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Der 2:0-Sieg von Dynamo Dresden gegen Greuther Fürth bedeutete auch für Sport-Geschäftsführer Sören Gonther (39) ein erfolgreiches Debüt. Durchaus überraschend war, aus welcher Position der neue SGD-Boss das Geschehen verfolgte…
Denn er wählte einen komplett anderen Platz als seine Vorgänger. Gonther saß in seinem ersten Spiel auf der Trainerbank, diskutierte angeregt mit Coach Thomas Stamm (42). Und der Ex-Profi war gleich so emotional dabei, wie man ihn früher als Spieler auf dem Feld kannte.
Emotional wie eh und je: Sören Gonther (2.v.li.) bringt bei Dynamo noch mehr Leben an die Seitenlinie.
Gonther lebte die Leidenschaft im Abstiegskampf vor, forderte teils sogar mal eine Gelbe Karte und jubelte ausgelassen mit Stamm.
Fakt: Der gebürtige Hesse ist der erste Sportdirektor bei Dynamo seit langem, der so nah dran am Team sein will. Alle anderen Sportchefs seit Ralf Minge (65) hielten sich vom Trainer eher fern.
SGD-Urgestein Minge verfolgte die Partien wegen der guten Übersicht und der Ruhe auf der Pressetribüne direkt unterm Stadiondach. Ralf Becker (55) und Thomas Brendel (49) waren größtenteils auf der VIP-Ebene zugegen, standen höchstens vereinzelt mal im Stadioninnenraum. Keiner setzte sich auf den Sessel neben den Chefcoach.
Gonther: „Gemeinschaftsgefühl mit Leben füllen“
Gegenüber BILD erklärt Gonther die Entscheidung: „Für mich stand von Beginn an fest, dass wir unser Ziel nur als Team schaffen können. Somit wollen wir das Gemeinschaftsgefühl auch in allen Situationen mit Leben füllen und absolute Geschlossenheit zeigen. Es war schnell klar, dass ich während der Spiele mit auf der Bank und nicht auf der Tribüne Platz nehmen werde.“
Im Vereinsmagazin „Kreisel“ hatte er in Bezug auf ähnliche Vorstellungen von ihm und Trainer Stamm gemeint: „Wenn wir fußballerisch weit auseinander liegen würden und auch komplett unterschiedliche Auffassungen von Themen wie Mannschaftsführung, Zusammenarbeit und dergleichen hätten, wäre das natürlich keine gute Basis für ein Miteinander. Das ist bei Thomas und mir aber überhaupt nicht der Fall.“
Kurze Wege: Trainer Thomas Stamm (re.) umarmt seinen Nebenmann Sören Gonther nach Spielschluss
Beide sind in ihren Jobs im Bundesliga-Unterhaus noch Greenhorns, haben trotz des guten Jahresauftakts eine schwere Mission bis zum Klassenerhalt vor sich. Gonther: „Ich bin sehr froh, meinen Teil beitragen und ihm auch ein Stück weit helfen zu können. Er ist auch in seiner ersten Zweitliga-Saison und noch ein junger Trainer, ich glaube, dass wir uns sehr gut ergänzen können.“
Dynamo Dresden tat im Vorfeld jedenfalls alles, um Optimismus zu verbreiten, druckte Sören Gonther mit der Schlagzeile ab: „Wir werden über dem Strich stehen!“ Ein markiges Versprechen – der Startsieg gegen Fürth war ein guter Anfang – egal, von wo aus man ihn sah…
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