Ferat Koçak von der Linkspartei wird zukünftig nicht mehr dem Innenausschuss des Bundestages angehören. Er teilte auf der Plattform X mit, dass er seinen Sitz abgebe. Ihm sei wichtig, dass seine Partei ihre Arbeit im Innenausschuss unbelastet von der Debatte um seine Person fortsetzen könne. Seine Ausschusstätigkeit hatte er zuvor bereits ruhen lassen.
Koçak steht wegen Kontakten zur Familie Rammo in der Kritik. Mitglieder der Familie werden der organisierten Kriminalität zugeordnet. Clanoberhaupt Issa Rammo war hatte an einer Wahlparty der Linken nach der Berlinwahl teilgenommen. Kurze Zeit später veröffentlichte dessen Sohn Firas Rammo Chatverläufe mit Koçak auf Instagram. Koçak legte der ZEIT die gesamten Chatverläufe mit Rammo vor und gibt an, dass dieser sich auf einen Spendenaufruf bei ihm gemeldet habe. Erst bei einem Aufeinandertreffen mit Issa Rammo habe er diesen erkannt und sich anschließend distanziert.
In seinem Post schrieb Koçak, dass er weder kriminell sei noch die organisierte Kriminalität unterstütze. Gleichwohl müsse er eingestehen, einen Fehler gemacht zu haben. Im Umgang mit seinem Kontakt zur Familie Rammo sei er »meinem Selbstverständnis nicht gerecht geworden«. Mit der vollständigen Offenlegung der Kommunikation mache er transparent, »dass ich Personen, denen Verbindungen zur organisierten Kriminalität zugeschrieben werden, weder Vorteile gewährt noch von ihnen Vorteile erhalten habe«.
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