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Weihnachten noch auf Platz 3 gefeiert. Im neuen Jahr mit zwei Pleiten einen schlimmen Start hingelegt. Doch die Frage ist: Wieso droht Leverkusen plötzlich in eine Krise zu rutschen? Beim Heim-1:4 gegen Stuttgart und Auswärts-0:1 gegen Hoffenheim wurde offensichtlich, dass Bayer derzeit große Schwierigkeiten in allen Teilen des Teams hat.
Defensiv extrem anfällig, keine Struktur im Mittelfeld, im Angriff viel zu harmlos. „Fehlende Intensität und Cleverness, von allem etwas zu wenig. Das entspricht nicht unserem Level. Wir müssen schnell sehen, dass wir aus dieser Phase herauskommen“, sagte Malik Tillman (23) nach dem Hoffenheim-Spiel bei Sky.
Die Gründe für die Schwächeperiode (vier der letzten sechs Bundesliga-Spiele verloren) liegen aber viel tiefer. Kapitän Robert Andrich (31) ließ nach der Niederlage in Sinsheim tief blicken und benannte im ZDF das wahre Bayer-Problem: „Natürlich gibt es Situationen, da müssen wir uns in der Mannschaft klar werden: Was wollen wir spielen – und wie wollen wir die Spiele angehen? Da bringt es nichts, wenn vier Leute das eine spielen und drei Leute das andere. Dann kannst du nichts gewinnen.“
Das sind brisante Sätze, die fast wie ein Hilferuf klingen. Als würde das Team nicht an einem Strang ziehen oder einem gemeinsamen Plan folgen. Genau an dieser Stelle ist Trainer Kasper Hjulmand (53) gefordert. Der Däne hat im Herbst nach seinem Kaltstart die vielen Scherben, die Kurzzeit-Vorgänger Erik ten Hag (55) hinterließ, zu einer funktionierenden Mannschaft zusammengeführt.
Trainer Kasper Hjulmand (l./53) gibt Kapitän Andrich Anweisungen
Hjulmand muss Bayer weiterentwickeln
Aber dieses Gebilde ist weiterhin sehr zerbrechlich. Jetzt muss Hjulmand zeigen, dass er Bayer auch weiterentwickeln kann. Denn der Klub kann es sich nicht erlauben, die erneute Quali zur Champions League zu verpassen.
„Wir haben noch gute Möglichkeiten in dieser Saison, es gibt noch viele Spiele. Wir haben auch gute Spiele gespielt und brauchen etwas mehr Stabilität“, meint Hjulmand, der aber auch weiß: „Wir müssen uns verbessern.“ Das Königsklassen-Duell in Piräus (Dienstag, 21 Uhr) wird in vielerlei Hinsicht zum Charaktertest für die Werkself.

