–>
Hanau (Hessen) – Er flüchtete vor politischer Verfolgung aus der Türkei und wurde in Deutschland Opfer des rechtsextremistischen Anschlags von Hanau. Jetzt starb Ibrahim Akkuş im Alter von 70 Jahren an den Folgen des Attentats.
Der Kurde flüchtete vor mehr als 40 Jahren aus der Türkei, schuftete in Deutschland auf Baustellen, ließ sich in Hanau (Hessen) nieder. Am 19. Februar 2020 besuchte er seinen Freund Gökhan Gültekin in dessen Kiosk. Weil es dort zu voll war, ging er nach nebenan in die Arena Bar. Dann erschien der Mörder. Tobias Rathjen (43) hatte sich in einen rassistischen Wahn gesteigert, schoss mit einer Pistole um sich.
Attentäter Tobias Rathjen besuchte die ArenaBar mehrmals, spähte sie aus
Ibrahim Akkuş wurde von acht Kugeln getroffen
In der Bar und im Kiosk und auf der Straße ermordete er neun Menschen, unter ihnen Gökhan Gültekin. Acht Kugeln trafen Ibrahim Akkuş, mit ihm wurden fünf weitere Opfer schwer verletzt. Nach der Tat brachte Rathjen in seinem Elternhaus seine Mutter (72) und sich selbst um.
Ibrahim Akkuş überlebte zwar, aber „ich bin ein toter Mann“, sagte er schon 2022 zur „Frankfurter Rundschau“. Er verlor beide Beine, war auf den Rollstuhl und Pflege angewiesen. Am 10. Januar war Ibrahim Akkuş’ Lebenskraft erschöpft.

