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Wann knallt es endlich wieder direkt? Diese Frage treibt die Hansa-Fans seit Monaten um. Denn Tore nach direkten Freistößen sind bei den Rostockern zur absoluten Rarität geworden. Ein Blick zurück zeigt das Problem deutlicher. In der vergangenen Drittliga-Saison 2024/25 erzielte Hansa bei insgesamt 54 Treffern nur ein einziges Tor per direktem Freistoß.
Verteidiger Alexander Rossipal, heute bei Zweitligist Dynamo Dresden unter Vertrag, traf am 37. Spieltag der letzten Saison gegen Energie Cottbus. Sein Treffer zum 1:3 war flach geschossen – drin.
Ex-Verteidiger Alexander Rossipal (29) erzielte das letzte Freistoßtor für Hansa Rostock.
Freistoß-Flaute bei Hansa
Seitdem herrscht komplette Flaute. Kein einziger direkter Freistoß landete in der laufenden Saison 2025/26 bislang im Netz. Dabei versuchen es mehrere Spieler. Andreas Voglsammer, Adrien Lebeau und Cedric Harenbrock übernehmen immer wieder Verantwortung bei den Freistößen. Der Ertrag bleibt jedoch aus. Harenbrock sagt: „Wir hoffen natürlich auf weitere Standardtore in Zukunft.“
Auch Marco Schuster durfte mehrfach ran. Ohne direkten Erfolg. Wie entschieden wird, wer schießt, erklärt erneut Harenbrock: „Wenn Marco und ich am Feld sind, schauen wir uns kurz an, geben ein Signal und sagen: ‚Okay, ich mach’s oder du machst jetzt.‘“
[–>Platzt in Mannheim der Freistoß-Knoten?
Direkte Freistöße gehören zu den entscheidenden Elementen im Spiel. Einmal fehlte nicht viel: Schuster traf gegen den SC Verl (1. November) nur die Latte. Immerhin ist Rostock mit dem Problem nicht allein. Ligaweit gab es in dieser Saison erst sieben direkt verwandelte Freistöße. Selbst einige Klubs aus der Spitzengruppe – etwa VfL Osnabrück, Rot-Weiss Essen und MSV Duisburg – warten noch auf ihr erstes direktes Freistoßtor.
Auffällig auch: Die Hanseaten erzielten bislang nur zwei Tore mit dem linken Fuß. Zusammen mit Wehen Wiesbaden ist das der schwächste Wert der Liga. Zum Vergleich: In der ganzen letzten Saison erzielte die Kogge 17 Treffer mit dem linken Fuß – weitere 20 mit rechts.
Am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den SV Waldhof Mannheim bietet sich die nächste Gelegenheit an. Klar ist: Das Trainerteam rund um Daniel Brinkmann und Co-Trainer Marcus Rabenhorst arbeitet mit Hochdruck an Lösungen.

