Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat die SPD den Abstand zur AfD verringern können. In einer Umfrage des Instituts Forsa für die Ostsee-Zeitung liegt die AfD weiterhin vorne mit 37 Prozent. Die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig konnte jedoch im Vergleich zur vorherigen Forsa-Erhebung im Februar fünf Prozentpunkte dazugewinnen und erreichte nun 28 Prozent.
Die derzeit mitregierende Linke folgt mit deutlichem Abstand als drittstärkste Kraft mit elf Prozent. Damit überholte sie die CDU, die im Vergleich zu Februar drei Prozentpunkte verlor und nur noch auf zehn Prozent kommt. Die Grünen laufen Gefahr, an der Fünfprozenthürde zu scheitern. In der aktuellen Forsa-Umfrage liegen sie bei genau fünf Prozent, würden also noch einziehen. Das BSW hingegen nicht, sie kommen laut Umfrage auf vier Prozent. Die FDP listet Forsa unter »Sonstige Parteien«.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. In dem Bundesland regiert seit 1998 die SPD mit wechselnden Koalitionspartnern. Seit der Wahl im Jahr 2021 führt Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) eine gemeinsame Koalition mit den Linken.
SPD erreichte 2021 noch fast 40 Prozent
Wie eine mögliche Regierungsbildung aussehen könnte, bleibt offen. Eine Koalition von SPD, Linke und Grünen könnte je nach Wahlausgang knapp eine Mehrheit bekommen. Eine Koalition aus CDU, SPD und Linke hätte eine stabile Mehrheit, die CDU hält jedoch an einem Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei fest. Rechnerisch wäre auch ein Bündnis zwischen AfD und CDU möglich, doch die CDU hat auch das ausgeschlossen.
Bei der letzten Landtagswahl 2021 konnte die SPD die AfD noch deutlich hinter sich lassen. Sie kam damals auf fast 40 Prozent. An so ein Ergebnis wird sie wohl nicht anschließen können. Die AfD hingegen strebt in Mecklenburg-Vorpommern – wie in Sachsen-Anhalt – nach eigenen Angaben eine Alleinregierung an. Das könnte laut den jüngsten Umfragen in beiden Bundesländern knapp werden.
Die Wahl ist eine von fünf Landtagswahlen in diesem Jahr. Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt und am 20.
September auch in Berlin. Baden-Württemberg macht Anfang März den Anfang,
gefolgt von Rheinland-Pfalz Ende März.

