Die AfD in Sachsen-Anhalt will alle im Landtag vertretenen Parteien zu Sondierungsgesprächen einladen. Am Dienstag erhalte »jede im Landtag vertretene Partei von uns einen Brief, wo wir zu Sondierungsgesprächen einladen«, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Landtagsfraktion, Tobias Rausch, am Montagabend in der MDR-Sendung Fakt ist.
»Wir sind natürlich – weil wir nicht die absolute Mehrheit haben – auch kompromissbereit in gewissen Sachen«, sagte Rausch. Man werde sehen, wer die Gesprächsangebote annehme. Auf Nachfrage nannte er CDU und BSW als konkrete mögliche Gesprächspartner. Beide Parteien schlossen eine Koalition mit der vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuften Partei allerdings bereits aus.
BSW will keine Koalition mit AfD
BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig lehnte eine Koalition mit der AfD erneut ab. »Wir haben immer gesagt, wir gehen in keine Koalition. Wir möchten, dass mit wechselnden Mehrheiten regiert wird.« Es gehe darum, Mehrheiten für einzelne Projekte zu finden.
Die AfD ging mit 43,8 Prozent der Stimmen
als deutlicher Sieger aus der Landtagswahl am Sonntag hervor, erreichte
aber keine absolute Mehrheit. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund umwirbt daher einzelne Abgeordnete und Fraktionen, um eine »stabile Mehrheit« zu erreichen. Ob es am Ende zu einer AfD-Minderheitsregierung kommt, ist offen.
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• Stand: 3.27 Uhr •Quelle: Statistisches Landesamt<!–>
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Mehrheit mit 42 Sitzen<!–>
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41 / 41 ausgezählt<!–>
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