Stillwater (USA) – Bei jedem Schritt bebte der Boden – zumindest, wenn der Tyrannosaurus rex ausgewachsen war. Doch bis dahin dauerte es erstaunlich lange: Erst mit etwa 40 Jahren war der gigantische Jäger voll entwickelt und zu seiner vollen Größe herangewachsen. Das schließt ein Forscherteam aus der Analyse versteinerter Beinknochen von 17 Tieren verschiedenen Alters. Zum Vergleich: Ein Mensch ist bereits mit 15 bis 20 Jahren ausgewachsen.
Die Wissenschaftler um Holly Woodward Ballard von der Oklahoma State University in Stillwater veröffentlichten ihre Ergebnisse im Fachjournal „PeerJ“. Ihre Erkenntnis: Der T-Rex war ein echter Spätzünder. Einen Großteil seines Lebens verbrachte er damit, mit kleineren Raubtieren um Nahrung zu konkurrieren.
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Langsames Wachstum hatte Vorteile
Doch das späte Erwachsenwerden hatte auch seine guten Seiten. Im Laufe seines Lebens konnten die Tyrannosaurier eine Vielzahl ökologischer Nischen besetzen. Das minderte die Konkurrenz mit jeweils kleineren oder größeren Artgenossen. „Das könnte ein Faktor gewesen sein, der es ihnen ermöglichte, am Ende der Kreidezeit als Spitzenprädatoren zu dominieren“, sagte Mitautor Jack Horner von der Chapman University in Orange.
[–>Bisher wurde angenommen, dass ein solcher Dino in der Regel im Alter von etwa 25 Jahren aufhörte, zu wachsen. Bei diesen Analysen seien aber Knochen einbezogen gewesen, die vermutlich gar nicht von Tyrannosauriern stammten, hieß es nun. Ausgewachsen konnte ein T-Rex zwölf Meter groß sein und acht Tonnen wiegen.

