Seit Beginn der Debatte um die frühere Mitgliedschaft der Berliner Linkenpolitikerin Elif Eralp bei der Roten Hilfe verzeichnet der Verein nach eigenen Angaben ungewöhnlich hohe Beitrittszahlen. »Wir haben seit Start der Berichterstattung am Mittwoch etwa 500 Eintritte«, teilte das Bundesvorstandsmitglied Hartmut Brückner in Göttingen mit. »Das ist circa das 20-fache im Vergleich zu sonst.« Die Gesamtmitgliederzahl liege zurzeit bei knapp über 21.000.
Zuletzt wurde bekannt, dass Eralp, die Linkenkandidatin für das Amt der Regierenden Bürgermeisterin in Berlin, zeitweise der Roten Hilfe angehörte. 2025 trat sie aus. Laut dem Bundesverfassungsschutz wächst der Verein seit Jahren und gilt als die größte und eine der wichtigsten Gruppierungen im deutschen Linksextremismus.
Die Rote Hilfe versteht sich als »Solidaritätsverein für alle Linken«, die wegen politischer Aktivitäten verfolgt würden. Der Verein unterstützt Betroffene ganz oder teilweise bei Kosten von Gerichtsverfahren, Strafzahlungen oder Aufwendungen für politische Öffentlichkeitsarbeit. Für Inhaftierte und andere, die »starker Repression« ausgesetzt seien, könnten auch Zahlungen zum Lebensunterhalt übernommen werden, heißt es.
Inmitten der Debatte um Eralp trat auch der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, Sören Pellmann, demonstrativ in die Rote Hilfe ein.
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