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Schwere Vorwürfe gegen einen Weltmeister! Gegen Frankreich-Star Lucas Hernandez (29) ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Menschenhandel und illegale Beschäftigung.
Der heutige PSG-Profi, der von 2019 bis 2023 für die Bayern gespielt hat, und seine Partnerin Victoria Triay sollen laut Anzeige eine fünfköpfige kolumbianische Familie zwischen September 2024 und November 2025 ohne rechtlichen Rahmen beschäftigt haben. Die Staatsanwaltschaft von Versailles bestätigte, dass Vorermittlungen laufen.
Laut Anzeige arbeitete die Familie ohne Arbeitsverträge, ohne gültige Aufenthalts- oder Arbeitspapiere, und wurde in bar bezahlt. Genannt werden Tätigkeiten wie Kinderbetreuung, Haushalt und Gartenarbeit. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass Vorermittlungen aufgenommen wurden.
[–>Bis zu 84 Arbeitsstunden pro Woche für 2000 Euro
Die Familie wirft Hernandez und seiner Partnerin vor, ihre rechtlich unsichere Lage ausgenutzt zu haben.
Laut der Anwältin der Kläger, Lola Dubois, soll die Familie zwischen 72 und 84 Stunden pro Woche gearbeitet haben. Die Tochter der kolumbianischen Familie habe demnach rund um die Uhr – von Montag bis Sonntag – im Einsatz gestanden. Ihr Monatslohn soll bei etwa 2000 Euro gelegen haben. Kennengelernt hatte sie Hernandez’ Partnerin bereits in Kolumbien, als diese dort noch als Krankenschwester arbeitete.
Nach einem Konflikt im Oktober 2025 wurden demnach erstmals offizielle Arbeitsverträge ausgestellt. Schon einen Monat später, im November, zog die Familie die Reißleine. Seitdem arbeitet niemand mehr für den französischen Nationalspieler.
Hernandez (unten links) feierte mit den Bayern 2020 den Champions-League-Sieg
Hernandez: „Wir wurden manipuliert“
Hernandez und Triay weisen die Vorwürfe entschieden zurück. In einer Stellungnahme an „Reuters“ erklärten sie: „Wir haben unser Zuhause und unser Leben Menschen geöffnet, die sich uns als Freunde vorgestellt haben, unsere Freundlichkeit gesucht haben und für die wir echte Zuneigung empfanden. Sie haben unser Leben mit Respekt und Würde geteilt. Wir haben ihnen geholfen, sie unterstützt und ihnen geglaubt, als sie uns sagten, dass sie dabei seien, ihre Situation zu legalisieren. Dieses Vertrauen wurde missbraucht.“
Das Paar betont, man habe nie bewusst gegen das Gesetz gehandelt: „Wir wurden durch emotionale Geschichten und falsche Zusicherungen manipuliert. Wir haben niemals mit Verachtung gegenüber dem Gesetz gehandelt.“

