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2026 beginnt für den FC St. Pauli wie das vergangene Jahr. Mit zwei Niederlagen. Damals stand der Klub mit 14 Punkten auf Rang 14. Jetzt ist er mit 12 Punkten Bundesliga-Schlusslicht. Vergangene Saison reichten 32 Punkte zum direkten Klassenerhalt. Wird hart, es gibt aber vor dem Derby gegen den HSV (Freitag, 20.30 Uhr, Sky) auch Positives.
Drei Derby-Mutmacher für St. Pauli
Wirbel-Jones! Der Engländer Ricky-Jade Jones (23) war in Dortmund St. Paulis tragischer Held. In der 64. Minute eingewechselt, stellte er mit seiner Schnelligkeit und Robustheit in den Zweikämpfen die BVB-Defensive vor deutlich mehr Probleme als Vorgänger Martijn Kaars (26). Dazu sein Traum-Tor zum 2:2 (72.). Fast wäre ihm ein weiterer Treffer gelungen.
[–>Doch sein unnötiges Foul an Beier in der Nachspielzeit (Can verwandelte den Elfmeter zum 2:3) entriss der Mannschaft den einen Punkt, für den er vorher noch gesorgt hatte. Dennoch: Der Turbo-Sprinter ist einer, der dem Gegner wehtun kann. Bewies er mit seinem Kopfball zum späten Ausgleich in Köln (1:1). In Wolfsburg (1:2) setzte er als erster Anläufer die Abwehr-Kette unter Druck.
Jones fehlen nach langer Pause (Schulter-OP) noch ein paar Körner. Alexander Blessin (52) brachte ihn deshalb von der Bank. St. Paulis Trainer: „Wie er gearbeitet hat, wie er sich gewehrt hat, das gibt mir Hoffnung. Auf dem Level muss er weiter performen.“
Ando-Debüt! Der neue Japaner Tomoya Ando (27/aus Fukuoka geholt) kam beim BVB in der 64.Minute in die Partie. Die ersten Bundesliga-Minuten für St. Pauli. Was überraschte: Ando (spricht kaum Englisch) fand sich erstaunlich schnell zurecht. Der Nationalspieler strahlte Ruhe am Ball aus, gab der Defensive mit guter Technik Halt.
Blessin: „Ich muss ihm Spielzeit geben, ob jetzt linke oder rechte Seite. Er hat das sehr gut gemacht. Er gibt mir ein gutes Gefühl für das nächste Spiel am Freitag.“ Ando: „Ich bin bereit.“
Der nächste Gegner! „Es ist gut, dass wir jetzt nicht gegen irgendeine andere Mannschaft daheim spielen“, sagt Blessin nach der BVB-Niederlage. Sondern gegen HSV. „Da ist jeder gleich wieder fokussiert und kann ein Ausrufezeichen setzen. Gegen den HSV wäre es umso schöner, dem ersten Sieg den zweiten folgen zu lassen.“ Dafür spricht die Serie. Seit 2019 gab es in fünf Heimspielen vier Siege und ein Unentschieden.

