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Dem DFB sind schon einige Top-Talente durch die Lappen gegangen. Die jüngsten Beispiele sind u. a. Frankfurt-Star Can Uzun (20/Türkei) und Leverkusens Ibrahim Maza (20/Algerien). Nun droht sich ein weiteres Juwel gegen eine Karriere im Deutschland-Trikot zu entscheiden.
Nach BILD-Informationen baggert die Elfenbeinküste heftig an Werders Shootingstar Karim Coulibaly (18). Der Innenverteidiger spielt eine Super-Saison, ist aus der Bremer Startelf nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile ist er sogar der wertvollste Spieler im Werder-Kader (20 Mio. Euro Marktwert). Diese Entwicklung ist auch Deutschlands WM-Vorrundengegner nicht entgangen. Bereits vor Monaten erkundigten sie sich nach der Verfügbarkeit des Bremers. Da Coulibaly sowohl die deutsche als auch die ivorische Staatsbürgerschaft besitzt, könnte er für beide Nationen spielen. Bisher lief er nur für die deutschen Jugend-Mannschaften (U 17, U 18 und U 19) auf. Deshalb ist ein Verbandswechsel noch möglich.
Elfenbeinküste will DFB-Juwel Karim Coulibaly klauen
Und die Elfenbeinküste macht jetzt richtig ernst! Für Werders Nachholspiel gegen Hoffenheim am kommenden Dienstag (27. Januar, 20.30 Uhr, Sky) werden Mitarbeiter des ivorischen Verbandes im Weserstadion vor Ort sein. Dort wollen sie Coulibaly noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Überzeugt der Ex-Hamburger weiter, wird er mit den Afrikanern zur WM nach Nordamerika reisen (11.6 bis 19.7.). Obwohl Coulibalys Herz auch für Deutschland schlägt, wäre seine Entscheidung dann gefallen. Eine WM-Teilnahme ist zu lukrativ, um abzulehnen.
[–>Chancenlos ist der DFB aber nicht! Sollten sich Bundestrainer Julian Nagelsmann und Co. um Coulibaly bemühen und ebenfalls eine WM-Teilnahme in Aussicht stellen, hätte Deutschland wieder die besseren Karten. Bisher ist der Bremer aber nur für die U19-EM in Wales (28.6. bis 11.7.) eingeplant …
Fest steht: Auf Coulibaly wartet ein ereignisreicher Sommer. Sein gut vernetzter Berater Nochi Hamasor arbeitet bereits jetzt an einem millionenschweren Transfer zu einem europäischen Top-Team. Und um sich für die Schwergewichte des Welt-Fußballs weiter attraktiv zu machen, wäre eine WM die bestmögliche Bühne.

