Gern wird das Violinkonzert von Peter Tschaikowsky mit Dauerfortekraft und Rampeneffet in den Saal gewuchtet oder als Einladung zu beinahe hysterischen Exzessen aus hemmungslosem Portamentoschluchzen und wilder Raserei missverstanden. Doch man kann dieses Stück auch so darstellen, dass es in seiner ritterlichen Gestalt sichtbar wird: vielschichtig erzählend im Kopfsatz Allegro moderato, innig-melancholisch in der Canconetta und furios mitreißend im brausenden Finale.
Die Münchner Symphoniker und Leonhard Baumgartner: Tschaikowsky mit jugendlicher Begeisterung

