts insgesamt 20,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben und so den Erhalt von 140.000 Jobs garantiert. Eingehender will man sich bei dem Verband nicht zu den aktuellen Entwicklungen äußern. Das gilt auch für die Hoteliervereinigung AHLA (American Hotel & Lodging Association).

    Touristen vor Hollywood-Schriftzug in Los Angeles, USA
    72 Millionen Touristen besuchten die USA im vergangenen JahrBild: Barbara Munker/dpa/picture alliance

    Die USA wollten sich von ihrer besten Seite zeigen

    Eigentlich hofft die US-Tourismuswirtschaft auf einen Boom, finden doch in den kommenden Jahren nacheinander Fußball-Weltmeisterschaft (2026), Olympische Spiele (2028), Rugby World Cup (2031) und Olympische Winterspiele (2034) im Land statt. Zuletzt, vor dem Amtsantritt von Donald Trump, hatte der US-Tourismus im internationalen Vergleich nachgelassen. Laut offizieller Statistik der US-Tourismusbehörde National Travel and Tourism Office kamen 2024 etwas mehr als 72 Millionen internationale Besucher in den USA an. In den Jahren 2018 und 2019 waren es noch fast 80 Millionen. Frankreich und Spanien haben die USA als beliebteste Reiseländer überholt. Hinter den Kanadiern stellen die Mexikaner mit knapp 17 Millionen die zweitgrößte Gruppe der Gäste in den USA, gefolgt von Briten (vier Millionen), Indern (2,2 Millionen) und Deutschen (2 Millionen). Angesichts der bevorstehenden Sport-Großereignisse wollten sich die USA der Welt von ihrer besten Seite präsentieren, um die verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen.

    Zoll- und Grenzschutzbehörde am Flughafen Liberty International in Newark, USA
    An den internationalen US-Flughäfen wurden die Einreisekontrollen verschärftBild: Nicolas Economou/NurPhoto/picture alliance

    Stattdessen gibt es nun zunächst einmal einen Reisebann für Staatsangehörige mehrerer überwiegend muslimischer Staaten, eine restriktivere Visavergabe, verschärfte Einreisekontrollen und eine strengere Abschiebepolitik. Nachdem zuletzt mehrere deutsche Staatsbürger bei der Ankunft in den USA festgenommen worden waren, weist das Auswärtige Amt in Berlin nun ausdrücklich auf die gestiegenen Anforderungen hin: Vorstrafen, falsche Angaben zum Aufenthaltszweck oder eine Überschreitung der Aufenthaltsdauer könnten zu Festnahme und Abschiebung führen, heißt es auf der entsprechenden Internetseite. Schon Ende Februar hatte es eine Aktualisierung der Reisehinweise gegeben: Steht im Pass der Geschlechtseintrag “X” oder weicht der Geschlechtseintrag vom Geschlechtseintrag bei der Geburt ab, solle man unbedingt vor der Reise eine US-Auslandsvertretung kontaktieren. Als eine seiner ersten Amtshandlungen hatte US-Präsident Donald Trump im Januar einen Erlass unterzeichnet, demzufolge in den USA nur zwei Geschlechter anerkannt werden, männlich und weiblich.

    US-Reiseveranstalter verzeichnet Rückgang der Nachfrage

    Auch in Deutschland scheint derzeit der eine oder andere Urlauber seine US-Reisepläne zu hinterfragen. Das hat zumindest Timo Kohlenberg festgestellt, Geschäftsführer von America Unlimited, einem Veranstalter für Reisen in die USA und nach Kanada. “Seit März gibt es einen spürbaren Rückgang der Nachfrage”, sagt er. Immer häufiger bekomme er von Kunden mit Verweis auf die derzeitige US-Politik zu hören, man wolle diesmal lieber nach Kanada fahren. Nicht für einen generellen Trend hält das allerdings Martin Lohmann von der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen, der sich seit vielen Jahren mit dem touristischen Reiseverhalten beschäftigt. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass sich die Mehrheit nicht von politischen Ereignissen bei der Wahl des Urlaubsortes beeinflussen lasse. “Wir hatten schon einmal vier Jahre Trump”, sagt Lohmann. “Das hatte auch keine großen Auswirkungen auf den Tourismus.”

    Touristen in Gondel des Stowe Mountain Resort, Stowe, Vermont, USA
    Vermont gehört zu den US-Bundesstaaten mit besonders hohem Anteil kanadischer TouristenBild: Ronen Tivony/ZUMA/picture alliance

    Zumindest in den Regionen der USA mit hohem Touristenaufkommen aus Kanada sieht das derzeit anders aus. In Vermont etwa, unweit der kanadischen Grenze, berichten lokale Medien seit Wochen von Stornierungen aus dem Nachbarland, ebenso in den angrenzenden Bundesstaaten Maine und New York. Dort fuhr auch Herbert Bopp immer wieder gerne hin. “Doch damit ist Schluss”. Zwar täten ihm die US-Amerikaner leid, die Trumps Vorgehen nicht unterstützen und ebenfalls von einem Boykott betroffen seien: “Aber es geht um die Message.” Ob die mittlerweile auch in Washington angekommen ist?

  • Neue Hürden: Brexit erschwert das Reisen

    Seinen britischen Pass wollte John Francis nicht mehr haben, nachdem der Brexit am 1. Februar 2020 endgültig vollzogen war. Stattdessen beantragte er die deutsche Staatsbürgerschaft – und konnte so auch weiterhin als EU-Bürger auf Reisen gehen. John Francis vermittelt mit seinem Unternehmen Britain.de von der deutschen Kleinstadt Obertshausen aus Ferienhäuser in England, Schottland und Wales. Der Brexit hatte nicht nur für ihn persönlich Folgen. “Zeitweilig gab es große Unsicherheit bei meinen Kunden”, sagt er. “Was wird künftig verlangt zur Einreise? Gibt es eine Visumpflicht? Braucht man einen Reisepass?” Das habe sich lange auch auf die Buchungszahlen für Reisen ins Vereinigte Königreich ausgewirkt.

    Genau zu beziffern sind die Folgen des Brexit für die Reisebranche allerdings nicht, fiel er doch mit dem Beginn der Corona-Pandemie zusammen, die zu einen weltweiten Zusammenbruch des Tourismus führte. Darauf verweist man auch beim offiziellen britischen Tourismusverband Visit Britain: Wie sich der Brexit zahlenmäßig ausgewirkt hat, könne man nicht genau sagen, teilt eine Sprecherin mit. “Dazu sind die Entwicklungen der vergangenen Jahre zu komplex.” Stattdessen verweist Visit Britain auf die zuletzt wieder deutlich gestiegenen Besucherzahlen.

    Historischer Souvenirshop und Erfrischungen in Land's End, Großbritannien
    38 Millionen Besucher kamen 2023 nach Großbritannien. Das Foto zeigt Land’s End in CornwallBild: Angela to Roxel/imageBROKER/picture alliance

    Für EU-Bürger ist die Einreise komplizierter

    Die Urlauberstatistik belegt allerdings auch, dass, während Länder wie Italien, Spanien und Frankreich nach dem Ende der Corona-Pandemie 2023 schon wieder neue Touristenrekorde feierten, das Vereinigte Königreich mit 38 Millionen Besuchern noch deutlich hinter der Zahl von 2019 lag (40,9 Millionen). Dazu kommt: Die Zahl der Reisenden aus den USA, aus Kanada und Australien hatte 2023 den Wert von 2019 bereits wieder übertroffen, für Urlauber aus den europäischen Nachbarstaaten dagegen galt das nicht. Kein Wunder: vor allem für deren Bürger bedeutete der britische EU-Austritt neue Hürden.

    Ein gutes Beispiel sind Klassenfahrten. Veranstalter, die solche anbieten, leiden bis heute massiv unter den Auswirkungen des Brexit. Der britische Unternehmerverband Tourism Alliance klagte schon vor einiger Zeit, die neuen Reisepass-Regeln hätten die Zahl der Besuche in diesem Marktsegment regelrecht einbrechen lassen. Der jährliche Verlust für die Wirtschaft belaufe sich auf mehrere hundert Millionen Pfund. Seit 2021 müssen auch EU-Bürger bei der Einreise ins Vereinigte Königreich einen Reisepass vorlegen. Der Personalausweis reicht nicht mehr.

    In der Tourismusbranche fehlen Arbeitskräfte

    Was das im Alltag bedeutet, weiß Christoph Knobloch, Geschäftsführer des auf Gruppen- und Studienreisen spezialisierten deutschen Unternehmens CTS Reisen. Die zusätzlichen Kosten für den Reisepass wirkten vor allem bei jüngeren Schülern abschreckend. Dazu komme, dass Schüler ohne EU-Staatsbürgerschaft anders als bisher nun auch ein Visum benötigen. Die Kosten lägen bei bis zu 300 Euro, wobei ungewiss sei, ob man die Einreisegenehmigung überhaupt bekommt. “Der organisatorische Aufwand ist immens und viele Lehrer möchten hier kein Risiko eingehen”, so Knobloch.

    Gastronomie im The Dorchester Hotel London, Großbritannien
    Vor allem in Hotels und Restaurants ist der Arbeitskräftemangel spürbarBild: Kirsty Wigglesworth/AP Photo/picture alliance

    Am deutlichsten werden die Folgen des EU-Austritts für die britische Tourismusbranche im Bereich des Arbeitskräftemangels. Da EU-Bürger nun ein Arbeitsvisum brauchen, um im Vereinigten Königreich berufstätig zu sein, haben zehntausende Arbeitnehmer das Land verlassen. Angaben der schottischen Regierung zufolge verzeichnete in manchen Gegenden fast jeder zweite touristische Betrieb einen Personalrückgang. Das hat auch Ferienhausvermittler John Francis festgestellt. “Für viele touristische Betriebe ist es schwierig, den gewohnten Betrieb aufrechtzuerhalten”, sagt er.

    Neues Registrierungssystem ab 2. April

    Und es wird noch komplizierter: Ab 2. April wird für EU-Bürger die sogenannte Electronic Travel Authorization (ETA) Pflicht. Das Registrierungssystem gilt für Reisende, die nicht der Visumpflicht unterliegen. Indische Staatsbürger also betrifft das zum Beispiel nicht. US-Amerikaner dagegen können zwischen Visum und ETA wählen. Vorgesehen ist die Anmeldung per App oder Internet, was gerade für weniger technikaffine Reisende zum Problem werden könnte, wie Kritiker meinen. Die Kosten liegen zunächst bei zehn Pfund, eine Anhebung auf 16 Pfund ist aber bereits angekündigt. Harsche Ablehnung kommt vom Internationalen Luftfahrtverband IATA: “Es macht keinen Sinn, Besucher mit hohen Kosten abzuschrecken, noch bevor sie einen Fuß in das Land setzen”, heißt es in einer offiziellen Mitteilung.

    ETIAS - Europäische Union
    Sowohl Großbritannien als auch die EU führen neue Registrierungssysteme für Reisende einBild: Pavlo Gonchar/SOPA Images/ZUMA Press Wire/picture alliance

    Im Gegenzug kommen auch auf Briten weitere Schwierigkeiten zu, ebenso wie auf Touristen aus vielen anderen Ländern, darunter Indien, China und die USA. Denn die EU führt nicht nur ebenfalls ein Authorisierungssystem für Reisende aus Ländern ohne Visumpflicht ein, das im Jahr 2026 in Kraft treten soll (Europäisches Reiseinformations- und -genehmigungssystem, ETIAS, Kosten: 7 Euro), sondern auch eine Online-Registrierung (Entry/Exit System, EES), die voraussichtlich ab Herbst 2025 alle Reisenden aus Nicht-EU-Staaten betrifft (mehr Informationen unter travel-europe.europa.eu).

    Die Hürden nehmen als Folge des Brexit also weiter zu. Kein Wunder, dass das dem einen oder anderen zu umständlich wird. So auch John Francis. Mittlerweile hat er seinen britischen Reisepass doch wieder erneuert und ist damit im Besitz zweier Staatsangehörigkeiten. Das erlaubt es ihm bei der Einreise, mal den einen, mal den anderen Pass zu zücken – je nachdem, was gerade weniger Schwierigkeiten verspricht.

  • Wie Touristenorte Urlauber zur Kasse bitten

    Susanne Meier lässt sich von dem hohen Preis nicht abschrecken: Die 39-Jährige ist bereits zweimal in Bhutan gewesen, dem Land mit der weltweit höchsten Übernachtungssteuer für Touristen. Derzeit werden dort pro Person und Tag 100 US-Dollar fällig – zusätzlich zu den auch sonst nicht gerade günstigen Preisen für Unterkunft und Verpflegung. “Die Menschen dort wollen einen sanften Tourismus, keinen Billig-Tourismus“, sagt Meier, die beim Reiseunternehmen Bhutan Travel mit Sitz im bayrischen Moosburg arbeitet. “Wenn man den positiven Effekt sieht, den die Übernachtungssteuer dort hat, dann zahlt man das gerne”, sagt sie. Das hätten bisher auch alle ihre Kunden so gesehen.

    26 Millionen für die nachhaltige Entwicklung

    Die Einnahmen aus der sogenannten Gebühr für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Fee) kommen den Menschen in Bhutan zugute, heißt es bei der Tourismusbehörde des im Himalaja gelegenen buddhistischen Landes. Investiert werde in die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung, in das Bildungswesen, in die Verbesserung der Infrastruktur, in den Umweltschutz sowie Initiativen zur Unterstützung lokaler Unternehmen. 26 Millionen US-Dollar kamen im Jahr 2023 zusammen. Die Gebühr begrenzt aber auch die Zahl der Touristen, 2023 waren es gerade einmal 103.000, die sich einen Bhutan-Urlaub leisteten – bei knapp 800.000 Einwohnern.

    Tigernest-Kloster in Bhutan
    In Bhutan müssen Touristen derzeit eine Übernachtungsgebühr in Höhe von 100 Dollar pro Tag zahlenBild: Nick Kaiser/dpa/picture alliance

    Nur geringfügig mehr Menschen leben auf Mallorca. Allerdings kamen im vergangenen Jahr mehr als 13 Millionen Urlauber auf die spanische Mittelmeerinsel. Kein Wunder, dass man sich dort Gedanken macht über die Grenzen des Massentourismus. Auch auf Mallorca müssen Urlauber seit 2016 eine Sonderabgabe zahlen. Je nach Hotelkategorie beträgt diese bis zu vier Euro pro Tag. Die Balearen-Regierung plant nun eine Anhebung auf bis zu sechs Euro. Im Winter soll sie dagegen ganz wegfallen. Mit dem Geld werden Projekte finanziert, die Mallorca nachhaltiger machen sollen. Zur Reduzierung der Touristenzahl führt die Steuer jedoch nicht. Jahr für Jahr schreibt die Insel neue Rekorde.

    Bisher keine abschreckende Wirkung

    “Der Effekt solcher Abgaben auf die touristische Nachfrage ist sehr gering”, sagt Jaume Rosselló, Professor für angewandte Ökonomie an der Balearen-Universität in Mallorcas Hauptstadt Palma. Zumindest bei den üblicherweise geforderten Summen. In Barcelona etwa zahlen Urlauber derzeit je nach Hotelkategorie bis zu 7,50 Euro am Tag, kürzlich wurde eine Verdoppelung angekündigt. In Berlin sind es 7,5 Prozent des Übernachtungspreises, in Paris bis zu 15,60 Euro. Ab welcher Größenordnung es einen abschreckenden Effekt gibt, sei ungewiss, sagt Rosselló.

    Laut Harald Zeiss vom Institut für Nachhaltigen Tourismus in Wernigerode werden die Einnahmen in vielen Destinationen genutzt, um Umweltbelastungen auszugleichen, nachhaltige Projekte zu finanzieren oder touristische Infrastruktur zu erhalten. “Zumindest wird das bei der Planung und Einführung so beschrieben”, sagt er. Die konkrete Verwendung variiere jedoch stark und reiche von der Förderung nachhaltiger Mobilität bis hin zur reinen Haushaltskonsolidierung. “Entscheidend ist daher die Transparenz und Zweckbindung der Mittel. Aber wenn die Kassen leer sind, dann wird der Verwendungszweck auch mal weit gefasst.”

    Gewichtiges Argument gegen Tourismuskritik

    Tatsächlich machen die Einnahmen aus den Touristenabgaben in vielen Destinationen einen bedeutenden Teil des Steueraufkommens aus. In Barcelona kalkuliert man mit 100 Millionen Euro jährlich – damit ist die Touristenabgabe der drittgrößte Einnahmeposten. Ganz bewusst setzt die Stadtverwaltung angesichts der jüngsten tourismuskritischen Proteste auf die Finanzierung von Projekten, die der Allgemeinheit und nicht etwa nur dem Tourismussektor nutzen. 100 Millionen Euro fließen derzeit in die Klimatisierung der städtischen Schulgebäude.

    Protest gegen Mietpreise in Barcelona, Spanien
    In Barcelona häuften sich zuletzt die tourismuskritischen ProtesteBild: Matthias Oesterle/ZUMA Press/picture alliance

    Keiner Zweckbindung unterliegen die Einnahmen aus der Übernachtungssteuer in Berlin. Das Geld – 2024 fast 90 Millionen Euro – fließt in den Gesamthaushalt. Das ist auch in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam so, in der es bereits seit 1973 eine Touristensteuer gibt. Sie beträgt derzeit 12,5 Prozent des Übernachtungspreises und soll 2025 Einnahmen in Höhe von 260 Millionen Euro generieren, so ein Sprecher der Stadtverwaltung. “Die Steuer ist eine wichtige Einnahmequelle, aber sie wird auch als Instrument zur Steuerung und Kontrolle des Tourismuswachstums eingesetzt.” Diese Wirkung allerdings sei gering.

    Venedig verdoppelt Eintrittsgebühr

    Das hat man auch in Venedig festgestellt, wo Tagesausflügler seit dem vergangenen Jahr an bestimmten Tagen eine Eintrittsgebühr zahlen müssen. Oppositionspolitiker kritisieren, die Gebühr sei viel zu niedrig, um Touristen von einem Venedig-Besuch abzuhalten. Und so kündigte die Stadtverwaltung an, dass Tagesausflügler die Zutrittsgebühr, die 2024 fünf Euro betrug und an 29 Tagen kassiert wurde, im Jahr 2025 an 54 Tagen zahlen müssen. Wer mindestens vier Tage im Voraus bucht, zahlt weiterhin fünf Euro. Für alle anderen wird die Gebühr auf zehn Euro verdoppelt.

    Venedig nimmt Tagesgebühr von Touristen, Italien
    Die Eintrittsgebühr für Tagesausflügler in Venedig ist im Jahr 2025 zum Teil doppelt so hoch wie bisherBild: Michael Bihlmayer/chromeorange/picture alliance

    Ob damit schon die Schmerzgrenze erreicht ist, bleibt abzuwarten. Forscher Jaume Rosselló von der Balearen-Universität hat da so seine Zweifel. “Urlaub machen ist für die meisten Menschen kein Luxus, sondern ein grundlegendes Bedürfnis.” Das zeige auch das Beispiel Mallorca, wo die Übernachtungssteuer von den meisten Touristen ohne Murren gezahlt werde. “Solche Abgaben werden generell ziemlich gut angenommen”, sagt Rosselló. “Insbesondere, wenn sie zur Nachhaltigkeit der Destination beitragen.”

    Grenzen aber gibt es dennoch. Das zeigt das Beispiel Bhutan. Als die Touristensteuer dort vor einigen Jahren auf 200 Dollar angehoben wurde, führte das zu einem drastischen Rückgang der Urlauberzahl, sagt Susanne Meier. “Auch wir haben das an den Buchungszahlen gemerkt. Diese Summe wollte dann doch niemand mehr bezahlen.”

  • Fake-Reviews führen Reisende in die Irre

    Geradezu überschwänglich fällt das Lob des Mannes aus, der sich “Dan” nennt: “Die Zimmer sind ein absoluter Traum: geräumig, stilvoll eingerichtet und bis ins Detail durchdacht”, schreibt er in der Google-Kommentarspalte des Flamingo-Hotels in Timmendorfer Strand an der deutschen Ostseeküste. “Besonders hervorheben möchten wir die Sauberkeit und den herrlichen Ausblick – einfach wundervoll!”. “Anja” dagegen war nicht so zufrieden: “Wenn man einen Anspruch an Sauberkeit und Qualität hat, dann ist dies nicht der richtige Ort”, schreibt sie über das Hotel. Haare im Abfluss, Staub, dreckige Handtücher, Schimmel, Fingerspuren – die Mängelliste ist lang. Das Flamingo-Hotel selbst wollte sich nicht zu den Bewertungen äußern.

    Frau sucht auf Booking.com nach Flugtickets und Hotelzimmern
    Booking.com ist weltweit Marktführer, was Hotelbewertungen von Reisenden angehtBild: Serene Lee/SOPA Images/Sipa USA/picture alliance

    Auch wenn die persönliche Bewertung bisweilen sehr unterschiedlich ausfällt – Nutzer-Kommentare spielen für viele Reisende, die auf der Suche nach einem hübschen Hotel oder einem netten Restaurant am Urlaubsort sind, eine große Rolle. “Online-Bewertungen und -Reviews haben heute einen extrem hohen Stellenwert”, sagt Tobias Warnecke, Geschäftsführer des deutschen Hotelverbandes IHA. Neben Empfehlungen von Freunden und Bekannten sowie der Hotelkategorie seien Kommentare bei Google, Booking.com oder Tripadvisor für Reisende heute das wichtigste Kriterium bei der Entscheidungsfindung.

    Kampf um die Meinungshoheit in den Kommentarspalten

    Kein Wunder, dass die Meinungshoheit in den Kommentarspalten des Internets umkämpft ist. “Wenn ich auf den einschlägigen Portalen nicht auf den ersten beiden Seiten der Suchergebnisse auftauche, dann läuft die Buchung ohne mich”, sagt Warnecke. Bei der Reihenfolge der Suchergebnisse spielen auch die Kunden-Bewertungen eine Rolle. Die große Mehrheit der Hoteliers betreibe daher mittlerweile einigen Aufwand, um diese zu sichten und zu beantworten. Auch, weil die Zahl der Betrugsfälle steigt. Gefälschte Kommentare gehören auf den Reiseplattformen im Internet zum Alltag. Einer Untersuchung der EU-Kommission zufolge ist bei fast zwei Dritteln der geprüften Bewertungen die Authentizität zweifelhaft.

    Paar entspannt in Luxus-Poolvilla am Strand eines 5-Sterne-Resorts
    Mehr als 70 Prozent der Reisenden sind bei der Wahl einer Unterkunft Bewertungen anderer Kunden wichtig, belegen StudienBild: Fokke Baarssen/Zoonar/picture alliance

    Tagtäglich damit zu tun hat der Fachanwalt für Medienrecht Jonas Kahl. “Da Internet-Bewertungen für Verbraucher immer wichtiger werden, steigt auch die Zahl der Rechtsstreitigkeiten”, sagt er. Die Bandbreite reiche von gekauften Positiv-Kommentaren, von denen sich Unternehmen ein besseres Image erhoffen, über negative Reviews von Kunden, die das kritisierte Unternehmen erpressen wollen, bis hin zu erfundenen Bewertungen, mit denen Firmen versuchen, ihre Konkurrenten schlechtzumachen.

    Skepsis bei ausschließlich positiven Bewertungen

    Zu erkennen sind Fake-Reviews selten auf den ersten Blick. Der Firma Trusted Shops zufolge, die Internet-Unternehmen zertifiziert und auch ein eigenes Bewertungssystem anbietet, sollte man zumindest hellhörig werden, wenn man bei einer Dienstleistung ausschließlich auf positive Bewertungen stößt. Gekaufte Bewertungen fielen zudem häufig durch schlechten Schreibstil auf, da automatische Übersetzer zum Einsatz kommen. Dafür, dass es sich um Fake-Reviews handeln könnte, spricht auch, wenn die Anzahl der Bewertungen plötzlich in die Höhe schießt. Auch bei anonym verfassten Kommentaren sei Skepsis geboten.

    Der Weg zum gefälschten Kommentar ist jedenfalls kurz: Es gibt zahllose Firmen im Internet mit entsprechendem Angebot. Rechtsexperten wie Jonas Kahl raten dringend ab, davon Gebrauch zu machen. “Das ist ganz klar wettbewerbswidrig”, sagt er. “Das Problem ist, dass man der Hintermänner meist nicht habhaft werden kann.”

    Reiseplattformen sagen Fake-Reviews den Kampf an

    Also steigt stattdessen der Druck auf die Internet-Plattformen. In der EU gilt seit einiger Zeit, dass diese zumindest kenntlich machen müssen, ob sie die Authentizität von Kommentaren und Bewertungen geprüft haben. Mittlerweile hat auch die Branche selbst erkannt, dass Fake-Reviews ihre Glaubwürdigkeit und damit ihr Geschäftsmodell infrage stellen. Und so taten sich im Jahr 2023 unter anderem die größten Reiseplattformen Booking.com, Tripadvisor und Expedia zur “Koalition für vertrauenswürdige Bewertungen” (“Coalition for trusted reviews”) zusammen. Die Mitglieder verpflichten sich dazu sicherzustellen, dass die Verbraucher Online-Bewertungen vertrauen können.

    Restaurant-Bewertungen auf Tripadvisor
    Allein Tripadvisor veröffentlicht jährlich mehr als 30 Millionen KundenbewertungenBild: Boutria Luc/PHOTOPQR/NICE MATIN/MAXPPP/picture alliance

    Tripadvisor etwa berichtet in seinem aktuellsten Transparenz-Bericht, dass im Jahr 2022 von etwas mehr als 30 Millionen neuen Reviews etwa 1,3 Millionen als gefälscht identifiziert und gelöscht wurden. Bewertungen würden nicht umgehend veröffentlicht, sondern zunächst von einem Analysesystem und bei Bedarf vom Moderatorenteam geprüft. Bei Booking.com verweist man auf Anfrage darauf, dass nur Kunden, die tatsächlich eine Unterkunft auf Booking.com gebucht haben, eine Bewertung abgeben können. Google wiederum erklärt, Rezensionen würden vor ihrer Veröffentlichung nicht überprüft, man suche aber gezielt nach gefälschten Inhalten, um sie zu entfernen.

    Verbraucherschützern gehen die derzeit gültigen Regelungen nicht weit genug. “So, wie sie derzeit dargestellt werden, sind Online-Reviews für Verbraucher wenig hilfreich”, sagt Stefanie Grunert, Referentin Recht und Handel beim Bundesverband der Verbraucherzentrale in Berlin. “Es herrscht ein großes Durcheinander.” Deshalb fordert sie klare und einheitliche Regeln. Bis es so weit ist, werden Reisende wohl auch weiterhin mit Bewertungen konfrontiert sein, deren Echtheit unklar ist.