Ein wenig enttäuscht wirkt Ulrich Siegmund, als er am Dienstag in den Landtagssaal B0 05 federt. »Da war das letzte Mal aber mehr los«, sagt Siegmund im Vorbeigehen zu den Journalisten. Das letzte Mal, das war die erste Fraktionssitzung nach den Landtagswahlen, die die AfD bekanntlich mit 44 Prozent gewonnen hatte. Euphorisch wurde er da von seiner auf 39 Mitglieder angeschwollenen Fraktion beklatscht, begleitet von einer Traube Kameraleuten.
Jetzt, keine drei Wochen später, ist die Aufmerksamkeit abgeflaut. Sachsen-Anhalt scheint langsam auf seine eigentlich doch recht überschaubare Bedeutung für die Bundesrepublik zurückzuschrumpfen. Da trifft es sich gut für Siegmund, dass er eine Nachricht verkünden kann, die das Bundesland, vor allem aber Ulrich Siegmund und die AfD, wieder in die Schlagzeilen katapultiert.
Automatische Zusammenfassung
Diese Fragen beantwortet der Artikel:
- Wie will Ulrich Siegmund trotz fehlender Mehrheit Ministerpräsident werden?
- Welche Rolle spielt das BSW beim möglichen Machtgewinn der AfD?

