Ondertussen bij de Buren (bèta/AI-testfase)

Ondertussen bij de Buren is een experimentele website met focus op Duits nieuws. Via artificiële intelligentie (AI) wordt geprobeerd het nieuws van Duitsland te selecteren. Er wordt veel geëxperimenteerd, waardoor deze site regelmatig nogal veranderd. Zo wordt getracht consistente vertalingen te realiseren. Ook de kwaliteit van de afbeeldingen wisselt door experimenten. Als bronnen dienen geselecteerde RSS-feeds van diverse Duitse nieuwsbronnen. RSS-feeds worden door de bronnen zelf beschikbaar gesteld en bevatten nooit het gehele artikel, maar in kop, introductietekst of samenvatting en waar mogelijk een afbeelding. Hierdoor is het risico op rechtenschending nagenoeg nihil.

„Ondertussen bij de Buren“ (Mitlerweile bei den Nachbarn) ist eine experimentelle Website, die sich auf deutsche Nachrichten konzentriert. Sie nutzt künstliche Intelligenz (KI), um Nachrichten aus Deutschland auszuwählen. Aufgrund laufender Experimente – etwa bei dem Versuch, konsistente Übersetzungen zu erzielen – unterliegt die Seite häufigen Änderungen; auch die Bildqualität variiert infolge dieser Versuche. Als Quellen dienen ausgewählte RSS-Feeds verschiedener deutscher Nachrichtenanbieter. Diese Feeds werden von den Anbietern selbst bereitgestellt und enthalten niemals den vollständigen Artikel, sondern lediglich eine Überschrift, einen Einleitungstext oder eine Zusammenfassung sowie – sofern verfügbar – ein Bild. Der vollständige Artikel lässt sich über einen Link bei der jeweiligen Quelle abrufen, wodurch das Risiko einer Urheberrechtsverletzung praktisch ausgeschlossen ist.



  • Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“

    Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“

    Wer wissen will, worin der Reiz des Rasens liegen mag, kann einen Blick in die einschlägigen Werbeanzeigen werfen. „Pure Gänsehaut erleben“, empfiehlt etwa ein Münchner Autovermieter. „Zwischen 20 und 50 erlebst du den Lebensabschnitt, in dem Träume nach Adrenalin verlangen, in dem jeder Herzschlag lauter pocht und in dem mutige Entscheidungen das Leben veredeln.“ Einen…



  • Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“

    Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“

    Wer wissen will, worin der Reiz des Rasens liegen mag, kann einen Blick in die einschlägigen Werbeanzeigen werfen. „Pure Gänsehaut erleben“, empfiehlt etwa ein Münchner Autovermieter. „Zwischen 20 und 50 erlebst du den Lebensabschnitt, in dem Träume nach Adrenalin verlangen, in dem jeder Herzschlag lauter pocht und in dem mutige Entscheidungen das Leben veredeln.“ Einen…

Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“

Garmischer Autobahn: Bürgermeister wehren sich gegen „Vollgastourismus“ - Fetchub

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Wer wissen will, worin der Reiz des Rasens liegen mag, kann einen Blick in die einschlägigen Werbeanzeigen werfen. „Pure Gänsehaut erleben“, empfiehlt etwa ein Münchner Autovermieter. „Zwischen 20 und 50 erlebst du den Lebensabschnitt, in dem Träume nach Adrenalin verlangen, in dem jeder Herzschlag lauter pocht und in dem mutige Entscheidungen das Leben veredeln.“ Einen Lamborghini – „640 PS, 0-100 km/h in 3,2 Sek, Vmax 330 km/h“ – gibt es dort für 1150 Euro am Tag und Boliden-Poesie gratis dazu: Da lauscht man dem „Kreischen der zehn Zylinder, riecht den dezenten Duft von Alcantara und spürt die Hitze der Kohlefaserbremsen“. Und erkennt: „Es geht um mehr als Fortbewegung. Es geht um Selbstbestimmung, Status, Faszination und um eine Erinnerung, die sich für immer in dein Gehirn brennt.“

Der letzte Halbsatz dürfte bei manchen Menschen tatsächlich eine Gänsehaut hervorrufen, zum Beispiel bei den Rettungskräften, die regelmäßig auf der A95 im Einsatz sind. Die Autobahn zwischen München und Garmisch-Partenkirchen ist seit Jahren als Raser-Strecke bekannt und hat es in einem bundesweiten Ranking unlängst auf Platz zwei geschafft. Laut einer Analyse des Spiegel, der Daten des Navigationsanbieters TomTom ausgewertet hat, war 2024 auf der A95 jeder zehnte Autofahrer mit mindestens 158 Kilometer pro Stunde unterwegs.  Nur auf der A19 zwischen Wittstock/Dosse und Rostock wurde noch stärker aufs Gaspedal gedrückt.

Iffeldorfs Bürgermeister Hans Lang (SPD) kämpft für ein Tempolimit.
Iffeldorfs Bürgermeister Hans Lang (SPD) kämpft für ein Tempolimit. (Foto: Manfred Neubauer)

Hans Lang, SPD-Bürgermeister von Iffeldorf, hat die Nase voll. Seit Jahren setzt er sich für ein Tempolimit ein. Zum einen, weil die Unfälle auf der Autobahn die Rettungskräfte der anliegenden Gemeinden strapazierten. „Bei jedem Einsatz setzen sich die Rettungskräfte der Gefahr aus, selbst in Mitleidenschaft gezogen zu werden.“ Zum anderen, weil Anwohner über eine hohe Lärmbelästigung klagten. Mitten in der Nacht würden Leute von Rasern geweckt, die über die leere Autobahn bretterten. Selbst im Ausland werde die A95 als Rennstrecke angepriesen. Lang möchte diesen „Vollgastourismus“ nicht länger hinnehmen.

Freie Fahrt für Freunde eines flotten Fahrstils, das gibt es außer in Deutschland noch in Nordkorea, Somalia und Afghanistan sowie auf Inseln der Karibik. Alle anderen Industrieländer haben Tempolimits für Autobahnen und Landstraßen festgelegt. Was die A95 besonders attraktiv macht, ist der vergleichsweise geringe Verkehr. Die 67 Kilometer lange Autobahn endet bei Eschenlohe in einem Nadelöhr, der Bundesstraße 2, die nach Garmisch führt. Daher sind auch nur wenige Lastwagen auf der Strecke unterwegs.

Bürgermeister Lang weiß, dass er da ein heißes Eisen anpackt. Ihm gehe es gar nicht um ein generelles Tempolimit, sagt er. Vielen Leuten wäre schon geholfen, wenn es im Bereich der Anschlussstelle Iffeldorf Begrenzungen gäbe. Im Oktober hat er sich ans Bundesverkehrsministerium gewandt. Zwei Monate später bekam er eine Antwort. „Raser oder illegale Autorennen“, so heißt es darin, rechtfertigten keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Eine solche dürfe nur angeordnet werden, „wenn aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse eine deutlich über dem allgemeinen Risiko liegende Gefahrenlage besteht“. Zuständig dafür sei die Autobahn GmbH des Bundes, deren Unfallkommission das Unfallgeschehen regelmäßig auswerte. Nach Stand der Dinge lägen auf der A95 „keine Unfallhäufungsbereiche“ vor.

450 Unfälle ereignen sich im Schnitt jährlich auf der 67 Kilometer langen Autobahn. Die meisten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit. 
450 Unfälle ereignen sich im Schnitt jährlich auf der 67 Kilometer langen Autobahn. Die meisten wegen nicht angepasster Geschwindigkeit.  (Foto: Hartmut Pöstges)

Dies bestätigt Bastian Straif von der Verkehrspolizeiinspektion Weilheim. Sie ist primär für die Garmischer Autobahn zuständig. Im Schnitt gebe es auf der A95 jährlich 450 Verkehrsunfälle, sagt Straif, ein Mensch komme im Schnitt ums Leben, 80 würden verletzt. Ein Trend zu mehr oder weniger Unfällen lasse sich über die Jahre nicht erkennen.

Die meisten Unfälle passierten bei Nässe oder Glätte und nicht angepasster Geschwindigkeit. „Zu schnell bedeutet aber nicht gleich eine hohe gefahrene Geschwindigkeit“, so der Polizeihauptkommissar. Ein angemessenes Tempo sei nicht zuletzt vom Reifenprofil abhängig. „Raser“ fänden sich in der Unfallstatistik hingegen „nur im niederen einstelligen Bereich“ und spielten im polizeilichen Alltag keine Rolle. „Aber wir sind natürlich dafür, dass in einem angemessenen Tempo gefahren wird“, sagt Straif. Schon allein deshalb, um die Kolleginnen und Kollegen am Einsatzort nicht zu gefährden.

Die Münsinger Feuerwehr ist häufig auf der A95 im Einsatz.  
Die Münsinger Feuerwehr ist häufig auf der A95 im Einsatz.   (Foto: Hartmut Pöstges)

Die Münsinger Feuerwehr musste im vergangenen Jahr 40 Mal ausrücken, 30 Mal davon auf die Autobahn. „Das ist der Hauptteil unserer Einsätze“, erklärt Kommandant Christoph Lechner. Die meisten Unfälle, das sagt auch er, passierten bei Regen, Schnee und Eis. „Hochgeschwindigkeitsunfälle“ seien eher die Ausnahme. Ein Tempolimit bei nasser Fahrbahn hielte er für durchaus sinnvoll. Auch weil viele Urlauber auf der Garmischer Autobahn unterwegs seien, die mit den Straßenverhältnissen nicht vertraut seien.

Eben darauf drängt nun auch der Iffeldorfer Bürgermeister Hans Lang. Bei seinen Bürgermeisterkollegen zwischen Eschenlohe und dem Starnberger Dreieck habe er  „offene Türen eingerannt“, sagt er. In den kommenden Wochen werde man sich zusammensetzen, das weitere Vorgehen besprechen, die Kräfte bündeln und sich Rückendeckung in der Politik suchen.

Der FW-Landtagsabgeordnete Florian Streibl sagt Unterstützung zu

Der Landtagsabgeordnete Florian Streibl (Freie Wähler), zuständig für die Stimmkreise Bad Tölz-Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau, hat den Bürgermeistern seine Unterstützung zugesichert. Er zeige „große Sympathien für das Anliegen“, entlang der A95 „mindestens abschnittsweise Tempolimits einzuführen“, so der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Bayerischen Landtag.

Eine SZ-Anfrage beantwortet die Autobahn GmbH mit der bekannten Argumentation, die allerdings eine Neuerung aufweist. „Die Unfallentwicklung an der A95 wird weiterhin beobachtet“, heißt es darin. „Derzeit besteht jedoch keine rechtliche Grundlage für sog. verkehrsbeschränkende Maßnahmen.“ Der erste Satz ist gefettet, das Wort „derzeit“ gefettet und unterstrichen. Signale, die bei manchem Raser-Feind, vielleicht keine Gänsehaut, aber doch Hoffnungen hervorrufen dürften.