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London (Großbritannien) – Prinz Harry (41) ist nach London gereist, um vor dem High Court auszusagen. Dieses Mal geht es erneut um seine Klage gegen die britischen Boulevardzeitungen, darunter die „Daily Mail“.
2022 hatte Prinz Harry sie gemeinsam mit zahlreichen anderen Prominenten – darunter Elton John (78) und Elizabeth Hurley (60) – eingereicht. 2023 verzeichnete er einen Sieg, als der „Daily Mirror“ wegen „weitverbreiteter und gewohnheitsmäßiger“ Telefonabhörungen verurteilt wurde und sich öffentlichkeitswirksam dafür entschuldigte.
Auch Elizabeth Hurley (60) beteiligt sich an der Klage gegen „Daily Mail“ & Co. Die Schauspielerin erschien mit ihrem Sohn Damian Charles Hurley (23) vor Gericht
Was Harry & Co. den britischen Medien vorwerfen
Konkret klagen Prinz Harry und weitere Prominente den Verstoß gegen den Schutz ihrer Privatsphäre an. Es geht um illegale Informationsbeschaffungstaktiken. Dafür soll das Unternehmen „Associated Newspapers Ltd.“ vor allem Privatdetektive angeheuert haben.
Harry und seine Ehefrau Herzogin Meghan (44) führen im Rahmen ihrer Wohltätigkeitsarbeit für die Archewell-Stiftung ein Telefonat. Der Prinz wirft der „Associated Newspapers Ltd.“ unter anderem vor, private Gespräche abgehört zu haben
Die Maßnahmen zur Recherche: das Verwanzen von Autos, das Abhören von Telefongesprächen sowie der Zugang zu privaten Unterlagen. Das Unternehmen bezeichnet die Vorwürfe als absurd.
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Prozess kostet 45 Millionen Euro
2023 schrieb Prinz Harry Geschichte, als er als erstes Mitglied der Windsor-Dynastie seit 130 Jahren als Zeuge vor Gericht aussagte. Für diese Runde des Prozesses gegen die britischen Boulevardzeitungen sind neun Wochen angesetzt. Kosten laut „Telegraph“: etwa 45 Millionen Euro.
Laut derzeitigem Kenntnisstand soll Prinz Harry wohl am Donnerstag einen vollen Tag vor Gericht aussagen. Wo der Prinz während der Verhandlungstage unterkommt, ist nicht bekannt. Am Freitag strebt er laut Berichten seine Rückreise in seine Wahlheimat Amerika an. Hier lebt er mit Meghan und den gemeinsamen Kindern (6, 4) seit dem Royal-Rücktritt im Januar 2020.
[–>Widersprüchliche Aussagen
Ein Privatdetektiv, der aufseiten der Kläger steht, hat sich bereits jetzt in widersprüchliche Aussagen verwickelt. Während einer Anhörung erklärte Gavin Burrows über seinen Anwalt, zwischen 2000 und 2005 „Hunderte von Aufträgen“ für den Verlag und Herausgeber der „Daily Mail“ ausgeführt zu haben. Prinz Harry und Elton John beschrieb er nur als „eine kleine Handvoll meiner Ziele“.
Inzwischen unterzeichnete er jedoch eine weitere Erklärung, in der er angab, von „Associated Newspapers Ltd.“ nicht für illegale Tätigkeiten angeheuert worden zu sein. Noch ist unklar, welche Folgen die widersprüchlichen Aussagen für den Fall haben werden.
David Sherborne (vorne rechts) vertritt Prinz Harry und sechs weitere, prominente Kläger in dem langwierigen Verfahren

