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Handball-Deutschland atmet auf! Durch das 34:32 gegen Spanien zieht das DHB-Team bei der Europameisterschaft sogar noch als Gruppensieger in die Hauptrunde ein und verhindert ein historisch frühes Ausscheiden. Spielmacher Juri Knorr (25) liefert beim Sieg eine starke Leistung (BILD-Note 2) ab, besticht mit seinem Tempo und Abschluss (5 Tore).
Vielleicht noch wichtiger als sein guter Auftritt: die vor dem Spiel geschehene Aussprache mit Bundestrainer Alfred Gíslason (66)! Nach der Niederlage gegen Serbien (27:30) hatte der Aalborg-Profi die Wechselentscheidungen des Isländers kritisiert. Knorr lieferte gegen die Serben in der ersten Halbzeit, kam im zweiten Durchgang aber kaum zum Einsatz.
Alles vergessen – nach dem Weiterkommen herzen sich Gíslason und Knorr auf der Platte, feiern zusammen den wichtigen Erfolg. Diese Umarmung macht uns Titel-Hoffnung! Knorr über sein Verhältnis zum Coach: „Wir haben untereinander gesprochen, das war sicherlich wichtig. Es war einfach ein Nicht-Thema, und das rechne ich ihm natürlich auch hoch an, dass er einfach ein Typ ist, der da nicht in seinem Ego gekränkt ist. Der das auch will. Er erzählt Geschichten von sich von früher, von Themen, die er selbst mit Trainern hatte.“
[–>Und weiter: „Er hat das einfach locker genommen und das hat mir persönlich als Mensch auch total geholfen, weil ich ihn natürlich nicht kritisieren wollte. Das war einfach nur eine Momentaufnahme. Der Frust darüber, das Spiel verloren zu haben, und das Gefühl, in der zweiten Halbzeit helfen zu können.“
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Gíslason sagt nach dem Spanien-Spiel im ZDF: „Ich habe damit überhaupt kein Problem gehabt. Wir tauschen uns regelmäßig aus. Es wird in dieser Mannschaft gefordert, dass sie ihre Meinung sagen. Und von daher war das nie ein Problem. Wir haben es geschafft, den Druck von der Mannschaft wegzunehmen.“
Alles im Lot – Deutschland ist bereit für die Hauptrunde, in der weitere Top-Gegner wie Dänemark, Frankreich und Norwegen warten.

