–>
Als Kapitän von RB Leipzig geht David Raum (27) auf dem Platz voran und sorgt auch neben dem Rasen für klare Worte – und das nicht nur über das eigene Team! Der Linksverteidiger kam nach der 1:5-Klatsche gegen den FC Bayern bei einem Gegenspieler ins Schwärmen.
Raum über DFB-Kollege Jamal Musiala (22): „Ich muss nochmal klar ansprechen, dass es mich sehr freut, dass Jamal sein Comeback gefeiert hat. Ein Spieler, den wir in Deutschland schätzen und froh sind, wenn er fit ist und auf dem Platz ist – nicht nur für die Bayern, sondern auch für Deutschland.“
[–>Musiala feierte nach seinem Wadenbeinbruch ein kurzes Comeback – und bereitete nur 76 Sekunden nach seiner Einwechslung das fünfte 5:1 von Olise (88.) vor.
Raum: „Dachte, wir seien reifer“
Ein Fakt, über den Raum sich trotz der Freude über das Comeback dann doch nicht wirklich freuen konnte! „Die ersten 70 Minuten waren gut von uns. Am Ende kriegen wir trotzdem eine Klatsche. Ich bin schon angefressen deswegen. Das darf uns so nicht passieren, ich dachte eigentlich, wir seien reifer“, fasst der RB-Star das Spiel zusammen.
Was er meint: Nachdem Leipzig vor allem in der ersten Halbzeit ein extrem starkes Spiel zeigte und sogar höher hätte führen müssen, bringen einfache individuelle Fehler Bayern zurück ins Spiel – und RB komplett aus der Spur!
David Raum im Duell mit Bayern-Juwel Lennart Karl (17)
Raum: „Wir verlieren unseren Kopf, wenn wir Gegentore bekommen. Das darf uns so nicht passieren, das müssen wir knallhart ansprechen, analysieren und sehr kritisch mit uns sein. In den ersten 70 Minuten belohnen wir uns nicht. Dann haben die Bayern die gewisse Qualität, uns fünf Dinger einzuschenken.“
Nach dem 0:6-Debakel zum Saisonauftakt, gibt es so die zweite Bayern-Klatsche der Saison – die zumindest Trainer Ole Werner (37) mit Blick auf die weiteren Partien Mut macht. „Wir haben aus meiner Sicht 80 Minuten ein sehr gutes Spiel gemacht. Was uns bis dahin gefehlt hat, ist, dass wir effektiver in den Abschlüssen sind.“
Mit Blick auf das Pokal-Viertelfinale am 11. Februar in München betont er: „Es ist klar, dass es eine schwere Aufgabe ist. Aber die ersten 80 Minuten haben gezeigt, wie man den Bayern wehtun kann. Daran werden wir uns orientieren und sicherlich nicht vorzeitig die weiße Fahne hissen.“

