Keine Heizung bei eisiger Kälte
Hunderttausende Kyjiwer sitzen nach russischem Angriff in der Kälte
Russland hat mit Drohnen und Marschflugkörpern wichtige Infrastruktur der ukrainischen Hauptstadt getroffen. Nach offiziellen Angaben sind nun mehr als 5000 Wohnhäuser ohne Heizung – bei Temperaturen um minus 14 Grad.
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Suche nach Schutz vor Angriffen und Kälte in einer Kyjiwer U-Bahn-Station
Foto: Danylo Antoniuk / AP / dpa
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Die russische Armee hat in der Nacht Kyjiw und umliegende Regionen mit Kampfdrohnen und dann mit Marschflugkörpern angegriffen. Es gab mehrere Explosionen im Zentrum der ukrainischen Hauptstadt, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Auch die ukrainische Flugabwehr war im Einsatz.
Nun sind Tausende Wohngebäude laut offiziellen Angaben in Kyjiw bei zweistelligen Minusgraden ohne Heizung. »5635 Wohngebäude seien ohne Heizung«, erklärte Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Mindestens eine Frau wurde demnach verletzt und in ein Krankenhaus eingeliefert.
Kyjiw ohne Strom und Wärme: »Man zieht sich warm an und zieht durch«
In Kyjiw herrschten am frühen Morgen Temperaturen von bis zu minus 14 Grad Celsius. Zudem sei in weiten Teilen der Stadt die Wasserversorgung unterbrochen, fügte Klitschko hinzu. Zu den bei den Bombardements beschädigten Gebäuden zählt demnach ein Schulgebäude. Bedienstete der Stadt und des zuständigen Energieversorgers arbeiteten bereits daran, die Wärme-, Strom- und Wasserversorgung wiederherzustellen.
Russland greift die ukrainische Energieinfrastruktur immer wieder mit Drohnen und Raketen an, um die Moral der Zivilbevölkerung zu brechen. Kyjiw und viele weitere Städte sind dadurch oft in Dunkelheit getaucht, die Bewohnerinnen und Bewohner können nur schlecht heizen. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am Freitag den Energie-Notstand für die Hauptstadtregion ausgerufen.
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Russlands Angriff auf die Ukraine: Die Kyjiwer im Kältekrieg
Von Christian Esch, Kyjiw
Am 9. Januar hatte die russische Armee ihren bislang heftigsten Angriff auf die Energieinfrastruktur der ukrainischen Hauptstadt ausgeführt. Rund die Hälfte der Stadt war in dessen Folge bei klirrender Kälte von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Zahlreiche Kyjiwer hatten tagelang keinen Strom.
Bürgermeister Klitschko zufolge waren 80 Prozent der Gebäude, in denen die Heizung infolge des erneuten russischen Angriffs ausfiel, bereits vor zehn Tagen betroffen.Wie die Menschen in Kyjiw gegen die Kälte kämpfen, erfahren Sie hier
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