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New York (USA) – „GTA Online“ ist der Mehrspieler-Modus des Erfolgsspiels „Grand Theft Auto“. Etliche Menschen bewegen sich dort gleichzeitig durch die virtuelle Großstadt, erledigen Missionen oder spielen bestimmte Rollen. Alles passiert digital, echtes Geld war in diesem Modus bislang kein Thema und das wird auch so bleiben. Eine große Änderung gibt es trotzdem!
Fans erweitern das Spiel seit Jahren mit eigenen Ideen. Neue Fahrzeuge, zusätzliche Funktionen oder ganze Spielsysteme stammen oft nicht von Rockstar selbst, sondern aus der Community. Geduldet wurde das meist, bezahlt aber nicht. Wer mit solchen Inhalten Geld verdiente, riskierte Sperren. Genau für einen anderen Teil der Szene zieht Rockstar Games nun erstmals klare Regeln.
„GTA 5“ startete 2013 auf der PS3 und Xbox 360. Seitdem hat das Spiel mehrere Konsolengenerationen überlebt und ist immer noch ein Milliardenhit
Rockstar öffnet erstmals den Geldfluss
Mit dem neuen „Cfx Marketplace“ startet der Konzern einen offiziellen Marktplatz für Inhalte rund um private Rollenspiel-Server auf Basis von „GTA“ und „Red Dead Redemption“. Diese Server laufen über Plattformen wie FiveM oder RedM und sind nicht Teil von GTA Online. Dort dürfen Entwickler ihre Inhalte anbieten und verkaufen.
Virtuelle Gewalt, echtes Geld. In der Welt von GTA war lange alles nur Spiel, jetzt wird daraus für einige Spieler erstmals ein Geschäft
Käufer sind vor allem Betreiber solcher Rollenspiel-Server, die ihre Spielwelten ausbauen und realistischer gestalten wollen. Im Angebot finden sich etwa neue Berufe, technische Systeme, Spezialfahrzeuge oder sogar komplette Freizeitparks innerhalb der virtuellen Stadt. Die Preise reichen von wenigen Dollar bis zu mehreren Dutzend, je nach Umfang und Komplexität.
Warum das ein echter Einschnitt ist
Der entscheidende Punkt: Die Entwickler dieser Inhalte erhalten einen Anteil der Einnahmen. Rockstar erlaubt den Verkauf ausdrücklich und kontrolliert die Plattform. Damit endet für diese Rollenspiel-Szene eine jahrelange Grauzone. Zum ersten Mal ist es offiziell erlaubt, im Umfeld solcher Server mit selbst entwickelten Spielinhalten reales Geld zu verdienen.
Der neue Marktplatz betrifft nicht „GTA Online“ selbst. Dort bleiben Community-Inhalte weiterhin kostenlos. Dass Rockstar diesen Schritt gerade jetzt geht, ist dennoch kein Zufall. Mit „GTA 6“, dem wohl meist erwarteten Videospiel aller Zeiten, rückt die Marke stärker denn je in den Fokus. Für viele Fans ist das mehr als nur ein neues Feature. Es ist eine Anerkennung ihrer Arbeit. „GTA Online“ bleibt ein Spiel, für einige Entwickler im Rollenspiel-Bereich entsteht nun aber erstmals eine legale Einnahmequelle. Wie groß dieser Markt wird, ist offen. Klar ist nur: Rockstar hat eine Tür geöffnet, die lange verschlossen war.
