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  • Champions-League-Aus von Eintracht Frankfurt: Eine Niederlage, die alle Schwächen zusammenfasst

    Champions-League-Aus von Eintracht Frankfurt: Eine Niederlage, die alle Schwächen zusammenfasst

    Da stand er nun wie ein Häuflein Elend. Ziemlich blass und arg ramponiert im Gesicht. Rasmus Kristensen, der seinem Naturell entsprechend ein kurzärmeliges Trikot bei der ungemütlichen Witterung am Kaspischen Meer gewählt hatte, wirkte wie das Symbol des zerzausten Auftritts von Eintracht Frankfurt beim Champions-League-Aus gegen Qarabag Agdam (2:3). Die Nase vernarbt und verschrammt, blutige Ränder unter den Augen, weil es ihn vergangenen Freitag bei Werder Bremen (3:3) im Gesicht böse erwischt hatte. Trotzdem hatte sich der Däne bei Eintracht Frankfurt nicht wegducken wollen, doch bei dieser missglückten Dienstreise geriet der Musterprofi zum Sinnbild des Zerfalls.

    „Es ist einfach nicht gut genug – auch von meiner Seite“, sagte Kristensen, 28. Er sprach von einem der schwierigsten Momente seiner Karriere, weil er sich auf seiner rechten Abwehrseite beim ersten und zweiten Gegentor überlaufen ließ, als würde er neben der Maske noch Bleischuhe tragen. „Es ist kein Spaß, mit gebrochener Nase zu spielen, aber das ist keine Ausrede“, erklärte er noch und hob entschuldigend die Hände. Er und seine Kollegen seien „keine schlechteren Spieler als letztes Jahr oder letzten Sommer: Es ist im Kopf.“ Genau jener Verteidiger, der vergangene Saison am letzten Spieltag in Freiburg der gefeierte Wegbereiter für den Einzug in die Königsklasse war und sein Glück in die Fußballwelt schrie, stand in Baku am vorletzten Spieltag für den bitteren Abschied von der Bühne der Besten. Und er war Hauptdarsteller einer Begegnung, die alle Schwächen der Eintracht komprimiert zusammenfasste.

    „Unser Glaube ist größer als euer Budget“, hatten die Anhänger des gerne auch als „FC Barcelona vom Kaukasus“ titulierten Vorzeigeklubs aus Aserbaidschan auf einem großen Transparent geschrieben. So tapfer sich auch die trotz des Uefa-Ausschlusses mitgereisten 1000 Eintracht-Fans Gehör verschafften: Der Außenseiter packte die letzte Chance beim Schopfe, während die Gäste mal wieder nicht in die entscheidenden Zweikämpfe kamen. Zu den 39 Gegentoren in der Bundesliga kommen nunmehr 19 in der Champions League. Was mit einem furiosen 5:1-Triumph gegen Galatasaray Istanbul als Tabellenführer des ersten Spieltags schön begann, endete bereits in der vorletzten Spielrunde der Liga-Phase ernüchternd: vier Zähler, Platz 33 von 36 Teams. Das letzte Heimspiel gegen Tottenham Hotspur am nächsten Mittwoch wird zur Abschiedsvorstellung im Waldstadion. Von den Attributen des Europa-League-Siegs 2022 ist aktuell wenig übrig.

    Eintracht ist international nur noch Laufkundschaft. Und das muss allen Beteiligten zu denken geben. Die Sieger hatten gerade ihre Ehrenrunde zu „Freed from Desire“ beendet, als Sportvorstand Markus Krösche sichtlich ernüchtert in die Mixed Zone kam. „Wir machen die gleichen Fehler, wie wir sie in den letzten Wochen auch gemacht haben. Wir haben ein paar Dinge besser gemacht, sind aber in die gleichen Muster verfallen“, sagte Krösche, 45, mit leiser Stimme. „Den Jungs fehlt es an Selbstvertrauen und an Sicherheit. Wir müssen ein tiefes Tal durchschreiten.“ Der letzte Gegentreffer durch Bahlul Mustafazada (90.+4) fühlte sich wie ein Schlag in die Magengrube an. Auch dem für die Kaderzusammenstellung verantwortlichen Manager dämmerte an diesem düsteren Abend, dass die Ursachen tiefer liegen. Nämlich, dass drei Gegentore in jedem der vier Pflichtspiele dieses Jahres nicht allein dem entlassenen Dino Toppmöller und seinem Trainerteam anzulasten sind.

    Wenn es noch eines Beweises bedurfte, dann erbrachte ihn der Auftritt im nach dem Linienrichter Tofiq Bahramov benannten Stadion. So zielsicher Bahramov beim ominösen Wembley-Tor im WM-Finale 1966 zur Mitte zeigte, so motiviert wirkte der Gastgeber 60 Jahre später darauf, die deutschen Gäste in die Knie zu zwingen. Den Frankfurtern hingegen fehlten auf dem schwer bespielbaren Rasen Inspiration und Überzeugung. Vorstandschef Axel Hellmann hatte schon zum Jahreswechsel die Haltung der Profis angeprangert, als er von „zu viel Wohlfühloase“ sprach. Selbst in einem entscheidenden Europapokalspiel wie am Mittwoch war wieder deutlich zu sehen, was er gemeint hatte.

    Ein internationaler Startplatz ist aus finanziellen Gründen elementar für die Eintracht

    Es wirkte beinahe rührend, dass der ständig am Spielfeldrand herumfuchtelnde Interimscoach Dennis Schmitt angeblich Fortschritt gesehen hatte. Er lobte eine „deutliche bessere Zweikampfquote und mehr Intensität“. Doch auch Schmitt, 32, müsste bemerkt haben: Besserung in Spurenelementen reicht auf diesem Niveau nicht. Er und Klubikone Alex Meier verantworten noch das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag 15.30 Uhr), dafür brauche man „Analyse und Training“ – und Zeit, die das Interimsgespann nicht hat. Es wäre eine Überraschung, würden sich die fehlerhaften Verhaltensmuster schnell ändern.

    Der neue Trainer, der aller Voraussicht nach Marco Rose heißen wird, findet eine verunsicherte Mannschaft vor. „Wir sollten die Fehler zeitnah abstellen“, forderte Krösche. „Wir müssen uns voll auf die Bundesliga konzentrieren.“ Mehr bleibt nicht mehr. Ein internationaler Startplatz ist elementar für die Hessen, die insbesondere den Personalaufwand derart aufgebläht haben, dass schon im vergangenen Geschäftsjahr trotz Champions-League-Qualifikation bei einem Etat von 389 Millionen Euro ein Fehlbetrag von mehr als acht Millionen Euro vermeldet werden musste.

  • Rathauskonzert: Diogenes Quartett gastiert in Grafing

    Rathauskonzert: Diogenes Quartett gastiert in Grafing

    Das Diogenes Quartett gastiert bei einem Rathauskonzert am Sonntag, 25. Januar, in Grafing. Das international bekannte Ensemble aus München zählt seit mehr als 25 Jahren zu den führenden deutschen Streichquartetten. Ein besonderer Höhepunkt der aktuellen Konzert-Saison ist eine Spanien-Tournee, bei der das Quartett einen Beethoven-Zyklus präsentiert.

    In Grafing sind Stefan und Gundula Kirpal (beide Violine), Alba González i Becerra (Viola) und Stephen Ristau (Violoncello) zum wiederholten Mal zu erleben. Auf dem Programm stehen neben einem Streichquartett von Beethoven Werke von Hugo Wolf und Johannes Brahms. Das Konzert im Rathaussaal Grafing beginnt um 19 Uhr. Vorverkauf online über kulturverein-grafing.de.

  • Bürgermeisterwahl 2026: In Olching gibt es ein Bewerber-Quartett

    Bürgermeisterwahl 2026: In Olching gibt es ein Bewerber-Quartett

    Vier Bürgermeisterkandidatinnen und -kandidaten bewerben sich um die Nachfolge des seit 2008 amtierenden Bürgermeisters Andreas Magg. Der SPD-Politiker tritt nicht mehr an, er will im März als Landrat gewählt werden. Bei einer Podiumsdiskussion auf Einladung des örtlichen Gewerbeverbandes ist das Olchinger Kandidaten-Quartett bereits im Oktober ein erstes Mal aufeinandergetroffen. Dabei gingen die Politikerinnen und Politiker wohltuend gesittet miteinander um. Gravierende Meinungsverschiedenheiten blieben die Ausnahme. Etwas kontroverser diskutiert wurde über den besten Weg, mehr Aufenthaltsqualität in der Innenstadt zu schaffen, und über Parkplätze.

    Stefan Eibl (Für Olching)

    Stefan Eibl am blühenden Straßenrand in Olching.
    Stefan Eibl am blühenden Straßenrand in Olching. (Foto: privat)

    Der 49 Jahre alte Stadtrat, Politologe und Unternehmer ist Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft. Er wurde in München geboren und lebt seit vielen Jahren in Olching. Bei der Kommunalwahl 2020 war die Gruppierung „Für Olching“ (FO) noch als Freie Wähler angetreten. Eibl hat es sich zum Ziel gesetzt, in der Stadt Räume für ein gutes Miteinander zu schaffen –wie die Paulusgrube oder einen Generationentreff. Weitere Themen sind für ihn bezahlbarer Wohnraum, eine zukunftsfähige flexible Mobilität, eine Belebung der Hauptstraße, Olching als starker Wirtschaftsstandort sowie eine stärkere Bürgerbeteiligung.

    Maximilian Gigl, CSU

    Maximilian Gigl bei einem Unternehmer-Frühstück der Stadt im Kom.
    Maximilian Gigl bei einem Unternehmer-Frühstück der Stadt im Kom. (Foto: Johannes Simon)

    Der 33 Jahre alte Betriebswirt und Elektroingenieur ist seit 2020 Zweiter Bürgermeister. Bei der damaligen Stichwahl hatte er 43 Prozent der Stimmen bekommen. Seit 1984 versucht die CSU, das Rathaus zurückzuerobern, nun soll es einen erneuten Anlauf geben. Besonders im Blick hat Gigl die Grundschulen. Jene in Olching müsse dringend erweitert werden, der offene Ganztag an allen drei Einrichtungen möglich sein, um gleichwertige Bedingungen für alle Kinder der Stadt zu schaffen. Auch Straßen und sonstige Infrastruktur gelte es in Schuss zu bringen. Den Einstieg der Stadt in den sozialen Wohnungsbau lehnt Gigl ab. Als Mittel gegen die Wohnungsnot schlägt er den Bau weiterer barrierefreier, seniorengerechter Immobilien vor. Die Hoffnung: Wenn ältere Menschen dorthin umziehen, könnten junge Familien in deren bisherige Häuser einziehen. Gigl schlägt als Standort für ein Senioren-Wohnprojekt das städtische Grundstück an der Heckenstraße, Ecke Buchfinkenstraße vor.

    Laura Müller, Grüne

    Laura Müller
    Laura Müller (Foto: privat)

    Die 38 Jahre alten Förderschullehrerin, die Germanistik und Geschichte studiert hat, ist verheiratet und Mutter von vier Kindern. Sie will sich für bezahlbaren Wohnraum, zentrale Geschäfte, Cafés, Kulturzentren und mehr Grün auch abseits der Amper einsetzen. Außerdem die Generationen verbinden, denn Begegnung sei die Basis für Gemeinschaft. Müller will Menschen vor allem besser an politischen Entscheidungen beteiligen – und nicht vor vollendete Tatsachen stellen. Brücken gelte es ebenfalls zu bauen zwischen den politischen Lagern, der Verwaltung und der Bürgerschaft. Und sie will in Olching stärker Klimaschutz und Lebensqualität verbinden. Müller lebt seit elf Jahren in Olching. Sie gehört dem Agenda-21-Projekt Frauensachen und der Initiative „Respekt und Toleranz im Viertel“ an, ist Elternsprecherin, Leseförderin sowie ehrenamtliche Legasthenie-Therapeutin. 2021 wechselte die damalige stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvorstands zu den Grünen.

    Julia Worch, SPD

    Julia Worch mit Bürgermeister Andreas Magg.
    Julia Worch mit Bürgermeister Andreas Magg. (Foto: Karl-Wilhelm Götte)

    Die 34 Jahre alte Juristin ist bei der Wohnungsbaugesellschaft der Landeshauptstadt angestellt und nach einigen Jahren in München wieder in den Landkreis Fürstenfeldbruck zurückgekehrt. Sie möchte sich vor allem für bezahlbaren Wohnraum einsetzen. Zudem ist der verheirateten Mutter eines Kleinkinds die Vereinbarkeit von Beruf und Familie wichtig. Ebenso wie die Themen bezahlbarer Wohnraum sowie die Nutzung der Hauptstraße als Einkaufsstraße. Ihr großer Wunsch: eine lebenswerte, lebendige Stadt ohne Leerstand. Um jenen zu verhindern, wäre für sie der Erlass einer Zweckentfremdungssatzung denkbar.

  • Leben im Alter: Pflegeheimplätze in Bayern werden zunehmend teurer

    Leben im Alter: Pflegeheimplätze in Bayern werden zunehmend teurer

    Erneut sind die Kosten in Bayern für Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen deutlich gestiegen. Die Zahlungen aus eigener Tasche im ersten Aufenthaltsjahr lagen im landesweiten Schnitt bei 3196 Euro im Monat, wie eine Auswertung des Verbands der Ersatzkassen zum Stand 1. Januar ergeben hat.

    Damit waren die Zuzahlungen monatlich 102 Euro höher als zum 1. Juli 2025, wie die Daten zeigen. Seit Jahren steigen die Kostenanteile bundesweit spürbar an. In den Summen ist zum einen der Eigenanteil für die reine Pflege und Betreuung enthalten, denn die Pflegeversicherung trägt nur einen Teil der Kosten. Für Bewohnerinnen und Bewohner im Heim kommen aber noch Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen und Ausbildungskosten hinzu.

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    Bundesweit gibt es weiter große Unterschiede bei den Eigenanteilen. Im Ländervergleich am teuersten war die Pflege im ersten Heimjahr zum 1. Januar in Bremen mit durchschnittlich 3637 Euro im Monat und im Saarland mit 3601 Euro. Am niedrigsten war die monatliche Belastung im ersten Jahr im Heim in Sachsen-Anhalt mit 2720 Euro sowie in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen mit je 2903 Euro. Bundesweit lag der Schnitt bei 3245 Euro, was einen Anstieg um 137 Euro zum 1. Juli und sogar um 261 Euro im Vergleich zum 1. Januar 2025 bedeutet.

    Ausgewertet wurden Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern. Zum Ersatzkassenverband gehören etwa die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit. Bei den selbst zu zahlenden Summen kommt es auf die Aufenthaltsdauer an, weil sich danach Entlastungszuschläge richten, die Pflegebedürftige neben den Leistungen der Pflegekassen bekommen. Der Eigenanteil für die reine Pflege wird damit im ersten Jahr im Heim um 15 Prozent gedrückt, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent.

  • Menschenhandel und Schwarzarbeit Schwere Anschuldigungen gegen Ex-Bayern-Star Hernández Die Anwältin einer kolumbianischen

    Menschenhandel und Schwarzarbeit Schwere Anschuldigungen gegen Ex-Bayern-Star Hernández Die Anwältin einer kolumbianischen

    Menschenhandel und Schwarzarbeit

    Schwere Anschuldigungen gegen Ex-Bayern-Star Hernández

    Die Anwältin einer kolumbianischen Familie wirft dem ehemaligen Bayern-Verteidiger Lucas Hernández und seiner Frau Victoria Triay vor, ihre Klienten illegal beschäftigt zu haben. Die Beschuldigten bestreiten »böse Absicht«.

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    Lucas Hernández (Trikotnummer 21) bei einem Ligaspiel mit PSG

    Foto: Gonzalo Fuentes / REUTERS

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    Der frühere Bayern-Verteidiger und Ex-Weltmeister Lucas Hernández sowie seine zukünftige Ehefrau Victoria Triay sind nach Informationen des französischen Magazins »Paris Match« 

    wegen Menschenhandels und Schwarzarbeit bei der Staatsanwaltschaft in Versailles angezeigt worden. Hinter den Anschuldigungen, die Hernández und seine Partnerin in einer Stellungnahme zurückwiesen, soll eine kolumbianische Familie stehen – die Eltern und ihre drei Kinder.

    Demnach soll das Paar die Familie von September 2024 bis November 2025 mit diversen Tätigkeiten im Haushalt beschäftigt und diese Anstellungen nicht ordnungsgemäß angemeldet haben.Lola Dubois, die Anwältin der Familie, wirft dem Fußballstar von Paris Saint-Germain und seiner Partnerin vor, einer ganzen Familie ihre Rechte vorenthalten zu haben. Ihre Klienten hätten »zwischen 70 und 80 Stunden pro Woche« für ein bar ausgezahltes Gehalt von etwa 2000 Euro gearbeitet, »ohne bezahlten Urlaub, ohne jegliche Dokumente, die ihre Arbeitnehmerrechte belegen«, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Dubois spricht von einer Haltung, »die an moderner Sklaverei« grenzt.

    Hernández und Partnerin sprechen von »Vertrauensbruch«Hernández und Triay wiesen die Vorwürfe in einer gemeinsamen Stellungnahme  auf Instagram zurück und sprachen von einem »Vertrauensbruch«. Das Paar bestreitet, in »böser Absicht« oder »unter Missachtung des Gesetzes« gehandelt zu haben.»Wir öffneten unser Haus und unser Leben für Menschen, die sich als Freunde vorstellten, die unsere Freundlichkeit suchten und für die wir aufrichtige Zuneigung empfanden«, schrieben sie. »Wir halfen ihnen, unterstützten sie und glaubten ihnen, als sie uns versicherten, dass sie dabei seien, ihren Status zu legalisieren. Dieses Vertrauen wurde missbraucht.«

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    Drohende Gefängnisstrafe für Bayern-Star Hernández: »Vielleicht habe ich ihr da wehgetan«

    Von Florian Haupt, Gerhard Pfeil und Petra Truckendanner

    +++ Fußball-Transferticker +++: Bayern gibt Hernández an Paris Saint-Germain ab und erhöht Angebot für Kane

    Hernández war einst ein Bundesligastar. 2019, ein Jahr nach dem WM-Titel mit Frankreich, wechselte er für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid zum FC Bayern. Nie zuvor hatten die Münchner eine höhere Ablöse für einen Spieler investiert.Mit den Bayern gewann der Verteidiger unter anderem 2020 die Champions League. 2023 ging er zum französischen Serienmeister Paris Saint-Germain, mit dem er ebenfalls im vergangenen Jahr die Königsklasse gewann.PSG äußerte sich zunächst nicht zu dem Fall. Hernández ist mehrfach aufgrund häuslicher Gewalt vorbestraft. 

    ngo/dpa/sid

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  • Auslaufende Verträge etlicher Münchner Profis Die eine Baustelle des FC Bayern Die

    Auslaufende Verträge etlicher Münchner Profis Die eine Baustelle des FC Bayern Die

    Auslaufende Verträge etlicher Münchner Profis

    Die eine Baustelle des FC Bayern

    Die Münchner marschieren durch die Champions League. So gut es sportlich läuft: Wie der Bayern-Kader künftig aussieht, ist offen. Viele Verträge enden, und gerade um einen wird gerungen – mit Abwehrboss Dayot Upamecano.

    Florian Kinast, München

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    Bayern-Profis beim Torjubel gegen Union Saint-Gilloise

    Foto: Steffie Wunderl / Beautiful Sports International / IMAGO

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    Bei der Analyse verfiel Max Eberl kurz in seinen Heimatdialekt. Max Eberl stammt aus Bogen, die Stadt liegt tief in Niederbayern. Seine Herkunft hört man dem Sportvorstand des FC Bayern selten an, meist spricht Eberl gepflegtes Hochdeutsch. Als er am späten Mittwochabend aber zu einer Bewertung des Spiels anhob, sagte Eberl, dass er die erste Halbzeit als »zaach« empfunden habe. Also als zäh. Es war eine sehr treffende Beschreibung.

    Zwar war auch die zweite Hälfte an diesem kalten Januar-Abend nicht wirklich erwärmend, immerhin sorgten die beiden Tore von Harry Kane kurz nach der Pause für einen letztlich mühelosen 2:0-Erfolg gegen Union Saint-Gilloise. Und noch viel wichtiger, der Sieg sicherte den Bayern am vorletzten Spieltag der Ligaphase die vorzeitige Qualifikation fürs Achtelfinale der Champions League.

    Kommenden Mittwoch, am letzten Champions-League-Spieltag, geht es bei der PSV Eindhoven nur noch darum, ob die Mannschaft Platz zwei in der Tabelle behauptet und damit in der K.-o.-Phase bis einschließlich Halbfinale im Rückspiel Heimrecht genießt. Sofern die Bayern natürlich das Halbfinale erreichen.

    Die Frage, ob die Bayern wie im Vorjahr den Umweg über die Playoffs nehmen müssen, ist nun also geklärt, sie müssen es nicht. Andere Fragen hingegen sind in diesen Wochen noch unbeantwortet, das betrifft den Kader und die Zukunft mancher Spieler über das Saisonende hinaus. Wer geht, wer bleibt, wer bekommt einen neuen Vertrag?Bei gleich einem halben Dutzend gestandener Profis laufen die Verträge im Sommer aus. Bei den meisten Personalien sind die Bayern-Bosse entspannt. Nur eine sorgt für Unruhe, es geht um Dayot Upamecano, Münchens Abwehrboss, der sich ziert, den Bayern endgültig zuzusagen.

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    Guerreiro gegen Union: Flexibel einsetzbar

    Foto: Ronald Wittek / EPA

    Aber zunächst zu den anderen offenen Fragen. Etwa die nach Sven Ulreich, dessen Vertrag ausläuft und der als Nummer drei in der Torhüter-Hierarchie hinter Manuel Neuer und Jonas Urbig kaum noch Aussicht auf Spielzeit hat.Eine Entscheidung zu Ulreichs Verbleib hat aber derzeit genauso wenig Priorität wie bei Raphaël Guerreiro, der am Mittwoch als Rechtsverteidiger einen eher durchwachsenen Auftritt hinlegte. Der 32-Jährige spielt nur dann eine Rolle, wenn andere verletzt ausfallen, so wie derzeit die Außenverteidiger Josip Stanišić und Konrad Laimer. Für Guerreiro spricht, dass er viele Positionen ausfüllen kann, auch die im Mittelfeld. Aber: Eine Trennung zum Saisonende wäre für die Bayern verschmerzbar.

    Die Goretzka-FrageEher fraglich scheint auch der Verbleib von Leon Goretzka. Der Nationalspieler war 2018 zu den Bayern gekommen, in den Anfangsjahren spielte er neben Joshua Kimmich im Mittelfeld, die beiden waren eine feste Größe als Doppel-Sechs. Doch zuletzt blieb dem einstigen Führungsspieler oft nur die Zuschauerrolle von der Ersatzbank.So auch am Mittwoch, als neben Kimmich wieder einmal Aleksandar Pavlović in der Startelf stand. Nach Spielende vermeldete der Datenanbieter Opta 150 erfolgreiche Pässe, die Pavlović gegen den belgischen Meister gespielt hatte – und damit mehr als jeder andere Bayern-Spieler seit Beginn der Datenerfassung 2003, ein vereinsinterner Rekord.

    Goretzka kam in der zweiten Minute der Nachspielzeit aufs Feld, er spielte drei Pässe, dann war Abpfiff. Gut vorstellbar, dass sich der bald 31-Jährige aufgrund fehlender Perspektive im Sommer einen neuen Verein sucht.

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    Neuer am Mittwochabend: Hat er bald genug vom Profifußball?

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand / AFP

    Aber auch hier sind die Bayern-Bosse genauso entspannt wie bei Manuel Neuer, der kürzlich ankündigte, eine Entscheidung zu seiner Zukunft würde gegen Ende März fallen. Womöglich also in der Länderspielpause. Am 27. März, wenn die DFB-Auswahl ein Testspiel gegen die Schweiz bestreitet, wird Neuer 40, womöglich wird er zum Geburtstag mit einem neuen Vertrag für ein weiteres Jahr beschenkt. Viel hängt in dieser Frage vor allem an Neuer selbst, ob er verlängern möchte oder ob er genug hat vom Profifußball.

    Und dann gibt es noch Serge Gnabry, den in der Offensive vielseitig einsetzbaren Allrounder, dem zwar seit Jahren die nötige Konstanz fehlt, der aber immer wieder gut ist für Tore und Vorlagen. Sportchef Eberl sagte in dieser Woche, er sehe bei den Gesprächen mit Gnabry »Licht am Ende des Tunnels«.Nur bei Upamecano wird es kribbeligDas klingt aus Klubsicht erfreulich, so wirkt bei den Personalfragen fast alles sehr entspannt beim FC Bayern.Wäre da nicht das Thema Upamecano. Die bei den Vertragsfragen wohl wichtigste Personalie.Upamecano, 27, war schon immer ein sehr guter Verteidiger, doch seit Vincent Kompany im Sommer 2024 sein Trainer geworden ist, hat sich der Franzose weiter verbessert. Seine Mischung aus Tempo, Athletik, vorausschauendem Stellungsspiel und Ballfertigkeit macht ihn zum idealen Bayern-Verteidiger. Und die Aussetzer, die er sich einst regelmäßig in der Defensive leistete, suchte man in seinem Spiel zuletzt vergeblich. Upamecano hat sich auf Topniveau stabilisiert.

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    Upamecano in Leipzig: »Wir werden mit ihm reden«

    Foto: Matthias Koch / IMAGO

    Am Mittwoch fehlte er krankheitsbedingt, auch sein Einsatz am Samstag gegen den FC Augsburg ist zweifelhaft. Viel drängender aber ist die Frage, ob er über den Sommer hinaus bleibt.Seit vielen Wochen sind die Bayern mit dem französischen Nationalspieler und seinem Berater in intensiven Verhandlungen. Laut Eberl steht das Angebot des Klubs, auf eine Rückmeldung des Münchner Abwehrchefs wartet er aber noch immer.

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    »Die Entscheidung liegt nun beim Spieler«, sagte Eberl vor einigen Tagen zu »Bild Sport« auf »Welt TV«. »Wir alle wünschen und hoffen, dass bald eine Entscheidung fällt. Es gibt keine Frist, aber es wäre für alle Beteiligten hilfreich, wenn bald eine Entscheidung getroffen würde.« Aufhorchen ließ Eberl dabei mit dem Satz: »Selbst wenn die Entscheidung gegen uns ausfallen sollte, würden wir damit leben können.«

    Am Mittwoch noch einmal darauf angesprochen, reagierte Eberl schmallippig: »Wir werden mit ihm reden. Wir werden verkünden, wenn es etwas zu verkünden gibt, in welche Richtung auch immer.« Und dann sagte er noch: »Wir klären das intern.«

    »Ich glaube, das, was er jetzt da liegen hat, das sollte er unterschreiben. Es wird nicht besser.«

    Vorstandschef Jan Christian Dreesen über das Angebot an Upamecano

    Dass die Personalie allmählich zum Reizthema wird und die Münchner Ungeduld wächst, war schon bei Vorstandschef Jan Christian Dreesen herauszuhören. Bei einem Fanclubbesuch vor zwei Wochen riet er Upamecano, sehr bald eine Entscheidung zu treffen. »Ich glaube, das, was er jetzt da liegen hat, das sollte er unterschreiben«, so Dreesen, »es wird nicht besser. Wir haben ihm ein außerordentlich gutes Angebot gemacht.«

    Dass man »nicht jeden Blödsinn« mitmachen würde, meinte Dreesen noch mit einem Machtwort und fügte hinzu: »Wenn man einen Kaugummi zu lange kaut, ist der Geschmack irgendwann raus. Deshalb darf sich das nicht wie Kaugummi ziehen«.Sonst wird der Kaugummi wie die erste Halbzeit am Mittwoch. Ziemlich zaach.

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  • Rückkehr aus dem Weltraum Astronauten berichten vom medizinischen Notfall auf der ISS

    Rückkehr aus dem Weltraum Astronauten berichten vom medizinischen Notfall auf der ISS

    Rückkehr aus dem Weltraum

    Astronauten berichten vom medizinischen Notfall auf der ISS

    Erstmals in ihrer Geschichte musste die Nasa Astronauten vorzeitig von der Internationalen Raumstation holen. Die Raumfahrer plädieren nun dafür, auf jedem Flug ein tragbares Ultraschallgerät mitzunehmen.

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    Die vier Astronauten auf der ISS

    Foto: NASA / AP / dpa

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    Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hat in der vergangenen Woche erstmals in der Geschichte der Internationalen Raumstation ISS eine vierköpfige Astronautenbesatzung wegen medizinischer Probleme vorzeitig zurück zur Erde zurückgeholt. Die US-Astronauten Zena Cardman und Michael Fincke, der japanische Raumfahrer Kimiya Yui und der russische Kosmonaut Oleg Platonow landeten sicher im US-Bundesstaat Kalifornien. Über den genauen medizinischen Notfall bewahrt die Nasa weiterhin Stillschweigen, hat nun aber Details zum Einsatz auf der ISS verraten.

    Ein tragbares Ultraschallgerät sei während der medizinischen Krise auf der ISS »super praktisch« gewesen, sagten die Astronauten bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt seit der Landung. Sie weigerten sich jedoch zu sagen, wer von ihnen medizinische Hilfe benötigte. Die Nasa behält Details zu gesundheitlichen Problemen von Raumfahrern üblicherweise für sich, um die Privatsphäre der betreffenden Person zu schützen.

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    Die Astronauten in der SpaceX-Kapsel nach der Landung auf der Erde

    Foto: NASA / Bill Ingalls / REUTERS

    Astronaut Fincke sagte, die Besatzung habe das Ultraschallgerät an Bord eingesetzt, als am 7. Januar, einen Tag vor einem geplanten Weltraumspaziergang, das medizinische Problem aufgetreten sei. Die Astronauten hätten das Gerät zuvor häufig für Routineuntersuchungen ihrer körperlichen Veränderungen während des Lebens in der Schwerelosigkeit verwendet. Und: »Als wir diesen Notfall hatten, war das Ultraschallgerät sehr nützlich«.

    Fincke plädierte dafür, dass künftig auf allen Raumflügen ein tragbares Ultraschallgerät dabei sein sollte. »Wir versuchen sicherzustellen, dass vor dem Flug wirklich niemand für Überraschungen anfällig ist. Aber manchmal passieren Dinge und es gibt Überraschungen, und das Team war bereit«, sagte Fincke.Die Raumstation sei so gut wie möglich für medizinische Notfälle ausgerüstet, sagte Astronautin Zena Cardman. Die Nasa habe »alle richtigen Entscheidungen getroffen«, als sie den Weltraumspaziergang, der ihr erster gewesen wäre, absagte und das Wohlergehen der Besatzung in den Vordergrund stellte.

    Der japanische Astronaut Kimiya Yui sagte, er sei überrascht gewesen, wie gut sich das vorherige Training bei der Bewältigung der gesundheitlichen Probleme ausgezahlt habe. »Wir können mit jeder Art von schwieriger Situation umgehen«, sagte Yui. »Das ist tatsächlich eine sehr, sehr gute Erfahrung für die Zukunft der bemannten Raumfahrt.«

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    Notfall auf der Internationalen Raumstation: Crew auf der Erde gelandet – vom Mars führt so schnell kein Weg zurück

    Von Christoph Seidler

    Rückholung von ISS-Besatzung: »Faule Menschen sind die besseren Raumfahrer«

    Ein Interview von Olaf Stampf

    Die Crew war im August 2025 in Florida gestartet und verließ die ISS rund einen Monat früher als geplant. In Houston wurden sie von ihren Nachfolgern begrüßt, deren Start erst für Mitte Februar geplant ist. Die Nasa und SpaceX arbeiten daran, den Flug vorzuverlegen. »Wir hatten gehofft, sie im Weltraum umarmen zu können, aber wir haben sie auf der Erde umarmt«, sagte Fincke.

    Erstmals hat die Nasa eine Crew vorzeitig von der ISS zurückgeholt, weil ein Raumfahrer erkrankt ist. Bald sollen Astronauten noch viel weiter ins All fliegen, zum Mond und zum Mars. Übernehmen Roboter dann die Not-OP? Mehr dazu lesen Sie hier. 

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  • Sturmtief über dem Mittelmeer Zwei Menschen sterben bei Überschwemmungen in Griechenland Straßen

    Sturmtief über dem Mittelmeer Zwei Menschen sterben bei Überschwemmungen in Griechenland Straßen

    Sturmtief über dem Mittelmeer

    Zwei Menschen sterben bei Überschwemmungen in Griechenland

    Straßen wurden zu Sturzbächen: Über Griechenland sind heftige Unwetter hinweggezogen. Zwei Menschen kamen in den Wassermassen ums Leben – und es soll weiter stürmen.

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    Geröllmassen auf den Straßen in Athen

    Foto: George Vitsaras / EPA

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    Heftige Regenfälle haben in Teilen Griechenlands Überschwemmungen ausgelöst, mindestens zwei Menschen starben. Das berichten griechische Medien. In der südlichen Ägäis herrschten Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern pro Stunde, sagte eine Meteorologin im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ERTNews 

    ). Der Fährverkehr brach zusammen.

    Ein Beamter der Küstenwache rutschte Berichten zufolge während einer Kontrolle in einem kleinen Hafen auf der Halbinsel Peloponnes aus und fiel ins Meer. Dort wurde er von den hohen Wellen mitgerissen und ertrank, wie die Nachrichtenagentur ANA-MPA meldete. In Athen wurde laut einem Rundfunkbericht eine Frau von den Wassermassen erfasst und starb.In der griechischen Hauptstadt Athen verwandelten sich Straßen in reißende Bäche. Autos, Mülltonnen und Geröll wurden mitgerissen, wie Aufnahmen griechischer Medien zeigten. Der Zivilschutz rief die Einwohner mehrerer Regionen dazu auf, möglichst zu Hause zu bleiben. In weiten Teilen des Landes blieben die Schulen geschlossen.

    Das Sturmtief wird nach Angaben des griechischen Wetteramts  auch am Donnerstag Auswirkungen haben. Betroffen sein sollen unter anderem die bei Touristen beliebten Inseln Rhodos, Lesbos und Samos.

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