Die im Landkreis Freising ansässige Hilfsorganisation Navis hat eine neue Partnerorganisation für Myanmar gefunden. Damit können die Spenden, das Navis nach dem schweren Erdbeben im März 2025 gesammelt hatte, auch in dem von Bürgerkrieg gezeichneten Land eingesetzt werden.
Das Erdbeben der Stärke 7,7 hatte vor allem in der Sagaing-Region im Norden Myanmars schwere Schäden verursacht. Mehr als 3300 Menschen starben, unzählige andere verloren ihr Zuhause, die humanitäre Lage entwickelte sich dramatisch.
Die ehrenamtlichen Helfer von Navis, die auf schnelle Hilfe in den ersten kritischen Tagen nach Katastrophenereignissen spezialisiert sind, hatten gleich nach dem Erdbeben zu Spenden aufgerufen. Gemeinsam mit einer Partnerorganisation wollten die Verantwortlichen des Vereins umgehend Hilfe ins Land bringen. Doch die Militärjunta, die seit einem Putsch 2021 in Myanmar herrscht, gestattete weder die Einfuhr von Hilfsgütern noch von Personal. Die ursprünglichen Partner zogen sich von dem geplanten Einsatz zurück, teilt Navis jetzt mit.
Nachdem bereits ein größerer Geldbetrag auf dem Spendenkonto eingegangen sei, der unbedingt den Opfern zugutekommen sollte, habe man einen anderen Partner gesucht. Gefunden hat man ihn in dem ebenfalls deutschen Verein Humedica, der Navis zufolge „hocherfreut war, finanzielle Unterstützung für die mobile medizinische Versorgung der Menschen im Erdbebengebiet zu bekommen“.
Humedica kann beim Einsatz der Navis-Spenden auf einen lokalen Partner zurückgreifen und finanzierte damit zunächst die Überweisungen von einzelnen Patienten an Gesundheitseinrichtungen, deren Behandlungs- und Transportkosten. Seit Anfang Januar werde eine mobile Klinik unterstützt, die mit einem Arzt, zwei Krankenschwestern und einem mobilen Klinikassistenten besetzt sei, berichtet Navis.

