Provinz Córdoba
Mindestens zehn Tote und 100 Verletzte bei schwerem Zugunglück in Spanien
In der spanischen Provinz Córdoba sind zwei Hochgeschwindigkeitszüge kollidiert. Zahlreiche Fahrgäste waren nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen. Die Rettungsmaßnahmen dauern an.
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Dutzende von Menschen warten nach dem Unglück vor den Renfe-Büros im Bahnhof Madrid-Puerta de Atocha-Almudena Grandes.
Foto: Carlos Luján / EUROPA PRESS / dpa
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Mindestens zehn Menschen sind im Süden Spaniens bei einem schweren Eisenbahnunglück ums Leben gekommen. Das berichtet die spanische Tageszeitung »El País« und beruft sich dabei auf Angaben der andalusischen Rettungskräfte und der Guardia Civil.Das Unglück ereignete sich am Sonntagabend unweit der Gemeinde Adamuz in der andalusischen Provinz Córdoba. Dort seien zwei Hochgeschwindigkeitszüge entgleist, berichtete der spanische TV-Sender RTVE. Unter den Todesopfern sei auch einer der Lokführer. Es gebe zudem rund 100 Verletzte, rund 25 von ihnen seien schwer verletzt, hieß es.
Zahlreiche Fahrgäste in den Zügen eingeschlossenEin Iryo-Hochgeschwingkeitszug der italienischen Trenitalia sei am späten Sonntagabend auf dem Weg von Málaga nach Madrid entgleist und in das benachbarte Gleis geraten. Ein entgegenkommender Hochgeschwindigkeitszug der spanischen Gesellschaft Renfe auf dem Weg nach Huelva sei daraufhin ebenfalls aus den Gleisen gerissen worden, teilte der Notdienst unter Berufung auf den Schienennetzbetreiber ADIF mit. Der Verkehr auf der wichtigen Strecke zwischen Madrid und Andalusien sei bis auf Weiteres unterbrochen.
Zahlreiche Fahrgäste sind nach dem Unfall in den Zügen eingeschlossen, wie RTVE unter Berufung auf die Rettungsdienste berichtete. Einsatzkräfte versuchten, die Passagiere so schnell wie möglich aus den Waggons zu befreien. Die Ursache des Unfalls ist bislang unklar und auch das ganze Ausmaß des Unglücks kann bisher nicht abgeschätzt werden.
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»Die Regierung arbeitet gemeinsam mit den zuständigen Behörden und den Rettungsdiensten daran, den Fahrgästen zu helfen«, schrieb der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez auf X.
Der Unfall ruft Erinnerungen an das tragische Zugunglück im Jahr 2013 nahe Santiago de Compostela wach: Damals entgleiste ein Hochgeschwindigkeitszug in einer engen Kurve, weil er mit weit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Der Zug prallte gegen eine Betonmauer und ging teilweise in Flammen auf. 79 Menschen kamen ums Leben, rund 140 wurden verletzt.
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