Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Haushalts

    Haushalts

    Hieronder vindt u de top 5 belangrijkste Duitse nieuwsberichten van dit moment, met de originele Duitse context en een Nederlandse samenvatting. De focus ligt op politiek, economie en actuele gebeurten issen. — **1. Debat over de Duitse begroting — **1. Debat over de Duitse begroting** **



  • Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln,

    Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln,

    Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln, beendet die Horror-Serie. Und feiert seinen ersten Treffer im ersten Spiel mit einem ganz speziellen Jubel. Was hinter der Kobra steckt – mehr mit BILDplus.



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  • In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der

    In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der

    In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der Tann den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, den größten öffentlich-rechtlichen Fernsehpreis bekommt, steht ein vergifteter Satz: „Man kann immer über einzelne Formulierungen diskutieren“. Wer das aktuell in aller Heftigkeit zu spüren bekommt, ist von der Tann selbst. Zum Beispiel von den Menschen, die draußen vor der Tür…



  • In der Talkrunde von Maybrit Illner verteieidgt sich Sozialministerin Bärbel Bas (SPD)

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    In der Talkrunde von Maybrit Illner verteieidgt sich Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) gegen die jüngste Kritik an ihr. Entschuldigen will sie sich für die unglücklich gewählte Klassenkampf-Rhetorik auf dem Arbeitgeber-Tag nicht. Bas wählt einen anderen Weg.



  • Flugstornierungen und Verspätungen wegen Airbus-Software-Problem

    Weltweit arbeiten Fluggesellschaften unter Hochdruck daran, das Software-Problem bei Tausenden Airbus-Maschinen aus der A320-Familie zu beheben. Sie mussten dazu am Freitag und Samstag kurzfristig neue Software aufspielen, nachdem der europäische Flugzeughersteller über die notwendige Nachbesserung informiert hatte. Auslöser war ein Flug von Cancún (Mexiko) nach Newark (New Jersey) Ende Oktober, bei dem das Flugzeug plötzlich…



  • Mallorca: Touristen-Rekord trotz Proteste

    Bei sengender Hitze quält sich eine kilometerlange Mietwagenkolonne die Serpentinen hinauf. Ein Heer von Urlaubern hat sich an diesem Spätsommermorgen auf den Weg nach Valldemossa gemacht. Das malerische Bergdorf gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen auf der Mittelmeer-Insel Mallorca, und auch in diesem Jahr kommt es auf der schmalen Gebirgsstraße tagtäglich zum Verkehrskollaps. Betroffen davon sind…



  • Reisen durch Europa: Worauf LGBTQIA+-Personen achten sollten

    Weltweit variieren die Rechte für LGBTQIA+-Personen stark: Was in manchen Ländern mit dem Tod bestraft wird, wird anderorts regelmäßig bei bunten Pride-Events gefeiert. Auch innerhalb Europas unterscheiden sich sowohl die rechtliche Lage als auch die soziale Akzeptanz der queeren Community stark zwischen den Ländergrenzen. “Grundsätzlich sind die Bedürfnisse von Lesben, Schwulen, Trans* und allem möglichen…



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    Nur noch wenige Tage, und auch die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern werden voraussichtlich UNESCO Welterbe. Nominiert wurden Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee – gemeinsam mit 31 weiteren Orten rund um den Globus. Die Entscheidungen trifft das Welterbekomitee auf seiner 47. Sitzung in Paris (bis 16. Juli 2025). Seit zehn Jahren stehen die bayerischen Königsschlösser ganz…



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    Rechtzeitig zum Beginn der sommerlichen Urlaubssaison gehen auch die Proteste gegen den Massentourismus wieder los, wie es sie bereits seit Jahren in besonders beliebten Urlaubsdestinationen Italiens, Portugals vor allem aber Spaniens gibt. Am 15. Juni ist es so weit. Die Plattform Sur de Europa contra la Turistización (Südeuropa gegen die Touristifizierung) kündigte Aktionen unter anderem…



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  • Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln,

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  • In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der

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Categorie: Nieuws

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    Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln,

    Ricky-Jade Jones erlöst St. Pauli mit seinem Last-Minute-Treffer beim 1:1 in Köln, beendet die Horror-Serie. Und feiert seinen ersten Treffer im ersten Spiel mit einem ganz speziellen Jubel.

    Was hinter der Kobra steckt – mehr mit BILDplus.

  • In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der

    In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der

    In den Zeilen der Jury, die erklären sollen, wieso Sophie von der Tann den Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis, den größten öffentlich-rechtlichen Fernsehpreis bekommt, steht ein vergifteter Satz: „Man kann immer über einzelne Formulierungen diskutieren“. Wer das aktuell in aller Heftigkeit zu spüren bekommt, ist von der Tann selbst. Zum Beispiel von den Menschen, die draußen vor der Tür stehen.

  • In der Talkrunde von Maybrit Illner verteieidgt sich Sozialministerin Bärbel Bas (SPD)

    In der Talkrunde von Maybrit Illner verteieidgt sich Sozialministerin Bärbel Bas (SPD)

    In der Talkrunde von Maybrit Illner verteieidgt sich Sozialministerin Bärbel Bas (SPD) gegen die jüngste Kritik an ihr. Entschuldigen will sie sich für die unglücklich gewählte Klassenkampf-Rhetorik auf dem Arbeitgeber-Tag nicht. Bas wählt einen anderen Weg.

  • Flugstornierungen und Verspätungen wegen Airbus-Software-Problem

    Weltweit arbeiten Fluggesellschaften unter Hochdruck daran, das Software-Problem bei Tausenden Airbus-Maschinen aus der A320-Familie zu beheben. Sie mussten dazu am Freitag und Samstag kurzfristig neue Software aufspielen, nachdem der europäische Flugzeughersteller über die notwendige Nachbesserung informiert hatte.

    Auslöser war ein Flug von Cancún (Mexiko) nach Newark (New Jersey) Ende Oktober, bei dem das Flugzeug plötzlich an Höhe verloren hatte. Die Maschine wurde nach Tampa (Florida) umgeleitet. Die Untersuchungen hatten ergeben, dass intensive Sonnenstrahlung Daten beschädigen könne, die für die Funktion der Flugsteuerung bei Flugzeugen der A320-Baureihen entscheidend sind.

    Ein logistischer Kraftakt für die Fluggesellschaften

    Ein Konzernsprecher schätzt, dass insgesamt etwa 6000 Flugzeuge betroffen sein dürften. Die Updates mussten noch vor dem nächsten Flug vorgenommen werden. Bis zum Samstagmorgen meldeten mehrere Airlines rasche Fortschritte. Dennoch wurden Dutzende Flüge gestrichen und Passagiere vor etwaigen Verspätungen oder Verschiebungen gewarnt. Die deutsche Lufthansa geht nicht von Flugausfällen durch Airbus-Software-Problem aus.

    Silhouette einer A320 der TAP vor dem Vollmond über Lissabon (23.06.2024)
    A320 im Landeanflug : Bis spätestens Sonntag sollten alle Maschinen wieder einsatzbereit seinBild: Armando Franca/AP Photo/picture alliance

    Japans größte Fluggesellschaft ANA sagte 65 Flüge wegen des Problems ab. Auch am Sonntag könne es noch zu Störungen im Flugverkehr kommen.

    In Indien musste nach Angaben der dortigen Flugaufsichtsbehörde bei insgesamt 338 Maschinen die Software aktualisiert werden. Bis Sonntag dürften die notwendigen Arbeiten abgeschlossen sein. Air India teilte mit, es sei mit keinen größeren Auswirkungen zu rechnen. Allerdings könne es bei einigen Flügen zu Verspätungen oder Umbuchungen kommen. Ähnlich äußerten sich Fluggesellschaften in Australien und Südkorea.

    Ausgerechnet am Thanksgiving-Wochenende

    Bei American Airlines waren nach Unternehmensangaben 209 Flugzeuge betroffen. Die Fluggesellschaft gab sich aber zuversichtlich, dass bis Samstagvormittag (Ortszeit USA) nahezu alle Maschinen auf dem neuen Software-Stand sein dürften. In den USA läuft wegen des Thanksgiving-Familienfests das verkehrsreichste Reisewochenende des Jahres.

    Mike Stengel, Partner des Beratungsunternehmens AeroDynamic Advisory für die Luft- und Raumfahrtindustrie, sagte der Nachrichtenagentur AP, es sei “definitiv nicht ideal, dass dies bei einem sehr weit verbreiteten Flugzeug an einem stark frequentierten Feiertagswochenende passiert”. Aber immerhin dauere das Software-Update nur wenige Stunden, so der Experte aus Ann Arbor, Michigan.

    Airbus hat seinen Hauptsitz in Frankreich, ist aber in den Niederlanden registriert. A320-Maschinen werden unter anderem im Airbuswerk in Hamburg im Norden Deutschlands montiert. Das Unternehmen gehört neben Boeing zu den größten Flugzeugherstellern der Welt.

    fab/AR (rtr, ap)

    Redaktionsschluss: 17.30 Uhr (MEZ) – dieser Artikel wird nicht weiter aktualisiert.

  • Mallorca: Touristen-Rekord trotz Proteste

    Bei sengender Hitze quält sich eine kilometerlange Mietwagenkolonne die Serpentinen hinauf. Ein Heer von Urlaubern hat sich an diesem Spätsommermorgen auf den Weg nach Valldemossa gemacht. Das malerische Bergdorf gehört zu den beliebtesten Ausflugszielen auf der Mittelmeer-Insel Mallorca, und auch in diesem Jahr kommt es auf der schmalen Gebirgsstraße tagtäglich zum Verkehrskollaps. Betroffen davon sind nicht nur die Urlauber selbst: Auch ein Bus steckt fest, in dem vor allem Berufstätige sitzen, die zur Arbeit wollen. “Das ist doch nicht mehr zu ertragen”, schimpft einer von ihnen mit Blick auf das schier endlose Stop-and-Go.

    Das Dorf Valldemossa auf Mallorca, Spanien
    Das Dorf Valldemossa ist ein beliebtes Ausflugsziel auf MallorcaBild: Markus Mainka/picture alliance

    19 Millionen Urlauber auf den Balearen

    Obwohl der Unmut über den Massentourismus auf den Balearen wie auch in anderen Teilen Spaniens seit Jahren zunimmt und sich immer wieder in Protestaktionen entlädt, steuern die Inseln auch in diesem Jahr auf einen neuen Urlauberrekord zu. Bis einschließlich Juli kamen fast elf Millionen Touristen und damit etwas mehr als im selben Vorjahreszeitraum. Im gesamten Jahr 2024 lag die Zahl bei 18,7 Millionen. In diesem Jahr wird der Wert aller Voraussicht nach auf mehr als 19 Millionen steigen – das ist etwa jeder fünfte Spanien-Urlauber.

    Demonstration im Mai 2025 gegen Wohnungsnot und Luxustourismus auf Mallorca, Spanien
    Im Mai gingen in Palma mehrere tausend Menschen gegen die Auswüchse des Massentourismus auf die StraßeBild: Clara Margais/dpa/picture alliance

    Trotz der auf den ersten Blick vielversprechenden Zahlen ist Mallorcas Tourismusbranche jedoch nicht in Jubelstimmung. Gastronomen, Einzelhändler und Betreiber touristischer Attraktionen klagen über deutliche Umsatzrückgänge. Sorge bereiten ihnen ausgerechnet die deutschen Touristen. Deren Zahl nämlich ist in den vergangenen Sommermonaten drastisch gesunken im Vergleich zum Vorjahr, allein im Juli um mehr als acht Prozent. Die Deutschen stellen traditionell die mit Abstand größte Urlaubergruppe auf Mallorca. Darum schrillen bei vielen die Alarmglocken.

    Pedro Oliver, Vorsitzender des Verbands der Reiseführer auf der Insel, ist überzeugt, dass die Anti-Tourismus-Proteste eine Teilschuld haben. “Ich habe keinen Zweifel, dass sie einen Effekt hatten: Die Botschaft ist angekommen.” Er und seine Kollegen merkten das in ihrer täglichen Arbeit. “Ständig kommen Nachfragen der Touristen, ob es wahr ist, dass man auf Mallorca keine Urlauber mehr will.” Ähnlich sieht das Rafel Roig, Vorsitzender des mallorquinischen Transportunternehmerverbandes. “Ist doch klar: Wenn ich höre, dass man mich an einem Ort nicht haben will, fahre ich da doch nicht hin.”

    Zunehmende Sommerhitze könnte ein Faktor sein

    Dass sich die Deutschen tatsächlich von den antitouristischen Protesten abschrecken lassen, bezweifelt derweil Álvaro Blanco vom spanischen Fremdenverkehrsbüro in Berlin. Gerade einmal zwei E-Mails besorgter Bundesbürger zu dem Thema seien in den vergangenen Monaten eingegangen. “Ich glaube nicht, dass die Proteste Folgen haben.” Entscheidender dürfte die angespannte wirtschaftliche Lage in Deutschland sein. Auch die zunehmende Hitze in den Sommermonaten in Südeuropa könnte den einen oder anderen Reisenden abschrecken, vermutet er.

    Eine Frau kühlt sich bei über 30 Grad mit einem Fächer ab, Mallorca, Spanien
    Immer häufiger suchen Hitzewellen Südeuropa heim, so auch MallorcaBild: Clara Margais/dpa/picture alliance

    Das sieht auch Carlos Cendra vom auf Tourismus spezialisierten Beratungsunternehmen Mabrian so, wenngleich die tourismuskritischen Proteste zumindest auf lange Sicht Auswirkungen haben könnten, wie er meint. “Man muss verhindern, dass sich die Vorstellung festsetzt, Reisende seien auf den Balearen nicht willkommen”, sagt er. Auch Cendra macht in erster Linie ökonomische Gründe für den Rückgang der Zahl deutscher Urlauber verantwortlich und verweist dabei vor allem auf die zuletzt stark gestiegenen Preise.

    Hotelpreise belasten die Urlaubskasse

    Tatsächlich setzt die Tourismusbranche auf Mallorca seit Jahren ganz bewusst auf Qualitätssteigerung. Das beste Beispiel dafür ist die Veränderung des Hotelangebots: In den vergangenen 20 Jahren verdreifachte sich die Zahl der Vier- und Fünf-Sterne-Hotels, während Ein- bis Drei-Sterne-Hotels vom Markt verschwinden. Das belastet die Urlaubskasse der Touristen. Außerdem setzt die Balearen-Regierung auf Diversifizierung und hat etwa die Tourismuswerbung in den USA verstärkt. In diesem Jahr nun kamen ungewöhnlich viele Franzosen, Italiener und Skandinavier, was den Rückgang der Zahl deutscher Urlauber mehr als ausglich.

    Hinweisschild zu einem Fünf-Sterne-Hotel auf Mallorca, Spanien
    Die Zahl der Vier- und Fünf-Sterne-Hotels hat sich auf Mallorca seit 2004 verdreifachtBild: Clara Margais/dpa/picture alliance

    Und so steuert die Insel also trotz allem auf einen erneuten Rekord zu. Zwar hat die Regional-Regierung wiederholt betont, die Grenzen der Aufnahmefähigkeit seien erreicht, Maßnahmen zur Limitierung des Tourismus aber hat sie bislang gescheut. Nach langem Hin und Her konnte sie sich weder zur Anhebung der Übernachtungssteuer durchringen, noch zur Einführung einer Sonderabgabe auf Mietwagen oder strengerer Regeln für die Ferienvermietung. Zu groß ist die Abhängigkeit vom Tourismus und die Sorge davor, die Nachfrage könnte tatsächlich sinken.

    Protestaktionen soll es weiterhin geben

    Für Jaume Pujol steht daher fest, dass sich nicht wirklich etwas geändert hat auf Mallorca. “Dieser Sommer war nicht anders, als die vorherigen”, sagt der Sprecher der Plattform “Menys turisme mes vida” (Weniger Tourismus, mehr Leben), die bereits mehrere Großdemonstrationen gegen die Auswüchse des Massentourismus organisiert hat. “Die Straßen waren auch in diesem Jahr überfüllt, das Gesundheitssystem überlastet. Die Wachstumslogik gilt unverändert.” Und so kündigt er weitere Protestveranstaltungen an. “Das Thema bleibt weiter aktuell”, sagt er. Auch im kommenden Jahr werde es gewiss wieder eine Großdemonstration geben.

  • Reisen durch Europa: Worauf LGBTQIA+-Personen achten sollten

    Weltweit variieren die Rechte für LGBTQIA+-Personen stark: Was in manchen Ländern mit dem Tod bestraft wird, wird anderorts regelmäßig bei bunten Pride-Events gefeiert. Auch innerhalb Europas unterscheiden sich sowohl die rechtliche Lage als auch die soziale Akzeptanz der queeren Community stark zwischen den Ländergrenzen.

    “Grundsätzlich sind die Bedürfnisse von Lesben, Schwulen, Trans* und allem möglichen andern, was dazwischen ist, genau die gleichen wie von jeder oder jedem anderen auch”, betont Jörg Argelander. Gemeinsam mit Gregor Hiebel leitet er seit 1996 das Berliner Reisebüro “overtherainbow” und berät dort regelmäßig LGBTQIA+-Personen zum sicheren Reisen.

    “Ich möchte Erholung haben, ich möchte Spaß haben, ich möchte neue Leute kennenlernen und mich frei bewegen können”, fasst er die Wünsche seiner Kund*innen zusammen. Für queere Reisende kann es deshalb sinnvoll sein, sich im Voraus über gesellschaftliche Normen, mögliche Anlaufstellen und die eigenen Rechte im Zielland zu informieren.

    Die Progress Pride Flagge weht im Wind
    Die Pride Progressive Flagge beinhaltet neben den ursprünglichen Farben der Regenbogenfahne zusätzlich die Farben der Trans*-Flagge sowie braune und schwarze Farben für People of ColorBild: Cavan Images/IMAGO

    Die Länder im Ranking

    Die EU setzt sich durch verschiedene Bestimmungen wie dem Vertrag von Amsterdam (1997), der Charta der Grundrechte der Europäischen Union (2000) und den Richtlinien zur Bekämpfung von Diskriminierung für den Schutz von LGBTQIA+-Personen ein. Trotzdem lassen sich bei einigen EU-Mitgliedsstaaten oder Beitrittskandidaten aktuell rückläufige Tendenzen finden: So strichen zuletzt beispielsweise Ungarn und Georgien “Geschlechtsidentität” aus ihren Gleichstellungsgesetzen.

    Gleichzeitig gibt es aber auch andere Entwicklungen: Österreich legt seit diesem Jahr im Bundesgleichbehandlungsgesetz fest, dass “Geschlecht” Geschlechtsmerkmale, Geschlechtsidentität und -ausdruck umfasst. Zur Einschätzung der rechtlichen und politischen Situation europäischer Reiseziele bietet sich die Rainbow Map der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA) an. Als weltweiter Dachverband von Organisationen, die sich für LGBTQIA+-Rechte einsetzen, bewertet ILGA jährlich 49 europäische Länder anhand von 76 Kriterien in sieben Kategorien.

    Seit zehn Jahren belegt Malta den ersten Platz des Rankings, in diesem Jahr erzielte der Inselstaat eine Bewertung von 88,83% und liegt somit deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 41,85% sowie dem der Europäischen Union (51,13%). Die letzten drei Plätze belegen 2025 Russland (2%), Aserbaidschan (2%) und die Türkei (5%). Deutschland landet mit 69,1% auf dem achten Platz.

    Pride-Flaggen im LGBTQAI+-freundlichen Viertel in Paris, Frankreich
    Cafés und Restaurants im Marais, dem bekannten LGBTQAI+-Viertel in Paris, werden jährlich zur Pride und auch darüber hinaus mit bunten Regenbogenflaggen geschmücktBild:

    Nationale Gepflogenheiten

    Für die Reisevorbereitung lohnt sich jedoch auch ein Blick über die rechtlichen Bestimmungen im Land hinaus, um nicht unabsichtlich gegen soziale Normen oder Sitten zu verstoßen. LGBTQIA+-Reiseführer, Reiseblogs, Apps oder auch die Website des Auswärtigen Amts können nützlich sein, um sich im Voraus über nationale Gepflogenheiten zu informieren.

    Auf den Straßen portugiesischer Großstädte beispielsweise sind gleichgeschlechtliche Pärchen keine Besonderheit – das öffentliche Austauschen von Zärtlichkeiten zwischen Erwachsenen, unabhängig vom Geschlecht, ist jedoch unüblich. Portugal zählt auch zu den wenigen europäischen Ländern, in denen es, ähnlich wie seit November 2024 in Deutschland, ein Selbstbestimmungsgesetz gibt.

    Ein Mann arbeitet am Schreibtisch, eine Pride-Flagge steht neben ihm
    LGBTQAI+-freundliche Reisebüros können bei der Vorbereitung helfen, genauso wie Apps, bestimmte Websites und ReiseführerBild: Andrey Popov/Pond5 Images/IMAGO

    Vorkehrungen für TIN*-Menschen

    Für TIN*-Menschen (trans*, inter* und nicht-binäre Personen) können Reisen mit Grenzkontrollen zu einer besonderen Herausforderung werden. “Also ganz konkret: Wenn nicht M oder F im Pass steht, sondern divers, dann ist es in gewissen Ländern ein Problem, da einzureisen. Und das beginnt schon beim Flugticket”, weiß Argelander.

    Dass Fluggesellschaften die Angabe “divers” auf dem Ticket anbieten, sei noch immer die Ausnahme. Auch die emotionale Vorbereitung auf invasive Fragen, beispielsweise durch Sicherheitspersonal am Flughafen, ist im Jahr 2025 noch immer ratsam. “Gerade wenn es um Trans*-Personen geht, dann ist das eben kein Spaß, wenn man bei den Body-Scannern raus gewunken wird und das jedes Mal passiert. Das ist eine Sache, die betrifft diese Menschen, die machen sich Leute, die nicht in dieser Problematik sind, überhaupt nicht bewusst”, betont der Reisebüroleiter.

    In Deutschland kann beim Verein dgtiaußerdem ein Ergänzungsausweis beantragt werden, in dem alle selbstgewählten personenbezogenen Daten und ein aktuelles Passfoto dokumentiert werden. Somit zeigt er Unterschiede zwischen dem eigenen Aussehen und Angaben in offiziellen Dokumenten auf. Der Ausweis soll Diskriminierung verhindern und bietet sich nach der Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes vor allem auch für Menschen an, die noch keine endgültige Entscheidung zur rechtskräftigen Namens- oder Geschlechtsänderung getroffen haben.

    Der dgti-Ausweis wird bei vielen Behörden, Innenministerien, Banken, Universitäten, Versicherungen und der Polizei anerkannt, ist jedoch nur gültig in Kombination mit einem behördlichen Personaldokument. Zusätzlich gibt der Verein auf der Website zahlreiche Tipps zum Reisen und anderen Lebensbereichen für TIN*-Personen.

    U-Bahn-Haltestelle Alexanderplatz mit Pride-Farben, Berlin, Deutschland
    Mit seinen vielen LGBTQAI+-freundlichen Clubs und Bars zählt Berlin zu einer der beliebtesten Städte für queere ReisendeBild: Arnulf Hettrich/IMAGO

    Aktivitäten im Land

    Ist man erst einmal im Zielland, kann es schön sein, sich mit der Community vor Ort zu vernetzen. Hierzu gibt es beispielsweise Apps, über die man Mitreisende oder queere Hostels finden kann. Auch LGBTQIA+-Reisebüros stellen eine gute Möglichkeit dar, um Menschen aus der Community kennenzulernen, wenn gewünscht. Darüber hinaus gibt es besonders in Großstädten oft Viertel oder Straßen, die für die Szene bekannt sind: Das Marais in Paris, Chueca in Madrid oder die Via Lecco und die Via Tadino in Mailand sind nur einige Beispiele.

    Auch “Gay Beaches”, an denen mehrheitlich queere Personen zusammenkommen, existieren an manchen Standorten. Besonders bekannt sind der Elia Beach und Paraga Beach auf Mykonos. Wer mehr Lust auf kulturelle Angebote hat, findet in vielen Städten natürlich auch ruhigere Orte, an denen man dennoch Zugänge zur Community entdecken kann: Im Museum “Queer Britain” in London oder in der queeren Buchhandlung “Antigone” in Mailand, zum Beispiel.

    Als besonders beliebte Städte gelten im Jahr 2025 durch ein breites Angebot an LGBTQIA+-Bars und Clubs übrigens Berlin, Amsterdam und Helsinki. Argelander zählt außerdem Spanien und Griechenland als die gefragtesten Länder auf. “Weil dort vor Ort die Gesellschaft teilweise sogar weiter ist als wir in Deutschland. Und es gar nicht weiter thematisiert wird”, erklärt er.

    In den meisten europäischen Ländern können LGBTQIA+-Menschen grundsätzlich sorglos reisen und dabei sicher sein, dass sie besonders in den Großstädten auf Menschen aus ihrer Community treffen. Vorsicht ist trotzdem geboten, da es auch in Europa vereinzelt zu Angriffen auf queere Menschen kommen kann. Jörg Argelander betont: “Am besten wäre, man würde völlig unsichtbar diesbezüglich durch die Welt gehen. Aber wir sind nicht unsichtbar und wir wollen es auch nicht sein.”

  • UNESCO-Komitee berät in Paris über neue Welterbe-Stätten

    Nur noch wenige Tage, und auch die Schlösser König Ludwigs II. von Bayern werden voraussichtlich UNESCO Welterbe. Nominiert wurden Neuschwanstein, Linderhof, Schachen und Herrenchiemsee – gemeinsam mit 31 weiteren Orten rund um den Globus. Die Entscheidungen trifft das Welterbekomitee auf seiner 47. Sitzung in Paris (bis 16. Juli 2025).

    Seit zehn Jahren stehen die bayerischen Königsschlösser ganz oben auf der deutschen Wunschliste. Neuschwanstein, das über dem Alpenrand thront und mit seinen vielen Türmchen aussieht wie ein Märchenschloss, gehört zu den weltweit bekanntesten Bauten Deutschlands. Der vielgerühmte “Traum aus Stein” zieht jedes Jahr über 1 Million Besucher aus aller Welt an.

    König Ludwig II. von Bayern (1845-1886) hatte das Schloss in Auftrag gegeben, der Bau begann 1869 und sollte ihm als Rückzugsort dienen. Heute gehört das pittoreske Gebäude dem Freistaat Bayern. Es ist auch berühmt für seine prunkvolle Innenausstattung.

    Ein Kronleuchter im Sängersaal des Schlosses Neuschwanstein, Deutschland
    Prunkvolles Innenleben: Blick in den Sängersaal des Schlosses Neuschwanstein Bild: Karl-Josef Hildenbrand/dpa/picture alliance

    Viele Welterbestätten in Deutschland

    Vom Aachener Dom bis Zeche Zollverein reicht schon heute die Liste der mehr als 50 deutschen Welterbestätten, die seit 70ern ernannt wurden, als die UNESCO die Welterbekonvention verabschiedete. Auslöser waren damals die Verluste von Kulturgütern im Zweiten Weltkrieg. Den Ausschlag aber gab der Bau des ägyptischen Assuan-Staudamms in den 1960er Jahren, der drohte, die weltberühmten Tempel von Abu Simbel zu überfluten. Die Übereinkunft, der bis heute rund 195 Staaten beigetreten sind, soll Kultur- und Naturstätten von außergewöhnlichem universellem Wert schützen. Derzeit gibt es 1223 Welterbestätten, 952 davon Kulturerbe, 231 Naturerbe.

    Der Blick des Welterbekomitees reicht deshalb auch weit über Deutschland hinaus. Insgesamt 32 Kulturorte sind in diesem Jahr von Ländern rund um den Globus nominiert worden. Dazu zählt das antike Khuttal in Tadschikistan ebenso wie der im Meer versunkene Karibik-Hafen Port Royal auf Jamaika, das modernistische Stadtzentrum von Gdynia in Polen oder auch die Gedenkstätten in Kambodscha, die an die Verbrechen der Roten Khmer und ihre Opfer erinnern.

    Indische Festungen – auch bald Weltkulturerbe?

    Indien hat in diesem Jahr ein Ensemble antiker Festungen als Weltkulturerbe vorgeschlagen. Die beeindruckenden Anlagen in Maharashtra und Tamil Nadu belegen die militärische Stärke des Maratha-Reiches, das vom 17. bis 19. Jahrhundert blühte und weite Teile des indischen Subkontinents kontrollierte.

    Historische Befestigungsanlage über bewaldeten Bergen, Militärlandschaft der Maratha, Indien
    Indiens Welterbe-Kandidat: Militärlandschaft der Maratha im Westen des SubkontinentsBild: DRONAH

    Die Vereinigten Arabischen Emirate nominierten die Faya-Paläolandschaft als herausragendes Beispiel einer Wüstenlandschaft aus der Steinzeit. Südkorea wirbt für die Petroglyphen von Bangudae, wundersame prähistorische, in Stein gearbeitete Felsbilder. Russland verweist mit seiner Nominierung auf bis zu 20.000 Jahre alte Felsmalereien in der Schulgan-Tasch-Höhle im südlichen Uralgebirge.Chinas Welterbe-Kandidat ist die Nekropole der Tanguten in Xixia, eine der größten Totenstädte der Welt.

    Die Nachzeichnung einer Felsmalerei in roter und violetter Farbe bildet die Form eines Trampeltiers, Felsmalereien der Shulgan-Tash-Höhle, Paris, Frankreich
    Russland: Die Felsmalereien der Shulgan-Tash-Höhle sollen Weltkulturerbe werdenBild: Yu.M. Svoysky, EV Romanenko, S. Peshkov, SI SPC

    Derzeit stehen 1223 Kultur- und Naturstätten in 168 Ländern auf der Liste des UNESCO-Welterbes, 56 davon gelten als bedroht. Das weltweite Ranking stößt vor allem in Wissenschaftlerkreisen immer häufiger auf Kritik. Wie objektiv kann eine solche Aufstellung überhaupt sein, fragt etwa Christoph Brumann vom Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle.

    Kritik am UNESCO-Ranking

    Der Ethnologe und Welterbe-Experte hinterfragt das Vergabeverfahren und forscht zu den Folgen eines Welterbe-Titels für die jeweilige Region. Die wohl häufigste: ein Massenansturm an Besuchern. “Davon kann die Bevölkerung profitieren, oft leidet sie aber auch darunter”, so Brumann im Wissenschaftsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft. Er hat 2021 das englischsprachige Buch “The Best We Share: Nation, Culture and World-Making in the Unesco World Heritage Arena” veröffentlicht.

    Die Aufbauten alter Totengräber versammeln sich im Tal vor einer Gebirgslandschaft, Yinchuan, China
    Chinas Welterbe-Kandidat: Die Kaisergräber der Xixia im heutigen Südwesten ChinasBild: Verwaltungsbüro des Xixia-Grabgebiets der Stadt Yinchuan

    Das Welterbekomitee, zusammengesetzt aus 21 gewählten Vertragsstaaten der Welterbekonvention, befasst sich in Paris auch mit den wachsenden Gefahren für bereits ernannte Stätten, etwa durch bewaffnete Konflikte wie in der Ukraine oder im Nahen Osten, durch Naturkatastrophen, Umweltverschmutzung, Wilderei oder auch unkontrollierte touristische Entwicklung. Besonders bedrohlich aber wirken sich aktuell Wasserknappheit und Überschwemmungen aus.  Sie bedrohen einer jüngsten Studie der Weltkulturorganisation und des World Resources Institute zufolge fast drei Viertel aller Welterbestätten.

    Der Taj Mahal ist ein weltberühmtes Mausoleum aus weißem Marmor in Agra, Indien
    Sinkende Grundwasserspiegel gefährden den Taj Mahal im indischen Agra Bild: Anton Aleksenko/Shotshop/picture alliance

    Danach streckt ein Fünftel der Orte in der Zwickmühle zwischen Wassermangel und Überfluss. Dazu zählen etwa das Taj Mahal in Indien, das durch den sinkenden Grundwasserspiegel abzusacken droht. Der Yellowstone Nationalpark in den USA musste 2022 nach massiven Überschwemmungen geschlossen werden, die Reparatur der Infrastruktur kostete Medienberichten zufolge mehr als 20 Millionen Dollar (17 Millionen Euro). Zu den am stärksten betroffenen Regionen zählen der Nahe Osten, Nordafrika, Teile Südasiens und der Norden Chinas. 

    Im bayerischen Schloss Neuschwanstein wird die Entscheidung aus Paris unterdessen mit Hochspannung erwartet. Wenn das Schloss in den Rang des Welterbes aufsteigt, werden es wohl noch mehr Touristen besuchen. Wichtiger dürfte aber der Bayerischen Schlösserverwaltung die weltweite Anerkennung sein, die mit der Auszeichnung einhergeht. 

  • So heftig protestiert Spanien gegen Massentourismus

    Rechtzeitig zum Beginn der sommerlichen Urlaubssaison gehen auch die Proteste gegen den Massentourismus wieder los, wie es sie bereits seit Jahren in besonders beliebten Urlaubsdestinationen Italiens, Portugals vor allem aber Spaniens gibt. Am 15. Juni ist es so weit. Die Plattform Sur de Europa contra la Turistización (Südeuropa gegen die Touristifizierung) kündigte Aktionen unter anderem in Venedig, Mailand und Lissabon, San Sebastián, Valencia und Barcelona sowie auf den Balearen-Inseln an.

    Besonders gut organisiert ist die Protestbewegung in der nordspanischen Stadt Barcelona, wo es in der Vergangenheit bereits mehrfach Großdemonstrationen mit tausenden Teilnehmern gegeben hatte sowie aufsehenerregende Protestaktionen: Zuletzt blockierten dort Aktivisten im April vor der wichtigsten Urlauberattraktion der Stadt, der Sagrada Família, einen vollbesetzten Touristenbus und beschossen die verdutzten Urlauber mit Wasserpistolen.

    Eine Frau fotografiert ein tourismuskritisches Wandbild in Barcelona, Spanien
    Tourismuskritisches Wandbild in BarcelonaBild: Lorena Sopena/Anadolu/picture alliance

    “Der heutige Tourismus in Barcelona ist nicht kompatibel mit dem Leben der einheimischen Bevölkerung”, sagt Daniel Pardo, Mitglied der Bürgervereinigung Assamblea de Barris pel Decreixement Turístic (Versammlung der Stadtviertel für die Schrumpfung des Tourismus), die seit Jahren an der Organisation tourismuskritischer Aktionen beteiligt ist. Lärmbelästigung, Luftverschmutzung, überfüllte Straßen – es führe kein Weg daran vorbei, den Tourismus in Barcelona zu reduzieren, so Pardo. “Der Moment, in dem noch ein halbwegs vernünftiges Gleichgewicht herrschte, liegt schon lange zurück.”

    Der Tourismus sichert 150.000 Arbeitsplätze

    30 Millionen Besucher strömen jährlich in die Stadt. Unter den Touristen sind vor allem Reisende aus Italien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland – schon auf Rang fünf aber liegen die US-Amerikaner. Angaben der Stadtverwaltung zufolge erwirtschaftet die Tourismusindustrie rund 14 Prozent des Bruttoinlandsproduktes der 1,7-Millionen-Stadt und sichert 150.000 Arbeitsplätze.

    “Ja, das wird immer angeführt als Argument, dass man sich nicht beklagen dürfe”, sagt Pardo. “Wir beklagen uns aber!” Viele Arbeitsverhältnisse im Tourismus seien prekär, die dort gezahlten Löhne unterdurchschnittlich. “Letztendlich lässt die Abhängigkeit vom Tourismus die Bevölkerung verarmen.”

    Tausende demonstrierten im Mai 2024 in Mallorcas Hauptstadt Palma gegen den Massentourismus, Spanien
    Tausende demonstrierten im Mai 2024 in Mallorcas Hauptstadt Palma gegen den MassentourismusBild: Clara Margais/dpa/picture alliance

    Ganz ähnlich klingt das auf der rund 200 Kilometer entfernt gelegenen Mittelmeerinsel Mallorca. Auch dort sind für den 15. Juni Protestveranstaltungen geplant. Das Motto: “Für das Recht auf ein würdevolles Leben: Stoppen wir die Touristifizierung.” Die Kritik, die die Aktivisten vorbringen, ähnelt sich im ganzen Land: in Barcelona, auf den Balearen, in Andalusien, im Baskenland, auf den kanarischen Inseln. Ganz oben auf der Mängelliste steht die Ferienvermietung, die seit Jahren zunimmt und eine Mitschuld an den zuletzt extrem gestiegenen Mieten trägt, wie Kritiker argumentieren.

    Immer mehr Einheimische ziehen fort

    Aber nicht nur das: In den bei Touristen besonders beliebten Altstädten verschwindet auch der traditionelle Einzelhandel. Vielerorts ist es einfacher, eine Eisdiele oder einen Waschsalon zu finden als einen Bäcker oder ein Lebensmittelgeschäft. Immer mehr Einheimische fühlen sich fremd und ziehen fort.

    “Der Tourismus vertreibt uns aus unseren Häusern, aus unseren Dörfern und Stadtvierteln”, heißt es bei der Bürgerplattform Menys Turisme, més vida (“Weniger Tourismus, mehr Leben”), die den Anti-Tourismus-Protest auf Mallorca organisiert. “Vor einem Jahr gingen Tausende auf die Straße, um zu sagen: Es reicht!” Passiert sei seitdem aber nichts.

    Tatsächlich steuert Spanien auch in diesem Jahr auf einen neuen Touristenrekord zu. 2024 kamen fast 94 Millionen internationale Reisende ins Land. Damit liegt Spanien weltweit auf Rang zwei hinter Frankreich.

    Touristen fotografieren im Park Güell in Barcelona, Spanien
    Der Park Güell gehört zu den beliebtesten Touristenattraktionen in BarcelonaBild: Davide Bonaldo/SOPA Images/Sipa USA/picture alliance

    Zumindest gibt es mittlerweile Versuche, die Ferienvermietung strenger zu regulieren. Die Zentralregierung in Madrid verpflichtete kürzlich die entsprechenden Anbieter dazu, ihre Immobilien in ein neu geschaffenes Register einzutragen. Auf diese Weise sollen illegale Angebote verhindert werden. Mitte Mai dann forderte das spanische Verbraucherschutzministerium die Plattform Airbnb auf, insgesamt 65.000 Wohnungsanzeigen zu löschen, weil die vorgeschriebene Registrierungsnummer nicht angegeben war.

    Barcelona wirbt mit neuem Slogan

    In Barcelona wiederum kündigte die Stadtverwaltung an, die Ferienvermietung bis zum Jahr 2028 komplett abschaffen zu wollen. Auslaufende Lizenzen sollen nicht mehr erneuert werden. Alles in allem aber sei der Tourismus eine der tragenden Säulen der Wirtschaft und sein Wachstum habe eine wichtige Rolle bei der ökonomischen Belebung der Stadt gespielt, heißt es in einem kürzlich veröffentlichten Strategiepapier.

    Jordi Valls, der Tourismusdezernent im Rathaus der Stadt, räumt aber ein, dass der Tourismus in Barcelona nicht weiter wachsen könne. “Wir stoßen an unsere Grenzen”, sagt er. Deshalb wolle man auch die Zahl der Kreuzfahrtschiffe reduzieren, die im Hafen festmachen.

    Die Marketinggesellschaft der Stadt wiederum änderte kürzlich ihren Slogan. Statt Visit Barcelona heißt es nun This is Barcelona. Man wolle künftig stärker die Eigenheiten der Stadt hervorheben, so die Erklärung.

    Von einer Schrumpfung des Tourismus aber sei man in Barcelona noch weit entfernt, sagt der Aktivist Daniel Pardo. “Wenigstens traut sich kein Politiker mehr, ganz offen ein weiteres Wachstum zu fordern.” Das aber reiche bei weitem nicht aus. “Wir brauchen eine echte Debatte über die Grenzen des Tourismus.” Diese anzustoßen, dabei sollen nun die erneuten Proteste helfen.